22. Dezember 2019 / 15:54 Uhr

Der FC Kilia Kiel wurde seiner Favoritenrolle gerecht

Der FC Kilia Kiel wurde seiner Favoritenrolle gerecht

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Yannik Jakubowski (re.) leistete die Vorarbeit und Benjamin Petrick freut sich anschließend über seinen Treffer zum 1:0 gegen den TSV Stein.
Yannik Jakubowski (re.) leistete die Vorarbeit und Benjamin Petrick freut sich anschließend über seinen Treffer zum 1:0 gegen den TSV Stein. © Uwe Paesler
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Souverän nimmt der FC Kilia Kiel Kurs auf die Meisterschaft in der Fußball-Verbandsliga Ost. Das Team von Coach Steve Frank führt die Tabelle klar mit elf Punkten Vorsprung vor dem TSV Plön an und konnte aus den 19 Spielen vor der Winterpause 49 Punkte einfahren. Ein Spitzenwert, der in den Vorjahren weder vom SVE Comet Kiel (44), noch von der SpVg Eidertal Molfsee (31), dem Team von Inter Türkspor Kiel (41) und auch nicht von der TSG Concordia Schönkirchen (43) erreicht wurde.

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Noch beeindruckender ist das Torverhältnis von 85:20, das von den zuvor genannten Teams keines auch nur ansatzweise erzielt wurde. Hauptverantwortlich für die Torflut waren in erster Linie Benjamin Petrick und Yannik Jakubowski, die mit jeweils 23 Torerfolgen insgesamt mehr als die Hälfte aller Kilia-Tore erzielten. Doch auch Jonas Schäfer (10), Viktor Dragusha (6), Tom Wüllner (4), Okan Erkocu (4) und Franko Milbradt (4) brachten mit ihren Treffern zum Ausdruck, dass sich die Offensivpower der Kilianer längst nicht nur auf das Duo Petrick/Jabubowski beschränkt.

Fakt ist, dass der Spitzenreiter seine für diese Spielklasse überragende Qualität deutlich unter Beweis stellte, was sich unter anderem auch an den Resultaten ablesen lässt. Auf eigenem Platz wurden mit Ausnahme des 1:1 gegen den Preetzer TSV alle Spiele gewonnen, auswärts gab es lediglich Punktverluste bei der FSG Saxonia (4:5) und beim TSV Plön (2:4). Kleine Schönheitsfehler, die die Kilianer jedoch gerne vermieden hätten. „Beide Niederlagen waren komplett unnötig, und auch die bisher kassierten 20 Gegentore sind eigentlich zu viel“, sagt Kilias Sportlicher Leiter Harry Witt, der zugleich aber Verständnis hat für sein Team: „Wir haben einen komplett neuen Kader zusammengestellt. Das sind zwar alles überragende Individualisten, aber auch uns ist nicht verborgen geblieben, dass es bei uns im Zusammenspiel noch Defizite gibt, die man nicht leugnen kann. Aufgabe unseres Trainerteams muss es nun sein, dass sich unsere Spieler auf dem Rasen und auch außerhalb des Spielfeldes zu einer Mannschaft finden.“

Zu dieser gehören künftig auch Defensivakteur Teyi Lawson-Body sowie die Offensivspieler Ramyar Aszad Ismael Ismail und Steve Sam, 33-jähriger Bruder des fünffachen deutschen Nationalspielers Sidney Sam. Das Trio war zuletzt für Inter Türkspor Kiel aktiv. Vierter im neuen Kilia-Bunde ist Fynn Gerlach, der zuletzt für den Landesligisten Gettorfer SC auflief. „Wir mussten unseren Kader ergänzen, schließlich haben uns auch einige Spieler verlassen. Außerdem hat die jüngere Vergangenheit gezeigt, dass wir nicht von Langzeitverletzungen verschont bleiben. Nun haben wir eine schlagkräftige Mannschaft beisammen und müssen im nächsten Sommer nicht zwingend neue Spieler verpflichten“, so Witt. Nicht mehr zum FC-Team gehören Enis und Veton Hodaj sowie Marcel Schwantes, der zum VfR Laboe gewechselt ist.

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Erfolgreiche Torvorbereitung: Yannik Jakubowski (mi.) lässt Steins Jannik Schmid-Lürsdorf aussteigen, steuert auf TSV-Keeper Riko Wesorra zu und spielt den Ball zurück. Zur Galerie
Erfolgreiche Torvorbereitung: Yannik Jakubowski (mi.) lässt Steins Jannik Schmid-Lürsdorf aussteigen, steuert auf TSV-Keeper Riko Wesorra zu und spielt den Ball zurück. ©

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