14. Mai 2019 / 13:50 Uhr

Der Eckernförder SV besiegt Gettorf mit 3:1 und träumt vom Aufstieg

Der Eckernförder SV besiegt Gettorf mit 3:1 und träumt vom Aufstieg

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Der Anblick täuscht: Jan-Ole Jürgensen (ESV, Mitte) kommt gegen die Gettorfer Constantin Westphal und Kevin Link (von links) nur in dieser Szene ins Straucheln. Jannes Mohr (rechts) ist zur Stelle.
Der Anblick täuscht: Jan-Ole Jürgensen (ESV, Mitte) kommt gegen die Gettorfer Constantin Westphal und Kevin Link (von links) nur in dieser Szene ins Straucheln. Jannes Mohr (rechts) ist zur Stelle. © Uwe Paesler
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Der Altkreis war Jahre lang in rot-weißer Hand. Wenn der Gettorfer SC auf den Eckernförder SV traf, war für die Mannen vom Bystedtredder nichts zu holen. Der GSC war einfach zu stark, eine Nummer zu groß. Wie groß der Abstand zwischen beiden Teams noch in der vergangenen Saison war, konnte man an den Ergebnissen deutlich ablesen: Mit zwei 5:0-Siegen ließen die Rot-Weißen den Schwarz-Weißen nicht die geringste Chance. „Die letzte 0:5-Pleite im März 2018 habe ich hier in Gettorf gesehen. Spätestens in der zweiten Halbzeit hatte man gemerkt, dass der GSC doch deutlich besser war“, erinnert sich ESV-Trainer Maik Haberlag. Es war ein Klassenunterschied.

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Doch seitdem hat sich beim Eckernförder SV viel getan. Haberlag ist mittlerweile kein Zuschauer mehr, sondern steht als Cheftrainer des ESV an der Seitenlinie und hat aus einem Abstiegskandidaten eine Top-Mannschaft der Fußball-Landesliga Schleswig geformt. „Wir haben punkttechnisch, aber vor allem spielerisch gut aufgeholt“, so der Eckernförder Coach, der mit seinem Team am vergangenen Freitagabend den ersten Derbysieg seit der Saison 2011/2012 feierte. Mit 3:1 bezwang der ESV die Konkurrenz aus Gettorf. „Wir haben lange drauf warten müssen. Daher schreibe ich dem Sieg einen hohen Stellenwert zu“, erklärt Haberlag.

Dank des Erfolgs im Derby schnuppern die Eckernförder weiter am Aufstieg in die Oberliga. Nach dem 28. Spieltag befindet sich der ESV mit 51 Zählern auf Tabellenrang drei. Ein Platz, der bereits für den direkten Oberliga-Aufstieg berechtigen würden. Warum? Der TuS Jevenstedt, der mit vier Punkten Vorsprung auf dem zweiten Platz rangiert, will definitiv nicht aufsteigen. Der ESV würde also aufrücken. Dank der Nichtmeldung des Oberligisten NTSV Strand 08 steigen ohnehin die beiden besten Mannschaften der Landesliga direkt auf, während der Drittplatzierte in die Relegation muss. „Natürlich ist das eine schöne Momentaufnahme. Aber wir gucken nur auf das nächste Spiel“, betont der ESV-Coach, der mit seinem Team am kommenden Sonntag (15 Uhr) vor heimischem Publikum auf den MTSV Hohenwestedt trifft. „Wir wollen in der Heimtabelle Zweiter werden. Darauf liegt erst mal der Fokus“, betont er. Dass sich Haberlag keine Kampfansagen entlocken lässt, erklärt er nüchtern: „Wir müssen einfach wissen, wo wir herkommen.“

Trotz der Niederlage im Derby ist der Oberliga-Aufstieg für den Gettorfer SC noch längst nicht vom Tisch. Während sich beim Eckernförder SV seit der vergangenen Saison viel getan hat, ist in Gettorf alles beim Alten geblieben: Der GSC ist noch immer eine Spitzenmannschaft der Landesliga. Nicht umsonst waren die Rot-Weißen bis zu diesem Spieltag das beste Rückrundenteam der Staffel. Dank dieser beeindruckenden Rückserie, in der die Rot-Weißen starke 27 Punkte einfuhren, steht der GSC nun auf Rang fünf – in Schlagdistanz zu den Aufstiegsrängen. Der Viertplatzierte TSV Nordmark Satrup ist lediglich zwei Zähler entfernt. Sechs Punkte sind im Saisonendspurt noch zu vergeben - alles ist möglich. „Das haben wir uns dank dieser Rückrunde hart erarbeitet“, lobt GSC-Trainer Christian Schössler, der an der zweiten Derbyniederlage in diesem Jahr jedoch deutlich zu knabbern hatte. „Es war ähnlich wie im Hinspiel: Wir haben vorne die Möglichkeit, den Ausgleich zu erzielen, laufen dann aber in den Konter und kriegen den Elfmeter zum 1:3. Das ist extrem bitter.“

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