10. Dezember 2020 / 20:45 Uhr

Der Kapitän ist zurück: SC DHfK Leipzig siegt mit Milosevic gegen HSG Wetzlar

Der Kapitän ist zurück: SC DHfK Leipzig siegt mit Milosevic gegen HSG Wetzlar

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Alen Milosevic läutete am Donnerstag eine neue Phase im Duell gegen Wetzlar ein.
Alen Milosevic läutete am Donnerstag eine neue Phase im Duell gegen Wetzlar ein. © Christian Modla
Anzeige

Der Handballer des SC DHfK Leipzig haben gegen die HSG Wetzlar einen 32:28-Sieg eingefahren. Die Haber-Sieben hielt über 60 Minuten das Tempo hoch. Mit Kapitän Alen Milosevic starteten die Grün-Weißen buchstäblich durch.

Anzeige

Leipzig. Für das Heimspiel gegen die HSG Wetzlar hatte sich der SC DHfK Leipzig viel vorgenommen. Die schmerzhafte 22:30-Klatsche vom vergangenen Wochenende beim HC Erlangen wollten die Grün-Weißen unbedingt wettmachen und die zwei Punkte in der Messestadt behalten. Ihren mutigen Worten ließen die Leipziger Bundesligisten Taten folgen. Mit einem starken 32:28 (17:12) schickten die Sachsen ihre Gäste zurück in die Heimat.

Anzeige

Nach vier Bundesligaspielen war es am Donnerstag endlich soweit. Alle neun DHfK-Profis, die sich Ende Oktober mit dem Coronavirus angesteckt hatten, standen gegen Wetzlar wieder auf der Platte – zumindest beim Aufwärmen. Nun war es an Coach André Haber seine Spieler langsam wieder in den Bundesliga-Alltag einzugliedern. Für Linksaußen Marc Esche wäre der Sprung in den Kader wohl noch zu früh gewesen, er unterstützte das Team lediglich von den Rängen. Im Aufgebot der Leipziger standen dafür endlich wieder Kapitän Alen Milosevic und Torhüter Kristian Saeveras, die so lange auf ihre Rückkehr hatten warten müssen.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Leipziger Heimsieg

Die DHfK-Handballer haben in einem richtungsweisenden Spiel die HSG Wetzlar mit 32:28 besiegt. Zur Galerie
Die DHfK-Handballer haben in einem richtungsweisenden Spiel die HSG Wetzlar mit 32:28 besiegt. ©

Von Beginn an zeigten die Hausherren ein anderes Gesicht als gegen Erlangen. In der Abwehr standen die Grün-Weißen kompakt, verhinderten immer wieder Chancen und setzten ihren Torhüter Joel Birlehm in Szene. Der 23-Jährige fischte einen Ball nach dem anderen aus der Luft, hatte nach elf Minuten bereits fünf Paraden - inklusive verhindertem Strafwurf - auf dem Konto und ging mit über 40 Prozent gehaltenen Bällen in die Halbzeit. Doch trotz guter Abwehrarbeit und überragenden Keeper, schafften es die Sachsen nicht, ihre größte Schwäche vom vergangenen Samstag abzustellen. Ob beim Tempospiel, beim langsamen Aufbau oder beim Wurf auf das Tor, die DHfK-Männer machten zu viele technische Fehler. Längst hätten sie mit fünf Toren in Front liegen können, doch fanden sich nach knapp 18 gespielten Minuten in einem umkämpften 8:9 wieder.

Spannende Schlussphase

DHfK-Coach Haber schickte zum ersten Mal seit knapp fünf Wochen Kapitän Milosevic auf die Platte und leitete damit eine völlig neue Phase der Partie ein. Vielleicht war es seine Präsenz am Kreis, sein harter Körpereinsatz oder nur seine Anwesenheit, die seine Teamkollegen anspornte. So oder so: die Hausherren stellten die Fehlerquellen ab und brachten einen beeindruckenden 5:0-Lauf auf die Platte. Die trommelnden Aufbauhelfer des SC DHfK konnten sich daran kaum satt sehen und ließen die Arena Leipzig beben. Von der Unterstützung getragen, brachten die Haber-Sieben eine komfortable 17:12-Führung in die Pause.

Der plötzliche Wandel im Spiel der Grün-Weißen war alles andere als eine Momentaufnahme. Die HSG bekam auch in der zweiten Hälfte viel zu selten einen Ball an der stabilen 6:0-Abwehr der Leipziger und ihrem hellwachen Torhüter vorbei. In der 43. Minute baute Patrick Wiesmach mit einem etwas glücklichen rollenden „Wurf“ die Führung auf sieben Zähler (25:18) aus. Doch bis zur Schlussphase machten es die Leipziger erneut spannend. Unglückliche Fehler und mehrere Paraden von Anadin Suljakovic hatten das Spiel in der 59. Minute auf 30:28 verkürzt. Die zwei Punkte ließen sich die Hausherren aber doch nicht mehr nehmen und siegten mit 32:28.