29. Oktober 2018 / 15:00 Uhr

 Der Dobersdorfer SV marschiert weiter

 Der Dobersdorfer SV marschiert weiter

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die Einstellung stimmte bei den Dobersdorfern um Bastian Matthies (Mitte). Gegen den VfR Laboer mit Darko Veselinovic (links) und Dennis Hegewald feierte der DSV seinen sechsten Saisonsieg.
Die Einstellung stimmte bei den Dobersdorfern um Bastian Matthies (Mitte). Gegen den VfR Laboer mit Darko Veselinovic (links) und Dennis Hegewald feierte der DSV seinen sechsten Saisonsieg. © Karsten Freese
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Fußball-Verbandsliga Ost: Tabellenführer Comet stolpert, fällt aber nicht – Herbstmeisterschaft noch offen

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Im Kieler Stadtderby der Fußball-Verbandsliga Ost rettete Spitzenreiter SVE Comet nach einem dominanten Start und zwischenzeitlicher 2:0-Führung gegen die SSG Rot-Schwarz eine 3:3-Punkteteilung. Eine solche gab es auch beim 1:1 im Topspiel zwischen dem TSV Kronshagen und dem MTV Dänischenhagen. Damit wurde am vorletzten Spieltag der Hinrunde die Entscheidung über die Halbzeitmeisterschaft vertagt. Der FC Kilia Kiel blieb beim 0:2 in Plön zum dritten Mal in Serie ohne Tor und dümpelt nach der neunten Niederlage hintereinander weiter im Tabellenkeller. Dobersdorf hingegen setzte mit dem 2:0 über Laboe seine Siegesserie fort.

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TSV Kronshagen – MTV Dänischenhagen 1:1

Verbandsliga Ost: TSV Kronshagen - MTV Dänischenhagen

„Wir haben unsere PS nicht auf die Straße bekommen“, konstatierte der Kronshagener Coach Nadeem Hussain. Zwar hatte seine Elf viel Ballbesitz. „Unsere schnellen Leute sind nicht richtig in Gange gekommen“, so Hussain. Dafür sorgten aber auch die mit der besten Abwehr der Liga angereisten Gäste. Sie hatten zunächst sogar Pech, dass Tony Buck am Pfosten scheiterte (17.). Florian Krege drosch völlig freistehend den Ball mit der ersten Kronshagener Großchance über das Tor (28.), ehe nur 180 Sekunden später das MTV-Lager jubelte. Lars Mischak hatte mit einem Kopfball das 1:0 für Dänischenhagen erzielt. Der Ausgleich durch Malte Andres kurz vor der Pause (42.) ließ die Platzherren auf einen besseren zweiten Durchgang hoffen. „In einem intensiven Spiel haben die Kronshagener gedrückt, während wir unsere Konter schlecht ausgespielt haben“, resümierte MTV-Coach Frank Knocke am Ende und fügte schmunzelnd hinzu: „Über dieses Ergebnis habe ich mich nicht geärgert.“ Sein Kollege Nadeem Hussain war dagegen nicht so zufrieden: „Das war eine unserer schlechteren Leistungen.“

TSV Plön – FC Kilia Kiel 2:0

Gegen die defensiven Gäste befand sich Plön ausschließlich im Vorwärtsgang. „Es war ein Spiel auf ein Tor. Aber große Torchancen gab es nicht“, meinte Plöns Manager Christoph Meinzer, der sich von seiner Mannschaft mehr Mut im Abschluss gewünscht hätte. Erst in der 76. Minute erzielte Philipp Grandt per Seitfallzieher das ersehnte 1:0 (76.). Kilia kam nur zu einem nennenswerten Torabschluss, den Torwart Björn Alberts abwehrte (83.). Mit dem Schlusspfiff setzte Grandt mit seinem Tor zum 2:0 den Schlusspunkt unter eine mäßige Partie.

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Preetzer TSV – ASV Dersau 1:4

Der Auftritt der stets bemühten jungen Preetzer Mannschaft kam einem Offenbarungseid gleich. PTSV-Pressesprecher Jörg Wentorp fand klare Worte: „Uns fehlt für diese Klasse einfach die Qualität in der Breite. Wir spielen spätestens seit heute gegen den Abstieg.“ Der Aufsteiger hatte scheinbar keine Mühe, die Preetzer zu bezwingen und führte bereits mit 4:0, ehe Finn Grunwald mit dem Schlusspfiff zumindest für den Ehrentreffer der Preetzer sorgte.

Rot-Schwarz Kiel – SVE Comet Kiel 3:3

Rot-Schwarz begann stark und führte per Doppelschlag mit 2:0 (31., 34.). Damit war RS-Trainer Ole Jacobsen noch zufrieden. „Wir haben gut gestanden und Nadelstiche gesetzt“, analysierte er. Den ersten Patzer seiner Defensivreihe nutzte Kevin Pank, der ins leere Tor einschob und verkürzte (1:2, 38.). Die stärkste Phase hatten die spielstarken Hausherren nach dem Wechsel. Jörn Schmidt erzielte mit Wiederanpfiff das 3:1 (46.), ehe die Gastgeber einige Hochkaräter vergaben. „Die hatten vier, fünf dicke Chancen, haben die aber nicht sauber zu Ende gespielt. Machen die das 4:1, ist das Spiel gelaufen“, sagte SVE-Trainer Mark Hungerecker, dessen Team zu diesem Zeitpunkt von den Rot-Schwarzen klar beherrscht wurde. Die unerwartete Wende leitete Oliver Blazevic per abgefälschtem Freistoß ein (3:2, 68.), ehe Janneck Rassmanns gar noch der Ausgleich gelang. „Ich bin froh, dass wir nicht noch das vierte Gegentor gefressen haben“, meinte Jacobsen, während Hungerecker mit dem Punkt nach 1:3-Rückstand sehr gut leben konnte.

1. FC Schinkel – TSV Stein 3:4

Wenige Minuten vor dem Ende der Partie sah der TSV Stein wie der sichere Sieger aus. Die Gäste lagen nach den Treffern von Marcel Blumenthal (6./FE), Dennis Lühr (35.), Timo Federwisch (52.), Aaron Laydorff (78.) sowie dem zwischenzeitlichen Ausgleich von Kevin Gebkart (22.) komfortabel mit 4:1 in Führung, doch dann sollte es noch einmal richtig spannend werden. Schinkel konnte innerhalb von nur zwei Minuten zwei Freistoßsituationen nutzen, die Moses Ogodogdo (85.) und Solomon Kwame Osei (86.) letztlich im Gehäuse des TSVS unterbrachten. Es folgte daraufhin eine hektische und turbulente Schlussphase. Die Gastgeber hatten nun Morgenluft gewittert und versuchten mit aller Vehemenz den Ausgleich zu erzwingen, doch auch der TSV Stein kam in der Schlussphase noch zu einigen guten Konterchancen, die sie jedoch nicht konsequent zu Ende spielten.

Was sagt ihr zum VfR Laboe?

Dobersdorfer SV – VfR Laboe 2:0

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Der Dobersdorfer SV bleibt auch im siebten Spiel in Folge ohne Niederlage und konnte dank der späten Treffer von Dennis Wedemann nun den sechsten Saisonsieg eintüten. „Es war ein rassiges, intensives und chancenreiches Derby. Beide Mannschaften haben läuferisch und kämpferisch alles gegeben“, bilanzierte Dobersdorf-Coach Thomas Matthies. Als ausschlaggebend machte er die Einstellung seiner Elf aus. „Auch wenn Laboe stets gefährlich war, so hatte ich insgesamt den Eindruck, dass wir den Dreier einen Tick mehr wollten“, sagte er. Spielentscheidend war nach Ansicht des DSV-Trainers noch nicht einmal die halbstündige Überzahl nach der Gelb-Roten-Karte für Laboes Darko Veselinovic, sondern vor allem die Leistung des Dobersdorfer Schlussmanns. „Beim VfR hat man zu keinem Zeitpunkt gemerkt, dass dort ein Mann weniger auf dem Feld stand. Den Dreier haben wir vor allem Yannick Teickner zu verdanken, der den Sieg erst ermöglicht hat“, so Matthies.