12. August 2019 / 11:39 Uhr

Trainer Henry Bloch: „Der MSV Neuruppin hat hier als Gesamtverein verloren“ (mit Galerie)

Trainer Henry Bloch: „Der MSV Neuruppin hat hier als Gesamtverein verloren“ (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
In Minute 62 machte sich MSV-Keeper Angelo Kempf umsonst lang. Großziethen traf zum Anschluss, das Neuruppiner Unheil nahm seinen Lauf.
In Minute 62 machte sich MSV-Keeper Angelo Kempf umsonst lang. Großziethen traf zum Anschluss, das Neuruppiner Unheil nahm seinen Lauf. © Marius Böttcher
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AOK-Landespokal: Der Coach des Brandenburgligisten übt nach der 2:4-Niederlage gegen die SG Großziethen herbe Kritik.

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„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ – das an dieser Floskel etwas dran ist, wurde am Wochenende wieder vielerorts bestätigt. Brandenburgligist Klosterfelde scheitert beim Kreisoberligisten Schenkenberg, Oberliga-Aufsteiger Seelow streicht die Segel beim Landesligisten Chemie Premnitz und Regionalligist Luckenwalde quält sich nach Elfmeterschießen bei Landesliga-Vertreter Cottbus-Ströbitz in Runde zwei. Auch Brandenburgliga-Vizemeister MSV Neuruppin reiht sich in diesem Jahr in die klägliche Liste derer ein, die als Favorit in ihre Erstrunden-Duelle im Landespokal gegangen sind.

In Bildern: MSV Neuruppin unterliegt der SG Großziethen mit 2:4.

Der MSV Neuruppin (blaue Trikots) unterliegt der SG Großziethen mit 2:4 und scheidet aus dem Landespokal aus. Zur Galerie
Der MSV Neuruppin (blaue Trikots) unterliegt der SG Großziethen mit 2:4 und scheidet aus dem Landespokal aus. © Marius Böttcher
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„Für mich ist dieses Ausscheiden überhaupt keine Überraschung“, stellte Henry Bloch nach der 2:4-Pleite bei der SG Großziethen dar. Für den Trainer des MSV Neuruppin begann schon in den Tagen vor der Partie, spätestens aber am frühen Samstagmorgen, der vorprogrammierte Seuchentag. Mit Marcus Lemke (privat verhindert), Vadims Logins, Lukas Japs, Tim Schultka (alle verletzt) und Rafael Prudente (noch in der brasilianischen Heimat) fehlten dem MSV gleich fünf Stammkrafte, hinzu kamen Nachrichten, über die Henry Bloch nur mit dem Kopf schütteln konnte. „Ein paar Stunden vor dem Spiel erfahre ich, dass Michel Klemz noch nicht spielberechtigt ist. Vor Ort wird dann bekannt, dass auch Martin Dombrowski laut System gesperrt ist. Der MSV Neuruppin hat hier als Gesamtverein verloren, da zähle ich auch die Abteilungsleitung mit dazu“, poltere der Coach.

Trotz aller Negativumstände sah das, was die übrig gebliebenen Kicker anfangs auf den großen Kunstrasenplatz brachten, recht ordentlich aus. Durch einen Doppelschlag von Oleksandr Stepanyshyn waren die Fontanestädter auf einem guten Weg, das erste Pflichtspiel der neuen Saison erfolgreich zu bestreiten. „Die Tore haben wir gut rausgespielt, nach Balleroberung schnell umgeschaltet“, erklärte Bloch, der nach wenigen Minuten die nächste Hiobsbotschaft hinnehmen musste, als sich Neuzugang Maurice Malak an den Oberschenkel fasste: „Er hat noch einige Minuten gebissen, sogar das 1:0 per Hacke vorbereitet. Kurz vor Pause war aber Schluss.“ Verdacht: Muskelfaserriss.

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Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste dem 3:0 zunächst näher, unter anderem traf Marlon Kyek – der 18-Jährige bildete mit Tobias Völkel die Zentrale – per Distanzschuss nur die Latte. Durch eigene Fehler machten die Neuruppiner den Gegner aber stark. Durch einen Freistoßtreffer kam der Gastgeber zum Anschluss, eine Viertelstunde vor Schluss glich Sabit Alimanovic, der bis zum Sommer noch für Rot-Weiß Gülitz spielte, aus. „Ich wusste nach dem 1:2, dass es jetzt ganz schwer werden würde“, so Bloch, dessen Truppe weiterhin fehlerhaft agierte. Das 2:3 aus MSV-Sicht fiel aus dem Gewühl nach einem Freistoß, drei Minuten später entschieden die Hausherren per Konter die Partie. „Es hat alles gepasst, im negativen Sinne. So wie heute werden wir in der Brandenburgliga nicht auftreten dürfen“, kündigt Bloch eine unangenehme Woche an.

MSV Neuruppin: Angelo Kempf – Jacob Krüger, Kevin Blumenthal, Philipp Wulff, Yulian Vladimirov – Marcel Weckwerth, Tobias Völkel, Marlon Kyek, Luca Wegner – Maurice Malak (37. Dimitar Milushev), Oleksandr Stepanyshyn

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