24. Dezember 2021 / 08:12 Uhr

Winterruhe = Analysezeit: Der Platzwart weiß, wie zufrieden 96-Boss Kind zurückblickt

Winterruhe = Analysezeit: Der Platzwart weiß, wie zufrieden 96-Boss Kind zurückblickt

Der Platzwart
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Boss Martin Kind blickt durchaus zufrieden auf das Jahr 2021 zurück, wie der Platzwart zu berichten weiß.
96-Boss Martin Kind blickt durchaus zufrieden auf das Jahr 2021 zurück, wie der Platzwart zu berichten weiß. © IMAGO/Henning Scheffen
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Winterruhe? Die gönnt sich Martin Kind nur bedingt. Vielmehr ist jetzt die Zeit der Bilanzen, Inventuren und Analysen gekommen. Der Platzwart verrät, wie zufrieden der 96-Boss auf das Jahr 2021 zurückblickt - und was noch auf seiner To-do-Liste steht.

Wir befinden uns im Jahr 24 n. MK. Ganz Niedersachsen steuert auf die Winterruhe zu. Ganz Niedersachsen? Nein! Ein von umtriebigen Niedersachsen bewohntes Stadion hört nicht auf, der Winterruhe Widerstand zu leisten. Und das seit 24 Jahren.

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Der Winter ist die Jahreszeit, da auch 96-Boss Martin Kind ein wenig zur Ruhe kommt – jedenfalls für seine Verhältnisse. Er schläft aus, steht gemütlich um 4.30 Uhr auf und isst das Brötchen von gestern, das er sich heute Morgen frisch gekauft hat. Es ist die Zeit der Bilanzen und Inventuren: Hörgeräte, Trainer, Stürmer – was geht? Was muss in diesem Jahr noch umbrochen werden? Ein Rückblick mit To-do-Liste.

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Trainer: Wechsel von Kenan Kocak zu Jan Zimmermann? Gut und sehr nachhaltig. Immerhin 15 Ligaspiele, für einen Trainerneuling nicht schlecht. Jedenfalls bei Hannover 96. Dann Wechsel von Zimmermann zu Dabrowski. Gutes aus der Region – was bei Rewe und Edeka geht, klappt doch auch bei Feinkost Martin im unteren Regal der 2. Liga. Sehr gut. Noch zwei, drei Trainerwechsel, und der Klassenerhalt ist gesichert. Kind macht sich Notizen.

Manager: Wechsel von Zuber zu Mann, auch gut. Manns Anwälte sollen schlechter sein als die von Schlaudraff und Zuber, da musst du auf die Feinheiten achten. Kind vertraut Mann mehr als allen anderen in der Geschäftsstelle. Bei aller Vorsicht natürlich. Wenn es wirklich wichtig wird – lasst das mal den Papa machen. Vielleicht braucht es doch noch einen erfahrenen Manager. Der Schmadtke ist doch demnächst auch Zweitligist. Und Slomka zurückholen hat ja auch geklappt. Jedenfalls ein paar Tage. Kind macht sich Notizen.

Staff: Alte Fußball-Weisheit: Ein Physio kommt selten allein. Da tauscht man gern im Stück, bei Hannover 96 ist Umbruch keine leere Drohung, da kommt alles auf den Prüfstand. Haben sich die neuen jungen Männer anfangs gegenseitig massiert, weil sie sich für Spieler gehalten haben. Wer Kenan Kocak noch persönlich kennt, muss im Bus an der Tür sitzen. Oder Purzelbäume im Schnee machen. Bilanz bislang: Alle Muskeln locker, die meisten Maleschen wie zum Beispiel Torflaute und Lustlosigkeit konnte man nicht wegmassieren.

Sponsoren: Interessanter Neuzugang auf den Spielerbrüsten: Brainhouse 247. Kind ist hirn und weg. Ziel: Fußball mit Köpfchen. Zwischenbilanz: Die Mannschaft denkt zu viel. Beispiel: Kerk schießt das Tor des Monats. Alle denken: Wie hat der das gemacht. Als sie es kapiert haben, steht es 1:4. Gegen Werner Brainen.


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Stadion: Heißt Niedersachsenstadion. War nie anders.

Neuzugänge: Vorbereitung ist das A und O, sagen Trainer. Deshalb beginnen so viele Mannschaften die Saison mit der A-Jugend und kaufen einen Monat nach Saisonanfang noch durchs halbgeschlossene Transferfenster eine halbe Mannschaft. Das erhöht die Flexibilität und verhindert lähmende Routinen. Bei Hannover 96 ist es bis zum September immer wieder eine Überraschung, wer gerade neben dir spielt. Gut, dass der Name auf dem Trikot steht. Wintertransfers? Wer wollte das in einer Mannschaft ausschließen, in der immer Umbruch ist, auch, wenn man gar nicht damit rechnet. Nicht alle Mannschaften haben einen Stürmer, der in einer Saison gegen einen Gegner für und gegen sie getroffen hat, ohne dabei ein Eigentor zu schießen.

Was die Zukunft bringt? Denken wir nicht zu kurzfristig, alles ist Teil eines großen Plans.

Alle Jahre wieder,

kommt der Martin Kind,

mit Ideen nieder,

die martinkindlich sind.

Kehrt auf seinen Wegen

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ein ins Unterhaus,

will noch viel bewegen

sieht ganz munter aus

Bleibt noch bis die Pforten

Nach Europa offenstehn

Heißt mit anderen Worten

Er wird 110

Frohe Weihnachten, wünscht der Platzwart.