13. November 2021 / 09:37 Uhr

Der FC Kilia Kiel feiert den elften Sieg im elften Ligaspiel

Der FC Kilia Kiel feiert den elften Sieg im elften Ligaspiel

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Der Klausdorfer Driton Gashi wird vom Kilianer Berat Ayyildiz an der Mittellinie attackiert.
Der Klausdorfer Driton Gashi wird vom Kilianer Berat Ayyildiz an der Mittellinie attackiert. © Karsten Freese
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Zielstrebig nimmt der FC Kilia Kiel Kurs auf die Meisterschaft in der Fußball-Landesliga Mitte. Am Freitagabend feierte das Team von Kilia-Coach Nicola Soranno einen 1:0-Auswärtserfolg beim Tabellenzweiten TSV Klausdorf. Für den Ligaprimus war es der elfte Sieg im elften Ligaspiel. Der Spitzenreiter konnte damit den Vorsprung auf seinen Verfolger auf acht Zähler ausbauen und hat zudem noch eine Partie weniger ausgetragen.

Einen glänzenden Auftritt zeigte der Titelanwärter jedoch nicht. Dies lag vor allem an den Gastgebern, die eine große Leidenschaft an den Tag legten und den Kilianern kaum Möglichkeiten boten sich wie gewohnt zu entfalten. Den 400 Zuschauern wurde zwar eine spannende und umkämpfte Partie geboten, doch klare Torgelegenheiten sollten in den 90 Minuten überschaubarer Natur bleiben. In Halbzeit eins gab es im Grunde nur eine nennenswerte Torchance. Nach einer Flanke von Driton Gashi landete der darauffolgende Kopfball des Klausdorfer Marc Schwabe nur knapp über dem Gehäuse (26.). Kilia hatte spielerisch zwar etwas mehr zu bieten als der Kontrahent, doch erwähnenswerte Abschlüsse hatte dies nicht zur Folge.

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Ändern sollte sich dies jedoch drei Minuten nach dem Seitenwechsel. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte schalteten die Gäste schnell um. Jan-Matti Seidel spurtete über das halbe Feld, legte im Strafraum ab auf Julius Alt, der nicht mehr am Torerfolg gehindert werden konnte.

Trotz des neuen Spielstandes veränderte sich die Partie in ihrer grundlegenden Beschaffenheit nicht. Beide Teams suchten weiterhin intensiv die Zweikämpfe und infolgedessen kam es häufiger zu Unterbrechungen. Nach einem Foul an TSV-Stürmer Moshood Olamide Adesanya erhitzten sich kurzzeitig die Gemüter. Mit der Folge, dass Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz die gelbe Karte sah. Sein Co-Trainer Tímo Rosenfeld sah sogar den roten Karton, da dieser nicht nur seinen Unmut äußerte, sondern zudem noch eine Trinkflasche wegkickte.

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Auf dem Spielfeld blieben die Ereignisse weiter überschaubar. Tom Baller hätte jedoch für das 2:0 sorgen können, wenn er mit seinem Schuss nicht am glänzend reagierenden TSVK-Keeper Tobias Paulat gescheitert wäre (57.). Klausdorf hätte aber auch ausgleichen können, wenn Jonas Hillmers Abschluss nicht pariert worden wäre. (87.).

„Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, denn wir haben bewiesen, dass wir nicht nur in der Lage sind spielerisch zu glänzen, sondern auch kämpferisch überzeugen können“, bilanzierte Kilias Trainer Nicola Soranno.

Kilias Sportlicher Leiter Harry Witt sah in den Gastgebern den Grund dafür, warum sich die 90 Minuten so gestalteten: „Unser Sieg ist hochverdient und war ungefährdet. Klausdorf hat nichts für das Spiel getan. Deren Trainer hat seinen Spielern nur die Devise Kampf mit auf den Weg gegeben. Spielerisch kam von denen gar nichts. Sie haben 45 Bälle einfach nur nach vorne geschlagen, in der Hoffnung, dass irgendjemandem der Ball zufällig vor die Füße fällt.“

Klausdorfs Trainer Dennis Trociewicz kam in seiner Beurteilung der Partie hingegen zu einer gänzlich anderen Einschätzung:„Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft, die sicherlich einen Punkt verdient gehabt hätte. Marc Schwabe hätte treffen müssen und ein Elfmeter wurde uns zudem auch verwehrt. Darüber hinaus haben wir richtig gut verteidigt. Wenn hier eine Mannschaft enttäuscht hat, dann ist es der FC Kilia. Die hatten schließlich nur eineinhalb Torchancen und das ist sehr dürftig, wenn man bedenkt, dass das eine Truppe aus Regionalliga-Kickern ist. Aber am Ende schießt Geld dann doch die Tore.“

TSV Klausdorf: Paulat – Grossmann, Mi. Petersen, Beeck, Bossen (66./Fey), Znaniewicz (85./Ma. Petersen), Hakaj (85. Akgün), Hillmer, Schwabe, Gashi, Adesanya.

FC Kilia Kiel: Steiner – Ramo (72. Jakubowski), Foit, Gehrmann (65./Amponsah), Ayyildiz, Warncke, Yazgan, Alt, Baller, Petrick (86./Aouci), Seidel.


Schiedsrichter: Jannik Schneider (VfR Laboe) – Tor: 0:1 Alt (47.) – Zuschauer: 400.