07. Mai 2021 / 15:44 Uhr

Der nächste Kracher für Empor Rostock 

Der nächste Kracher für Empor Rostock 

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Er will mit Empor in die zweite Liga: Kapitän Tim Völzke. 
Er will mit Empor in die zweite Liga: Kapitän Tim Völzke.  © Sebastian Heger
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Rostocker Handballer empfangen in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga Topfavorit Eintracht Hagen. Die HCE-A-Jugend bestreitet das Vorspiel gegen die Füchse Berlin.

​War für die Handballer des HC Empor Rostock der Sieg in Vinnhorst der erhoffte Brustlöser? Ja, sagt Kapitän Tim Völzke. „Zwar nicht mit einem dicken Ausrufezeichen dahinter, aber wir haben dadurch viel Selbstvertrauen getankt.“ Ja, meint auch Klubchef Tobias Woitendorf. Durch den immens wichtigen Auswärtserfolg sei „Druck von der Mannschaft abgefallen“. Ähnlich sieht es Trainer Till Wiechers. Der Sieg habe gut getan, „weil Vinnhorst eine herausragende Mannschaft ist“.

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Mit dem Heimspiel gegen den VfL Eintracht Hagen folgt für Empor morgen (16.30 Uhr, Stadthalle) der nächste Kracher. „Das wird ein mega-schweres Spiel. Hagen ist der mit Abstand größte Aufstiegsfavorit“, sagt Völzke. Das Erfolgsrezept sei relativ simpel, meint Wiechers: „Wir müssen das perfekte Spiel machen. Es muss alles passen.“

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So wie bei Eintracht Hildesheim. Die Niedersachsen brachten am vergangenen Wochenende mit dem 28:28 einen Punkt aus Hagen mit. An diesem Tag habe „alles gepasst bei Hildesheim“, meint Wiechers. „Aber Hagen hat es dennoch geschafft, einen Punkt zu holen. Die Mannschaft verfügt über eine wahnsinnige Qualität.“


Doch auch bei seiner Truppe zeigte die Formkurve zuletzt nach oben. Die Abwehr präsentierte sich beim 27:25 in Vinnhorst deutlich stärker als in den drei Partien zuvor. Die Torhüter Robert Wetzel und Leon Mehler sorgten mit ihren Paraden für die nötige Sicherheit. „Darauf kann man aufbauen – auch gegen den Topfavoriten Hagen“, meint Woitendorf. Selbstbewusst fügt Völzke hinzu: „Wenn wir unsere Leistung bringen, wird es für jeden Gegner schwer, uns zu schlagen.“

Ein weiterer Sieg wäre immens wichtig, um den Einzug in die Zwischenrunde aus eigener Kraft zu schaffen. In der Gruppe A der Aufstiegsrunde kann offenbar jeder jeden schlagen. „Es liegt an uns“, meint Kapitän Völzke.

Empor hat zuletzt vor knapp fünf Jahren gegen Hagen gespielt. Im DHB-Pokal-Erstrundenturnier in der heimischen Ospa-Arena setzten sich die Rostocker damals nach einem zwischenzeitlichen 17:19-Rückstand mit 24:22 durch. Wenige Monate zuvor hatte der HCE einen 25:18-Punktspiel-Erfolg verbucht. Die Gesamtbilanz: 13 Spiele, 9 Siege, 4 Niederlagen. Vor heimischer Kulisse verlor Empor von sieben Partien lediglich eine. Am 6. März 1994 unterlagen die Hansestädter 22:24. Seit 1996 hieß der Sieger auch auswärts immer Empor.

Vor einer schier unlösbaren Aufgabe steht die A-Jugend des HCE. Das Team des Trainer-Duos Tristan Staat und Tobias Seering empfängt morgen (13.30 Uhr) im Vorspiel die von DHB-Vize Bob Hanning trainierten Füchse Berlin. Der Nachwuchs des Bundesligisten ist auch in diesem Jahr Titel-Favorit.

Die Gastgeber streben nach der 18:43-Hinspiel-Niederlage ein achtbares Ergebnis an. Nach dem Aus im Meisterrennen geht es für die Empor-Talente im DHB-Pokal weiter. „Da sind wir dann nicht so chancenlos“, ist Klubchef Woitendorf überzeugt. „Für die Jungs wird der Auftritt in der Stadthalle sicherlich ein tolles Erlebnis.“

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