26. März 2020 / 17:32 Uhr

Der FC Kremmen "plant mit angezogener Handbremse" das Jubiläum

Der FC Kremmen "plant mit angezogener Handbremse" das Jubiläum

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
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FCK-Vereinsvorsitzender Mathias Mrosewski (links) pflanzte vor kurzem eine Roteiche für 100 Jahre Fußball auf dem Kremmener Sportplatz. © Verein
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Fußballkreis Oberhavel/Barnim: Der Verein begeht am 9. Juli 2020 seinen 100. Geburtstag. Der Rahmen der Feierlichkeiten ist aufgrund der Einschränkungen um das Coronavirus aber noch offen.

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Der Countdown läuft. In diesem Jahr wird der FC Kremmen 100 Jahre alt. Denn am 9. Juli 1920 wurde der Verein einst gegründet. Für das besondere Datum hatten die Vereinsverantwortlichen um den Vorsitzenden Mathias Mrosewski einiges auf dem Schirm. „Wir planen mit angezogener Handbremse“, sagt nun der Vereinschef, der erst vor knapp vier Wochen auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des Vereins in sein Amt wiedergewählt wurde. Das aktuell grassierende Coronavirus macht auch dem Verein aus Kremmen einen Strich durch die Rechnung bei der Jubiläumsplanung. „Es ist aktuell nicht einfach, etwas vorzubereiten, da keiner weiß, wie sich die Lage in den kommenden Wochen entwickelt und was die nächsten behördlichen Maßnahmen sind“, so Mrosewski.

Zwei Kastanienbäume bildeten zu Beginn ein Tor


Anfangs wurde auf dem alten Turnplatz am Schlossdamm in Kremmen gespielt, wo zwei mächtige Kastanienbäume das Tor bildeten. Ohne Sinn und Ziel wurde zunächst drauf los geschossen. Aber im August 1920 fand das erste Fußballspiel auf „Freiers Wiese“ statt, das mit 0:11 verloren ging. Mittlerweile hat sich das Bild komplett gewandelt und der Verein, rund 300 Mitglieder sind in dessen Reihen, hat sich einen schmucken Sportplatz mit sehr guten Bedingungen zum Fußballspielen in der Straße der Einheit geschaffen. Immerhin schickt der FCK in der laufenden Saison zwölf Mannschaften in den verschiedenen Wettbewerben an den Start. Neben zwei Herrenteams, die in der Kreisoberliga des Fußballkreises Oberhavel/Barnim sowie in der 1. Kreisklasse West kicken, gibt es in Kremmen noch eine Ü45-Mannschaft sowie neun Nachwuchsteams – teilweise eigenständig oder in einer Spielgemeinschaft mit anderen Clubs.

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Damit sind die Kremmener im Jubiläumsjahr gut aufgestellt. „Sportlich heißt es natürlich, den Klassenerhalt für die Erste in der Kreisoberliga zu schaffen. Das ist das Ziel“, so Mrosewski, der in seine mittlerweile dritte Amtszeit als Vereinsvorsitzender geht. Die steht in diesem Jahr vor allem im Zeichen des Jubiläums. „Da steckt schon sehr viel Tradition dahinter, die wir fortführen wollen“, so der 40-Jährige. Ursprünglich war gleichzeitig eine ganze Reihe von Festveranstaltungen geplant – diese sollten vom 9. bis 12. Juli 2020 gehen.

„Aktuell ist es schwer, das zu planen oder zu organisieren. Wir werden mit unseren Feierlichkeiten auf alle Fälle in Kremmen bleiben und wollen etwas rund um den Sportplatz aufstellen“, sagt der Vereinschef. Einzig an der Vereinschronik arbeiten die Vereinsverantwortlichen in diesen Tagen schon sehr fleißig. Denn während die ersten 85 Jahre des Vereins gut dokumentiert sind, muss sich vor allem um die letzten 15 Jahre gekümmert werden. „Egal, was dann passiert. Wir haben schon mal eine gute Aufarbeitung unserer Vereinsgeschichte“, so Mrosewski.

Um die Geschichte des Vereins auch in der Zukunft weiter zu dokumentieren, wurde jüngst eine Roteiche auf dem Sportgelände im Rahmen einer Stadtaktion gepflanzt – inklusive Messingplatte mit Aufdruck. „Das ist ein schönes Andenken, an das man sich zurückerinnern kann“, äußert sich der 40-Jährige, der in diesen nicht einfachen Tagen gleichzeitig die Arbeit von FCK-Kreisoberliga-Trainer Oliver Dölling lobt. „Not macht dann eben doch erfinderisch.“ Denn per Videokonferenz von daheim aus sollen sich die Spieler gemeinsam weiter fit halten und trainieren. Aktuell ist die Saison – wie für die restlichen Mannschaften – in der Kreisoberliga nur ausgesetzt und die Kremmener stehen mit sieben Punkten aus den bisherigen 17 Saisonpartien auf dem letzten Tabellenplatz. Wie alle im Verein hofft auch Mrosewski auf eine Fortführung der Spielzeit und einen tollen 100. Vereinsgeburtstag. Bis dahin werden weiter die Tage runtergezählt. Lange ist es schließlich nicht mehr hin.

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