10. Februar 2021 / 20:43 Uhr

Der dritte Dreier in Folge! Grizzlys Wolfsburg schlagen die DEG mit 2:0

Der dritte Dreier in Folge! Grizzlys Wolfsburg schlagen die DEG mit 2:0

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Führungstreffer: Spencer Machacek (M.) brachte die Grizzlys Wolfsburg mit seinem Tor zum 1:0 auf die Siegerstraße.
Führungstreffer: Spencer Machacek (M.) brachte die Grizzlys Wolfsburg mit seinem Tor zum 1:0 auf die Siegerstraße. © Grizzlys Wolfsburg/City-Press GmbH
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Es war das zweite Spiel innerhalb von 48 Stunden für die Grizzlys Wolfsburg - und wieder ein Erfolg: Gegen die Düsseldorfer EG gab's mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0) den dritten Sieg in Serie.

Der Knoten scheint geplatzt: Die Grizzlys Wolfsburg bezwangen die Düsseldorfer EG mit 2:0 (0:0, 1:0, 1:0), siegten damit das dritte Mal in Folge nach 60 Minuten. In einem spannenden Spiel hielten die Wolfsburger einem DEG-Ansturm im zweiten Drittel stand, erarbeiteten sich drei weitere Zähler - die Play-Off-Plätze sind damit wieder in greifbarer Nähe.

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Grizzlys-Coach Pat Cortina setzte auf denselben Kader wie beim 4:3-Erfolg gegen die Fischtown Pinguins am Montag, Jordan Boucher sah also erneut als überzähliger Import zu. Im Tor stand wieder Dustin Strahlmeier.

Grizzlys Wolfsburg - Düsseldorfer EG.

Grizzlys Wolfsburg - Düsseldorfer EG. Zur Galerie
Grizzlys Wolfsburg - Düsseldorfer EG. © Boris Baschin

Viel Tempo, wenig Unterbrechungen

Wolfsburg begann gut, ließ zunächst nicht viel zu, hatte mehr Scheibenbesitz. Aber: Düsseldorf fand bald Lücken in der Grizzlys-Defensive, nach einer guten Schussmöglichkeit für Wolfsburgs Pekka Jormakka setzte DEG-Topscorer Daniel Fischbuch im Gegenzug den Puck an den Pfosten. Es entwickelte sich ein munteres Spiel mit viel Tempo und wenigen Unterbrechungen, eine davon war eine Strafe gegen Garrett Festerling wegen Stockschlags - die folgende Unterzahl überstanden die Grizzlys gegen eines der Top-Powerplays der Liga unbeschadet. Kurz vor Drittel-Ende parierte Strahlmeier dann eine weitere Großchance der DEG, auf Tore warteten beide Teams weiter.

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Den Mittelabschnitt begann Düsseldorf deutlich besser, setzte die Grizzlys in ihrer eigenen Zone fest, machte viel Druck. Den Grizzlys gelang kein Breakout, geschweige denn ein Torschuss - den ersten des Drittels gab es erst nach zehn Minuten. Direkt im Anschluss kassierte Phil Hungerecker zwei Minuten wegen Haltens, wieder blieben die Grizzlys aber ohne Gegentor - auch, weil Strahlmeier auf dem Posten war und eine Direktabnahme von Fischbuch glänzend parierte.

DEG mit Strafzeiten nicht einverstanden

Ein Powerplay für Wolfsburg im Anschluss war dann der Weckruf: Erst hatte Toto Rech eine Großchance, dann ließ Hendrik Hane einen Rebound eines satten Schusses von Max Görtz zu, Spencer Machacek drückte die Scheibe über die Linie. Das 1:0 - aus dem Nichts! In der Folge waren die Grizzlys deutlich präsenter als zuvor, nutzten ein weiteres Powerplay allerdings nicht. Mit den Strafzeiten war die DEG überhaupt nicht einverstanden, bevor es in die Kabine ging, diskutierten mehrere Spieler mit den Referees. Marco Nowak und Fischbuch hatten jeweils wegen Haltens auf die Strafbank gemusst.

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Zweiter Saison-Shutout für Strahlmeier

Bis zum Beginn des Schlussdrittels war der Unmut aber verflogen, der finale Spielabschnitt begann recht verhalten. Beide Teams zeigten sich immer wieder mal, so viel Fahrt wie zuvor hatte die Partie aber nicht. Trotzdem durfte Wolfsburg wieder jubeln: Ryan Button versuchte einen Bauerntrick, die Scheibe gelangte vorm Tor zu Machacek und von dort im Gewühl irgendwie zu Hungerecker - der versenkte zum 2:0. Fast wäre wenig später sogar das 3:0 gefallen, Julian Melchioris Schlenzer wurde vorm Tor von Mathis Olimb abgefälscht, Hane reagierte im DEG-Kasten aber gut.

Ein weiteres Unterzahlspiel nach einer Strafe gegen Olimb konnten die Grizzlys dann erneut ohne Gegentor abwehren, Düsseldorf gelang auch dann kein Treffer, als Hane gut zwei Minuten vor Schluss für einen Extra-Angreifer das Eis verließ. Wolfsburg bejubelte den dritten Sieg in Serie, bei dem sogar die Null stand. Das hatte es in der laufenden Saison erst einmal gegeben - beim 1:0 im Penaltyschießen gegen die Eisbären Berlin am zweiten Spieltag. Auch damals hatte Strahlmeier im Kasten gestanden, der gebürtige Gelsenkirchener feierte seinen zweiten Saison-Shutout, in seiner Karriere war's der insgesamt zehnte.

Grizzlys-Coach Cortina überrascht

Cortina war angetan von der Leistung seines Teams: "Im zweiten Drittel war Düsseldorf ganz stark, aber wir haben viele Schüsse geblockt, in den richtigen Momenten die Pass-Bahnen geschlossen. Und wir haben einen Weg gefunden, keine Nachschuss-Chancen zuzulassen", freute sich der 56-Jährige. Der Coach war überrascht, dass sein Team trotz des vollen Kalenders (zweites Spiel innerhalb von drei Tagen) so viel Energie hatte. "Ich hätte gedacht, dass wir nach dem zweiten Drittel vielleicht etwas müde wären, aber wir haben mit Elan gespielt, waren schnell und kompakt, haben das zweite Tor gemacht."

Lob für Strahlmeier

Ein Tor steuerte Hungerecker zum Sieg bei, der 26-Jährige hob aber vor allem einen Teamkollegen hervor. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, müssen Strahli loben - er hat uns im Spiel gehalten, besonders im zweiten Drittel", so Hungerecker. Der Goalie selbst fand wiederum die Defensiv-Leistung seiner Mitspieler stark. "Das erste Drittel war relativ ausgeglichen, im zweiten hat Düsseldorf mehr von seiner Geschwindigkeit gezeigt. Wir haben ihre Überzahl-Situationen aber super gekillt und auch im letzten Drittel solide gestanden, gut verteidigt und Schüsse geblockt", freute sich der Schlussmann.

Statistik

Grizzlys: Strahlmeier - Melchiori, Raabe; Button, Likens; Möser, Bruggisser - Görtz, Järvinen, Furchner; Machacek, Festerling, Hungerecker; Jormakka, Olimb, Rech; Nijenhuis, Pfohl, Adam.

DEG: Hane - Nowak, Ebner; Jensen, Cumiskey; Zanetti, Geitner - Flaake, Barta, Kammerer; Fischbuch, Olimb, Alanov; From, Carey, Karachun; Ehl, Eder, Jahnke.

Schiedsrichter: Iwert/Schrader. - Strafminuten: Wolfsburg 6 / Düsseldorf 4.

Tore: 1:0 (33:45) Machacek (Görtz/Button - 5:4), 2:0 (45:04) Hungerecker (Machacek/Button).