04. Oktober 2019 / 08:30 Uhr

Der Platzwart: Arsène Wenger will zurück auf die Trainerbank - neue Hoffnung für Hannover 96? 

Der Platzwart: Arsène Wenger will zurück auf die Trainerbank - neue Hoffnung für Hannover 96? 

Der Platzwart
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Neue Hoffnung für Hannover 96: Arséne Wenger will zurück ins Fußballgeschäft. 
Neue Hoffnung für Hannover 96: Arséne Wenger will zurück ins Fußballgeschäft.  © imago images/PanoramiC
Anzeige

Hannover 96 ist in diesen Tagen so was wie die SPD des Fußballs. Beide waren mal anerkannt - und beide suchen nach neuen Führungspersönlichkeiten. Gut, dass Arséne Wenger jüngst ankündigte, ins Fußballgeschäft zurückkehren zu wollen. Der Platzwart berichtet. 

Anzeige
Anzeige

Hannover 96 geht es schlecht. So schlecht, dass Jan Böhmermann nach dem Nürnberg-Spiel in den Verein eingetreten ist. Böhmermann möchte dem Verein helfen. Wie der SPD. 96 ist in diesen Tage so was wie die SPD des Fußballs. Beide so rot wie ... angeschlagen. Beide waren mal wichtig, aber nach Hartz Vier und Null Vier weiß kein Anhänger mehr so recht was mit dem eigenen Verein anzufangen. Beide suchen im Moment nach neuem Führungspersonal. Die einen offen, die anderen veranstalten Regionalkonferenzen. Zum Beispiel in Nieder-Olm, Oldenburg und Bernburg an der Saale. Wären diese Orte Parteien, sie würden bei Wahlen unter Sonstige geführt werden. Genauso wie das Trainerpersonal, über das gegenwärtig in Hannover öffentlich verhandelt wird. Da gelten ein Jahr Sandhausen oder zwei Jahre Arbeitslosigkeit schon als prächtige Referenz. Da gehen im Kokenhof die Lichter an.

Warum nicht Hannover 96, Herr Wenger?

Hoffnung macht, dass Arsène Wenger vor ein paar Tagen angekündigt hat, ins Fußballgeschäft zurückkehren zu wollen. Zufall? Kalkül? Wenger sprach von Manchester United, aber wer sagt, dass er nicht gleichzeitig mit Hannover 96 liebäugelt? 96, eine echte Herausforderung für einen Altmeister. Die Premier League mit Paul Pogba gewinnen, das kann jeder. Aber mit 96 in Dresden nicht untergehen, 2. Liga halten und vor der Pause beim Stande von 0:2 mal auswechseln – da bedarf es langjähriger Erfahrung.

Langjährige Erfahrung hat natürlich auch Mirko Slomka. Man wüsste gern, was ein Fuchs wie Slomka in der Halbzeitpause beim Stande von 0:3 der Mannschaft für die zweiten 45 Minuten mit auf den Weg gibt. Bloß nicht nervös werden? Oder das Tempo verschärfen? Oder aufs Tor schießen? Eigentlich will man gar nicht wissen, was in der Kabine nicht passiert ist. Nach der Partie stellte Slomka für das anstehende Auswärtsspiel in Dresden eine Leistungssteigerung in Aussicht. Immerhin, seinen Humor lässt er sich nicht nehmen.

Blau-Weiß Schwalbe Tündern wartet

Tatsache ist: Der einzige Punkt, den 96 am Montagabend einsacken konnte, war ein Tiefpunkt. Von Abstiegskampf war anschließend die Rede, wobei das beim augenblicklichen Zustand der Mannschaft schon recht viel verlangt wäre. Wenn es so weiter geht, sind Heidenheim und Sandhausen bald nur noch ein Traum, da laufen demnächst ganz andere Gegner im Niedersachsenstadion auf. Gegner, die mit dem Regionalexpress anreisen. Oder gar nicht, weil Sonntagmorgen plötzlich ganz viele nicht an die Haustür gehen mögen.

Gegner aus klein- und mittelstädtischen Regionen, die eine Auswärtspartie gewohnheitsmäßig mit Kneipenbesuch und dringenden Behördengängen verbinden. Ambitionierte Mannschaften wie Blau-Weiß Schwalbe Tündern freuen sich schon auf Punktspiele gegen Felipe und Edgar Prib. Und die lernen dann im Gegenzug endlich mal die legendäre Kampfbahn Hameln kennen. Das vergessen die nie.

Oder Scholz und Scholz?

Auch ohne Dresden hatte Slomka in seiner Trainerkarriere mehr Endspiele als Jupp Heynckes und Giovanni Trapattoni zusammen. Aber wer sagt, dass die aktive Karriere bei Hannover 96 enden muss? Es gibt spannende Herausforderungen. Wenn Mirko Slomka Ina Aogo überreden könnte, als Doppelspitze um den SPD-Vorsitz anzutreten – die Chancen ständen nicht schlecht.

Obwohl Slomka von Doppelspitzen ehrlicherweise recht wenig hält und Ina Aogo nicht unbedingt in jedes Lokal ihrer Wahl reinkommt. Aber einen Versuch wäre es wert. Andersherum könnte Olaf Scholz Cheftrainer bei den Roten in Hannover werden. Wenn SPD-Scholz klug ist, dann holt er sich CDU-Scholz an seine Seite, den Ex-VW-Manager. Beide beerben irgendwann Martin Kind, und schon würde es von den Rängen hallen, ein Schlachtruf, bis Tündern zu hören: „Schooooooooolz!!“

Mehr zu Hannover 96

Eine Galerie zum Schmunzeln und für Nostalgiker: Das sind die größten Kuriositäten aus der Geschichte von Hannover 96!

Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  Zur Galerie
Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  ©
Anzeige

ANZEIGE: 50% auf dein Winter-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Hannover
Sport aus aller Welt