08. Oktober 2019 / 12:29 Uhr

Der Eckernförder SV entfernt sich weiter vom rettenden Ufer

Der Eckernförder SV entfernt sich weiter vom rettenden Ufer

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Nichts zu holen für den ESV: Der Zweikampf zwischen dem Bordesholmer Jasper Bandholt (li.) und dem Eckernförder Julian Zülsdorff endete am Boden.
Nichts zu holen für den ESV: Der Zweikampf zwischen dem Bordesholmer Jasper Bandholt (li.) und dem Eckernförder Julian Zülsdorff endete am Boden. © Reinhard Gusner
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Die Vorzeichen standen gar nicht gut. Der Tabellenletzte gegen den fünften der Fußball-Oberliga. Eckernförder SV gegen den Oldenburger SV – das Duell der Gegensätze. Die Rollen waren vor dem elften Spieltag klar verteilt.

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Aus den Reihen des OSV war zu hören, dass man selbst der klare Favorit sei. Schließlich sei der ESV ja schon so gut wie abgestiegen. Eine Aussage, die die Schwarz-Weißen am Bystedtredder mit einem Stirnrunzeln zur Kenntnis nahmen. „Fast abgestiegen? Es gibt doch noch 60 Punkte zu holen“, antworteten die Eckernförder auf ihrer offiziellen Facebook-Seite. Das Ergebnis am Sonntag? Eindeutig, 4:1-Auswärtssieg für den Oldenburger SV. Doch so deutlich das Endergebnis auch sein mag, den Spielverlauf spiegelt es nicht wider. Der Eckernförder SV war die klar bessere Mannschaft mit der besseren Spielanlage.

Haberlag: „Wenn ich das Ergebnis ausblende, bin ich sehr zufrieden.“

Da konnte sich selbst ESV-Trainer Maik Haberlag eine kleine Spitze gegen die Oldenburger nicht verkneifen. „Ganz ehrlich, den Favoriten habe ich hier heute nicht gesehen“, sagte er in dem Wissen, dass sein Team über 90 Minuten alles hineinwarf. „Wenn ich das Ergebnis ausblende, bin ich sehr zufrieden. Wir müssen positiv bleiben“, betont Haberlag. Vor allem in den ersten 45 Minuten zeigten seine Schützlinge eine engagierte und mutige Leistung. Die Schwarz-Weißen spielten Offensivfußball und kamen zu zahlreichen guten Möglichkeiten. Doch es ist Woche für Woche das selbe alte Lied: Von teils hundertprozentigen Torchancen wurde keine verwertet.

Stattdessen ging der Gegner mit dem zweiten Torschuss in Front. Doch der ESV schüttelte sich kurz und gab sich nicht auf. Ole Altendorf sorgte noch vor dem Pausenpfiff für den zwischenzeitlichen Ausgleich – endlich mal ein gutes Timing der Eckernförder. Das weiß auch Haberlag zu schätzen. „Es ist uns gelungen, mal nicht mit einem Rückstand, sondern mit einem Unentschieden in die Halbzeit zu gehen. Dieses Lernziel haben wir auf jeden Fall erreicht“, lobte er. Sein Team machte jedoch abermals eine starke Leistung durch Fahrlässigkeiten in der Defensivarbeit zunichte und musste im zweiten Durchgang die Gegentreffer 37, 38 und 39 hinnehmen.

Abstand zum rettenden Ufer ist auf elf Zähler angewachsen

Dennoch sahen die Zuschauer in der Stadtwerke Arena ein gutes Oberliga-Spiel, in welchem der ESV erneut mithalten konnte. Dass in Eckernförde ein Abstiegskandidat und Aspirant auf einen sicheren Mittelfeldplatz aufeinandertrafen, war nicht zu erkennen. „Wir sind keine normale Mannschaft, die nach elf Spieltagen mit einem Punkt dasteht. Das Klischee des sicheren Absteigers erfüllen wir nicht. Ich denke auch, dass Oldenburg nicht damit gerechnet hat, dass wir so eine spielerisch starke Mannschaft sind“, so Haberlag. Aber: Am Ende steht es schwarz auf weiß: 1:4, wieder keine Punkte. Noch immer befindet sich der ESV auf dem letzten Tabellenplatz. Der Abstand zum rettenden Ufer ist auf elf Zähler angewachsen. Doch 57 Punkte sind in dieser Saison noch zu holen.

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Eckernfördes Ole Altendorf (am Ball) wird von Coskun Yamak an der Kieler Strafraumgrenze gebremst. Zur Galerie
Eckernfördes Ole Altendorf (am Ball) wird von Coskun Yamak an der Kieler Strafraumgrenze gebremst. ©
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