27. April 2018 / 08:21 Uhr

Der Eckernförder SV will den nächsten Dreier

Der Eckernförder SV will den nächsten Dreier

Jürgen Griese
Kieler Nachrichten
Nach beruflich bedingter Abwesenheit mischt der ESVer Franz Philip Tuchen (rechts) wieder mit, wenn es morgen gegen den FC Kilia Kiel geht.
Nach beruflich bedingter Abwesenheit mischt der ESVer Franz Philip Tuchen (rechts) wieder mit, wenn es morgen gegen den FC Kilia Kiel geht. © Griese
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ESV-Coach Dohrn möchte einen Meilenstein zum Klassenerhalt setzen.

Ausgeruhter als viele Konkurrenten geht der Gettorfer SC morgen ins Spitzenspiel gegen die Husumer SV, um sich im unverändert packenden Rennen um Platz zwei der Fußball-Landesliga Schleswig eine gute Ausgangsposition für den Monat Mai zu verschaffen. Besonderer Reiz: Die Gäste reisen mit der Empfehlung an, vorgestern Spitzenreiter TSV Kropp die erste Saisonniederlage zugefügt zu haben.

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Gettorfer SC – Husumer SV (Sbd., 15 Uhr)

Über Monate belegte der Gettorfer SC Platz eins der Tabelle und befand sich auf direktem Kurs in Richtung Oberliga. Doch die letzten Spieltage ließen all das ins Wanken geraten: Zum einen gewann die Konkurrenz überwiegend ihre Nachholspiele, zum anderen spielten und spielen ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt personelle Engpässe den Gettorfern üble Streiche. Daran ändert sich auch vor dem morgigen Gipfeltreffen nichts. „Es ist schon sehr schade, dass unsere erfolgreiche Saison gegen Ende so einen faden Beigeschmack erhält“, beklagt GSC-Trainer Christian Schössler auch morgen den Ausfall zahlreicher Stammspieler, wie Yannick und Niklas Wolf oder Finn Lühr, die vermutlich durch Lars Empen und Boy Bröckler Gesellschaft erhalten. Beide zogen sich beim 1:3 in Bordesholm schmerzhafte Zerrungen zu und müssen wohl passen. Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt befindet sich der Gegner offenbar in Topform. Dafür spricht der 2:0-Heimsieg über den TSV Kropp, der die Gäste wie den GSC auf nun mehr 50 Punkte blicken lässt.

FC Kilia Kiel – Eckernförder SV (Sbd., 15 Uhr)

Drei Siege binnen einer Woche, die damit zur erfolgreichsten dieser Saison wurde, lassen den Eckernförder SV zuversichtlich zur von seinem Trainer Töns Dohrn zum Endspiel auserkorenen Partie gegen den Tabellennachbarn FC Kilia Kiel fahren. Ein von Torjäger Tim Schikorr (42., 90.+5) herausgeschossener Heimsieg über den Büdelsdorfer TSV brachte am Mittwoch acht Punkte zwischen die Eckernförder und ihren Gastgeber, ein dickes Polster, um den Sturz auf den Relegationsplatz zu vermeiden. So würde dem ESV in seinem 26. Saisonspiel ein Remis reichen, um denTraditionsklub zumindest auf Distanz zu halten. Aber die Kieler haben zwei Spiele weniger ausgetragen als ihr Gast, und deshalb fordert Dohrn den nächsten Dreier: „Mit einem Sieg würden wir einen Meilenstein in Richtung Klassenerhalt setzen“, sagt der ESV Coach, der auf Dirk Wallochny, Melvin Horstmann, Ole Altendorf, Nicolas Lietz und Lars Puphal verzichten muss. Dafür kehren Daniel Gerlach und Franz Philip Tuchen zurück.

Mehr zur Landesliga Schleswig

Die Bilder zum Topspiel der Landesliga Schleswig zwischen dem TSV Bordesholm und dem Gettorfer SC:

Der Bordesholmer Jan-Niclas Bräunling (re.) beobachtet, wie sein Teamkollege Tom Morschheuser (li.) den Gettorfer Boy Bröckler (mi.) stoppt. Zur Galerie
Der Bordesholmer Jan-Niclas Bräunling (re.) beobachtet, wie sein Teamkollege Tom Morschheuser (li.) den Gettorfer Boy Bröckler (mi.) stoppt. ©

TSV Altenholz – OTSV (Sbd., 14 Uhr)


So erfolgreich, wie in den vergangenen drei Begegnungen war der TSV Altenholz lange nicht. Einem Sieg in Heikendorf und dem 2:2 gegen Büdelsdorf ließ die Elf von Trainer Kristian Hamm am Mittwoch nach Toren von Kevin Bodendorf (34.) und Christian Olsiewski (45., 70.) einen 3:0-Sieg bei Schleswig 06 folgen und plant jetzt den nächsten Coup. „Wir wollen noch so weit wie möglich nach oben klettern“, verspricht TSV-Trainer Kristian Hamm und möchte gegen den Tabellensechsten aus Osterrönfeld mehr erreichen als das 1:1 im Hinspiel. Allerdings bleiben die personellen Voraussetzungen im gelb-schwarzen Lager unverändert schlecht. Gegen Schleswig 06 war es gar so arg, dass sich Hamm selbst auf die Bank setzen musste. So weit wird es gegen den OTSV nicht kommen, aber Stammspieler wie Lasse Jensen, Tim Netzel oder René Joswig fehlen natürlich an allen Ecken und Enden.