15. Oktober 2020 / 17:47 Uhr

Der letzte Jubel ist schon lange her: Bricht Wesendorf im Kellerkracher den Bann?

Der letzte Jubel ist schon lange her: Bricht Wesendorf im Kellerkracher den Bann?

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der bis dato letzte Jubel: Am 1. März 2020 gewann der Wesendorfer SC mit 4:1 beim SSV Kästorf II.
Der bis dato letzte Jubel: Am 1. März 2020 gewann der Wesendorfer SC mit 4:1 beim SSV Kästorf II. © Foto: Lea Rebuschat
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Kellerduell beim Wesendorfer SC: Das Schlusslicht der Kreisliga Gifhorn A erwartet am Sonntag (14.30 Uhr) den Vorletzten SV Westerbeck, hofft auf die ersten Punkte der Saison. Denn noch steht das Team staffelübergreifend als einziges ohne Zähler da.

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Vier schwere Verletzungen

Noch ist das Punktekonto des Wesendorfer SC in der Fußball-Kreisliga Gifhorn A leer: Das Team ist Letzter - dabei war zuletzt viel mehr drin. Am Sonntag (14.30 Uhr) empfängt das Schlusslicht den Vorletzten SV Westerbeck - allerdings nicht unter den besten Vorzeichen.

Denn: Personell geht der WSC am Stock. Gleich vier schwere Verletzungen in kurzer Abfolge schwächten das Team, Thomas Rauhöft (Verdacht auf Kreuzbandriss), Luka Meier (Kreuzbandriss), Leon Hardeland (Knochenabsplitterung am Knöchel) und Edgar Petrich (Wadenbeinbruch) fehlen Trainer Thorsten Hahn länger. "Das ist richtig ärgerlich", so Hahn, der das Team im Sommer übernommen hatte. "Wir müssen mit Spielern aus der Zweiten auffüllen und das Beste aus der Situation machen."

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In seinen jüngsten drei Partien war der WSC gar nicht weit weg von etwas Zählbarem - mit einem 1:3 bei Aufsteiger FSV Vorhop/Schönewörde, einem 1:2 gegen den VfL Knesebeck sowie einem 2:3 beim SV Osloß verlor Wesendorf jeweils nur knapp. "Wir waren überlegen, haben aber die Tore nicht gemacht", seufzt Hahn rückblickend. "Zu Saisonbeginn hatten wir ein paar Anlaufschwierigkeiten, mittlerweile spielen wir aber guten Fußball." Zu Beginn der Spielzeit hatte Wesendorf ein 0:5 gegen den VfL Wittingen einstecken müssen, es folgte ein 0:2 gegen den SV Groß Oesingen.

Trotzdem ist Hahn gut im Klub angekommen, "das ist ein guter Verein, auch das Team ist super. Es muss aber noch eine Mannschaft werden", sagt der Coach, der nach der Abbruch-Saison von Matthias Hopp übernahm. Acht Akteure aus der Vorsaison sind noch an Bord, erlebten den bislang letzten Triumph des WSC - am 1. März gab's ein 4:1 beim SSV Kästorf II - macht über sieben Monate ohne Erfolg.

Durststrecke soll enden

Trotz aller personellen Schwierigkeiten will der WSC diese Durststrecke gegen Westerbeck beenden. "Gut ist, dass wir noch nicht abgeschlagen sind", so Hahn. "Mit einem Sieg wären wir wieder mittendrin." Westerbeck hat drei Zähler Vorsprung, genau wie der SV Osloß. Allerdings muss der WSC dazu seine Offensive in Gang bekommen, bislang gelangen nur vier Treffer - so viele, wie Wesendorf bei seinem letzten Sieg in einem einzigen Spiel geschossen hat.