23. März 2018 / 11:11 Uhr

Der Gettorfer SC geht als Favorit in Derby

Der Gettorfer SC geht als Favorit in Derby

Jürgen Griese
Kieler Nachrichten
Drei gegen einen: In einem der letzten Duelle sah sich der ESVer Jan-Ole Jürgensen (Mitte) mit Yannick Wolf, Lennart Gravert und Lars Empen (von links) einer Gettorfer Übermacht gegenüber.
Drei gegen einen: In einem der letzten Duelle sah sich der ESVer Jan-Ole Jürgensen (Mitte) mit Yannick Wolf, Lennart Gravert und Lars Empen (von links) einer Gettorfer Übermacht gegenüber. © Griese, Jürgen (jg)
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Schössler-Elf emfängt den ESV- Altenholz trifft auf Bordesholm

Wieder einmal ist Derbyzeit – diesmal in Gettorf: Am Sonnabend um 15 Uhr empfängt der Gettorfer SC als Spitzenreiter der der Fußball-Landesliga Schleswig den Nachbarn Eckernförder SV. Der TSV Altenholz erwartet eine Stunde zuvor den TSV Bordesholm.

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Gettorfer SC – Eckernförder SV (Sbd., 15 Uhr)

Selten zuvor schienen die Rollen vor diesem Duell dermaßen klar verteilt zu sein, wie vor der morgigen Partie. Hier die gut austrainierten, aufgrund ihres Kunstrasenplatzes vom Winterkaum beeinträchtigten und seit geraumer Zeit die Tabelle anführenden Gastgeber, dort der Eckernförder SV, der in dieser Woche erstmals wieder so etwas wie ein reguläres Training abhalten konnte.

„Ganz ernsthaft: In dieser Woche haben wir auf unserem Trainingsplatz erstmals wieder etwas spielen können“, sagt ESV-Trainer Töns Dohrn, der den Derbygedanken übrigens ebenso weit beiseite schieben möchte, wie sein Gegenüber Christian Schössler. „Ehrlich gesagt ist es mir ganz egal, welche Bedeutung das Spiel für andere haben mag. Für uns zählt momentan nur jeder Punkt gegen den Abstieg. Egal, gegen wen wir den holen“, erklärt der ESV-Trainer. Schössler formuliert es fast wortgetreu genauso: „Wir wollen oben bleiben. Da zählen nur drei Punkte, ob es nun ein Derby ist oder nicht.“

Dabei möchten die Gettorfer ihre zuletzt imponierende Serie gegen den alten Konkurrenten natürlich gerne ausbauen. In den letzten drei Derbys blieb der ESV nicht nur ohne Punkt, sondern sogar ohne Tor: 5:0, 4:0 und 2:0 endeten die jüngsten Duelle jeweils zu Gunsten des rot-weißen Lagers, das auch diesmal die besseren Karten in den Händen zu halten scheint. Lassen sich die GSC-Ausfälle Tim-Marten Wick und Finn Lühr noch auffangen, sehen sich die Gäste größeren Problemen gegenüber. Zum einen fehlt dem Tabellenzwölften mit Tim Schikorr sein mit 14 Treffern erfolgreichster Torschütze, zum anderen muss der dienstlich verhinderte Daniel Gerlach ersetzt werden. „Das ist für uns eine Katastrophe“ stöhnt Dohrn, der nun aber die zweite Reihe in die Pflicht nehmen will. „Nun müssen andere zeigen, was sie drauf haben. Das Ganze kann ja auch einen positiven Effekt nach sich ziehen.“

Schössler sieht noch einen weiteren Grund, aus dem mit den Eckernfördern zu rechnen sein könnte. „Für meinen Kollegen Dohrn ist es das letzte Derby gegen uns. Da werden sicher alle Eckernförder den Ehrgeiz entwickeln, diesmal etwas Zählbares mitnehmen zu wollen“, sagt er und ist weit davon entfernt, an einen Selbstgänger zu denken. An der Favoritenrolle seiner Mannschaft indes ändert dies nichts. Und natürlich schiebt auch Dohrn dem Gastgeber diese Rolle gern zu: „Für uns ist das Spiel in Gettorf ein Bonusspiel, das wir nicht unbedingt gewinnen müssen. Für uns zählen in den nächsten Wochen die direkten Vergleiche gegen Teams wie Schleswig, Löwenstedt oder Geest.“


Das Amateurspiel der Woche im KN-Sportbuzzer: Am Sonnabend ab 20 Uhr sehen Sie die Zusammenfassung des Kreisderbys zwischen dem Gettorfer SC und dem Eckernförder SV inklusive Stimmen zum Spiel unter www.sportbuzzer.de/kiel.

TSV Altenholz – TSV Bordesholm (Sbd., 14 Uhr)

Nur in der Außenseiterrolle befindet sich der Gastgeber, wenn er den Tabellendritten zu Gast hat. Die Elf von Trainer Björn Sörensen darf sich verstärkt Hoffnungen auf den Titelgewinn machen, seit sie am vergangenen Wochenende im einzigen Spiel der Liga die Spitzenbegegnung gegen den Osterrönfelder TSV mit 4:2 für sich entschied und damit näher an die vor ihr liegenden Gettorfer SC und TSV Kropp heranrückte. Für die im Hinspiel etwas überraschend mit 2:0 siegreichen Altenholzer geht es indes darum, endlich Tritt zu fassen im Jahr 2018 und schnellstmöglich in den Rhythmus zu kommen. Bisher jedenfalls ist die Truppe von Trainer Kristian Hamm in diesem Jahr noch nahezu ohne Spielpraxis, mehr als zwei Test- und ein Punktspiel wollten ihr Wetter-und Platzverhältnisse nicht gestatten. Dass das zweite Pflichtspiel des Jahres dem TSV Altenholz nach dem TSV Kropp(0:5) nun sofort die nächste Spitzenmannschaft präsentiert, ist eine Laune des Spielplans, mit der es nun fertig zu werden gilt.

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