14. August 2019 / 11:51 Uhr

Der Hertha BSC-Check vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den FC Bayern

Der Hertha BSC-Check vor dem Bundesliga-Auftakt gegen den FC Bayern

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Ante Covic
Beerbte Pal Dardai bei Hertha BSC: Ante Covic © Soeren Stache
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Bundesliga: Hertha BSC eröffnet am Freitagabend beim FC Bayern München die neue Bundesliga-Saison – der SPORTBUZZER beleuchtet vor dem Saisonstart die wichtigsten Themen rund um die Berliner.

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Neuer Trainer, neuer Rekordeinkauf und alter Kapitän: Hertha BSC steht vor einer überaus spannenden Fußball-Bundesligasaison, in welche die Berliner am Freitagabend (20.30 Uhr, ZDF) beim Rekordmeister Bayern München starten.

Der Trainer: Es war nicht die große Lösung, die Hertha-Manager Michael Preetz mit Ante Covic als Nachfolger von Pal Dardai präsentierte, aber eine logische. Der Kroate hat den Hertha-Stallgeruch, war insgesamt elf Jahre als Spieler im Verein und fast genauso lange Trainer in der Jugend und der U23. Dabei schlug dem 43-Jährigen nicht wenig Skepsis entgegen. In seiner Zeit als Profi war er nicht immer mit der vollsten Ernsthaftigkeit bei der Sache, das gab er bei seiner Präsentation unumwunden zu: „Ich hätte mit Sicherheit aus meiner Spielerkarriere mehr machen können. Hätte ich damals diesen nötigen Fleiß oder diesen Arbeitswillen gehabt, den ich jetzt als Trainer besitze, wäre es mit Sicherheit anders gelaufen.“

In Bildern: Der Werdegang von Ante Covic.

Der Werdegang von Ante Covic in Bildern. Zur Galerie
Der Werdegang von Ante Covic in Bildern. © dpa, Jan Kuppert
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Dieser Makel scheint ein innerer Antrieb bei Covic zu sein, seine Motivation überträgt sich spürbar auf die Mannschaft. Das Image des Menschenfängers, der seine Mitstreiter für eine Sache begeistern kann, trifft auf Covic sehr gut zu. Doch der stets höflich und freundlich auftretende Fußballlehrer kann auch anders. Spieler, die nicht mitziehen, staucht er auch schon mal lautstark auf dem Trainingsplatz zusammen. Ob Covic den Sprung aus der Regionalliga in die Bundesliga packt, wird sich erst im Laufe der Saison zeigen, doch der Start ist ihm zumindest schon einmal geglückt.

Die Vorbereitung: Das zeigte sich auch meist in den Ergebnissen. Gegen Crystal Palace gab es im letzten Testspiel der Vorbereitung ein starkes 4:0, im DFB-Pokal zogen die Berliner durch ein souveränes 5:1 gegen den Regionalligisten VfB Eichstätt in die zweite Runde ein.

Die Spielweise: Covic denkt deutlich offensiver als sein Vorgänger Dardai. Während der Ungar meist auf Sicherheit bedacht war, predigt Covic lieber Offensivfußball, wie er ihn schon in der Regionalliga spielen ließ. Als bevorzugtes Spielsystem hat sich das 4-3-3 herauskristallisiert. „Unser neuer Trainer versucht, spielerische Lösungen für Situationen zu finden. Das gefällt mir gut. Allgemein kommt das Spielsystem allen Offensivkräften zu Gute“, sagt Stürmer Davie Selke über den neuen Fokus auf den Angriff.

Der Kader: Klotzen statt Kleckern lautete in diesem Sommer die Devise von Hertha-Manager Preetz. Grund dafür war zum einen das frische Geld (125 Millionen Euro) von Investor Lars Windhorst, zum anderen nahmen die Berliner gut 20 Millionen Euro durch den Verkauf von Valentino Lazaro zu Inter Mailand ein. Die hat Hertha BSC komplett in die Verpflichtung des Belgiers Dodi Lukebakio gesteckt, der vom englischen Erstligisten FC Watford kommt und vergangene Saison als Leihspieler zehn Tore für Fortuna Düsseldorf schoss. „Jeder, der die Bundesliga in der vergangenen Saison verfolgt hat, hat mitbekommen, wie gut Dodi ist“, sagt Preetz über den neuen Rekordeinkauf. Dazu bereichern Eduard Löwen (7 Millionen Euro, 1. FC Nürnberg), Daishawn Redan (2,5 Millionen Euro, FC Chelsea U23), Innenverteidiger Dedryck Boyata (ablösefrei, Celtic Glasgow) und Marko Grujic (Leihe, FC Liverpool) den Kader der Berliner. Der ist damit noch einmal breiter und besser aufgestellt als in der Vorsaison, auch wenn der Ludwigsfelder Arne Maier zunächst noch verletzt (Innenband) fehlen wird.

Aktuelles von Hertha BSC

Die Startelf: Der 20-Jährige war in der Vorsaison im zentralen Mittelfeld gesetzt, gegen München kommt ein Einsatz zu früh. Grujic ist im zentralen Mittelfeld gesetzt, Lukebakio könnte im Gegensatz zum Pokal in die Startelf rücken.

Das Saisonziel: Offiziell bekanntgegeben haben die Berliner das Saisonziel noch nicht. „Wir haben eine Menge Potenzial und Ambitionen, hier in der Hauptstadt kann etwas entstehen“, sagt Angreifer Davie Selke. Ein Platz unter den Top-8-Mannschaften muss bei diesem Kader der Anspruch sein.

Der Gegner: „Hertha BSC hat sich, finde ich, sehr gut verstärkt, sie haben einen ausgewogeneren Kader als im letzten Jahr. Deshalb glaube ich persönlich, dass Hertha gerade mit Ante einen Schritt nach vorne machen wird“, sagte Bayern-Coach Niko Kovac, der seinen kroatischen Landsmann noch aus Hertha-Zeiten kennt.

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