27. April 2018 / 10:06 Uhr

Der Meistertraum für Holstein Kiel II ist geplatzt

Der Meistertraum für Holstein Kiel II ist geplatzt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Derbyfieber: Während Holstein Kiel II mit Tim Gürntke (rechts) am Sonntag auf den TSV Schilksee trifft, muss Driton Gashi (links) bereits heute Abend mit Inter Türkpsor gegen den PSV Neumünster ran.
Derbyfieber: Während Holstein Kiel II mit Tim Gürntke (rechts) am Sonntag auf den TSV Schilksee trifft, muss Driton Gashi (links) bereits heute Abend mit Inter Türkpsor gegen den PSV Neumünster ran. © jpw
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Werner-Elf kann gegen den TSV Schilksee aber den zweiten Platz festigen.

Im letzten Stadtderby der Saison kann Holstein Kiel II am Ende der englischen Woche in der Fußball-Oberliga Schleswig-Holstein seinen zweiten Tabellenplatz festigen oder dem TSV Schilksee wichtige Punkte für den Klassenerhalt überlassen. Bereits heute Abend könnte Inter Türkspor den Schilkseern Schützenhilfe leisten, wenn ein Heimsieg gegen PSV Neumünster gelingt.

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Inter Türkspor Kiel – PSV Neumünster (Fr., 19 Uhr)

Beim 1:0-Sieg am Mittwoch gegen den heimstarken SV Todesfelde zeigten die Kieler, was sie als Aufsteiger in ihrer ersten Oberliga-Saison gelernt haben. Abgebrüht im Angriff und umsichtig im Abwehrverhalten. Gerade die Rückwärtsbewegung und das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft haben sich verbessert. Inter kassierte bis Ende März 2,6 Treffer pro Spiel. In den letzten vier Spielen hingegen musste Türkspor nur zwei Tore hinnehmen. „Wir sind deutlich stabiler geworden. Auch die Einstellung ist vorbildlich. Wir haben eine positive Entwicklung gemacht, die wir vorantreiben wollen. Die letzten vier Spiele können wir ohne Druck auflaufen und wollen jedes Spiel gewinnen. Am Ende würden wir gern auf Platz sechs landen. Das wäre als Aufsteiger doch was“, meint Inter-Co-Trainer Steve Frank, dessen Team die Gäste im Hinspiel mit 3:1 schlug. Einfach stellt sich Frank die Partie jedoch nicht vor. „PSV steht mit dem Rücken zur Wand und muss gewinnen. Die brauchen jeden Punkt für den Klassenerhalt, und so werden sie auch auftreten“, so der Coach.


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Moses Ogodogbo (Mitte/TSVS) streckt sich gegen Davin Thomsen (li.) nach dem Ball. ©

Holstein Kiel II – TSV Schilksee (So., 16 Uhr)

Der Meistertraum ist geplatzt. Nach dem 0:0 im Oberligagipfel gegen Spitzenreiter NTSV Strand 08 haben die Jungstörche nur noch mathematische Chancen auf den Titel. Bei noch vier ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf die Strandpiraten weiterhin acht Zähler. „An Strands Meisterschaft ist nicht mehr zu rütteln. Es war ein sehr temporeiches Spiel, in dem im letzten Drittel die Präzision fehlte“, bilanzierte KSV-Coach Ole Werner. Am Sonnabend kommt der TSV Schilksee zur ungewohnten 16-Uhr-Anstoßzeit zum Stadtderby nach Projensdorf. Mit Rezan Acer, Yannik Jakubowski, Chris Jastrzemski, Marvin Mohr und Mathias Wrzesinski trug eine Handvoll Spieler einst das KSV-Dress. „Die wollen sich immer gut verkaufen. Der Sieg beim PSV tat denen gut“, glaubt Werner und erwartet deswegen „keinen Selbstgänger“. Im Vergleich zum Mittwochabend hofft er auf Unterstützung aus dem zeitgleich in Ingolstadt spielenden Profikader. Zudem steht Nico Bruns nach absolvierter Abschlussprüfung wieder zur Verfügung.

Die Oberliga-Bilanz der Schilkseer gegen die Jungstörche ist ernüchternd. Die letzten drei Vergleiche gingen verloren, wobei das 0:3 der Hinrunde die deutlichste Pleite war. Auch diesmal gehen die Schilkseer als krasse Außenseiter ins Derby, was die Zuversicht von TSV-Coach Daniel Sahre nach dem wichtigen 3:2-Sieg am Mittwochabend beim PSV Neumünster aber nicht schmälert. „Unser Sieg war richtungsweisend und beruhigt unsere Lage etwas. Wir müssen uns auch bei Holstein nicht verstecken und werden mit unserer Ausrichtung so weitermachen“, fordert er Leidenschaft und Ehrgeiz von seinen Spielern.