04. November 2020 / 13:28 Uhr

Der Platzwart: Messi oder Alaba? Schlecht gelaunte Vereinsbosse sind beide gewohnt 

Der Platzwart: Messi oder Alaba? Schlecht gelaunte Vereinsbosse sind beide gewohnt 

Der Platzwart
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Henne (links) traf zwar gegen Fürth, doch 96 verlor am Ende trotzdem. Möglicherweise könnten David Alaba und Lionel Messi in Zukunft helfen.
Henne (links) traf zwar gegen Fürth, doch 96 verlor am Ende trotzdem. Möglicherweise könnten David Alaba und Lionel Messi in Zukunft helfen. © imago images / Fotomontage
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Ein Schuss, ein Tor - Hannover!!! Zum Sieg hat es deshalb in Fürth noch lange nicht gereicht. Die Experten sind sich einig: 96 braucht bessere Spieler. Lionel Messi war auf dem Markt, David Alaba braucht einen neuen Verein, Paul Pogba könnte Genki Haraguchi den Rücken freihalten und Mesut Özil sitzt gelangweilt auf der Tribüne. Der Platzwart berichtet. 

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Wer kennt es nicht? Ein Schuss, ein Tor – Hannover!!! 58. Minute in Fürth, Schindler flankt von rechts sehenswert in die Mitte, Henne steht goldrichtig und versenkt. Ein Schuss, ein Tor – Hannover!!! Toller Fußball der „Roten“, Greuther Fürth hat seit Februar kein Heimspiel mehr gewonnen, letzte deutsche Meisterschaft 1929, und Edgar Prib gilt in Fürth immer noch als bester Fußballer des Vereins aller Zeiten – was soll da schiefgehen? Antwort: alles!

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Zwar gehört Hannover 96 seit diesem Wochenende mit einem Schuss aufs Tor mit Tor zu den effektivsten Profiteams in Europa, aber wenn der Gegner vier Tore schießen darf und du nicht zweimal, dreimal oder gar viermal aufs Tor schießt, gewinnst du kein Spiel. Unter Ewald Lienen wäre das nicht passiert. In Hannover wird der Tag der desaströsen Niederlage noch am Sonntag zu einem regionalen Feiertag erklärt, gefeiert wird ab jetzt jedes Jahr am 1. November der „Tag zum Vergessen“. In Fürth feiern sie Allerheiligen.

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Der Knockdown vor dem Lockdown wirft Fragen auf. Brauchen wir bessere Spieler? Könnte nicht schaden, ist die einhellige Expertenmeinung. Messi war auf dem Markt, warum hat 96 nicht zugegriffen? David Alaba braucht einen neuen Verein, wer ruft an? Hannover 96 und Spiele gegen Erzgebirge Aue wären für Alaba eine völlig neue Erfahrung. Für Messi übrigens auch. Schlecht gelaunte Vereinsbosse sind beide gewohnt, noch ein Vorteil für Hannover.

Klar, für solche Verpflichtungen braucht es Geld, viel Geld. 96 müsste sich Investoren jenseits von Isernhagen öffnen. Und Anreize liefern. Wir haben einen Trammp-Platz vor dem Neuen Rathaus, vielleicht fühlt sich der ehemalige Präsident der USA geschmeichelt, hat Bock auf Mauerfußball in der Bundesliga, steigt ein und lässt ein paar Millionen springen.

Wir haben einen Tönniesberg, vielleicht fühlt sich der ehemalige Beherrscher des FC Schalke 04 angesprochen und kauft uns Paul Pogba. Als Backup für Haraguchi, der Paul könnte dem Genki den Rücken freihalten.

Oder, noch besser, wir werden von einem reichen Land gekauft und finanziert. PSG gehört dem Emirat Katar, Emir Tamim bin Hamad Al Thani hat das Prinzenparkstadion nach der Übernahme in Prinzenparkstadion umbenannt und Neymar, Mbappé und Ángel Di María gekauft. Resultat: Meisterschaften, Pokale, Pflichtspiele auf internationalem Niveau.

Der FC Arsenal ist die Profimannschaft des Emirats Dubai, selbst ein Özil sitzt dort gelangweilt auf der Tribüne, weil sie es sich leisten können. Wie heißt es doch so schön, wenn bei Vereinen wie PSG und Arsenal um Spenden nachgefragt wird? „Und, was steuerst Dubai? Nichts, gehört ja Emir!“

96 könnte in der Schweiz nachfragen, ob man nicht als „Swiss Life Ball“ für die Eidgenossen Werbung machen dürfte. Problem: Die Kaufkraft von Martin Kind übersteigt die Kaufkraft der Schweiz um ein Vielfaches, und dann sind da auch noch die Volksabstimmungen. „Ich bin das Volk“, heißt es in Großburgwedel von jeher.

Eine Galerie zum Schmunzeln und für Nostalgiker: Das sind die größten Kuriositäten aus der Geschichte von Hannover 96!

Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  Zur Galerie
Der Schnee stoppt den Ball vor der Linie, Gelb-Rot binnen weniger Sekunden aufgrund des Torjubels, ein Trainer ohne Lizenz oder ein verbotenes Reißverschluss-Trikot? Das alles gab es wohl nur bei Hannover 96. Im Laufe der Jahrzehnte haben die Roten für Lacher, Kopfschütteln oder Kuriositäten gesorgt. Wir haben die besten Momente herausgesucht und zusammengestellt.  ©

China wäre eine gute Wahl. Die Chinesen haben Griechenland saniert, das Corona-Virus erfunden, wireless übertragen und besiegt und trotzdem noch Geld wie Heu, weil sie teure Handys oder Autos in billig bauen und sie statt Hummer einfach Dongfeng nennen oder Aiways U5. Die könnten helfen.

Demnächst also Huawai 96 mit Alaba in der Alibabarena gegen Arsenal, Henne Weydandt im Dongfeng und der Rest im neuen Aiways Ultra. Der Spitzname „Die Roten“? Gefällt den Chinesen gut. Ein Schuss, ein Tor – Hannover!!!