15. April 2020 / 14:28 Uhr

Happy Birthday! 124 Gründe, warum man Hannover 96 einfach lieben muss

Happy Birthday! 124 Gründe, warum man Hannover 96 einfach lieben muss

Der Platzwart
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Der Platzwart meint: Peter Neururer, wie er versucht, bei seiner Vorstellung als neuer Trainer hockend auf dem Vereinslogo lässig auszusehen, ist einer der Gründe, warum man Hannover 96 einfach lieben muss.
Der Platzwart meint: Peter Neururer, wie er versucht, bei seiner Vorstellung als neuer Trainer hockend auf dem Vereinslogo lässig auszusehen, ist einer der Gründe, warum man Hannover 96 einfach lieben muss. © Madsack-Archiv
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Am 12.4. ist Hannover 96 124 Jahre alt geworden. In diesen Tagen, und weil die Mannschaft seit Anfang März ungeschlagen, ohne Punktverlust und Gegentor ist, will der Platzwart mit dem Gratulieren nicht bis zum nächsten Jahr warten - mit 124 Gründen, warum man 96 einfach lieben muss.

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Das Gründungsdatum (1): Der 12. April, ein historisches Datum, Hannover 96 ist in bester Gesellschaft – Joschka Fischer, Rock around the Clock, Götz von Berlichingen, Dynamo Dresden und der größte Schwimmkran der Welt. Das Gründungsjahr (2): 1896, ein historisches Jahr, Hannover 96 ist in bester Gesellschaft – es gründen sich auch die TSG Ahlten, der aktuelle Walace-Klub Udinese Calcio, die Kunsthalle Budapest und der Zentralverband der deutschen Geflügelwirtschaft.

Jiri Stajner (4), der in einem Spiel mehr gute Laune verbreiten konnte als ganze Mannschaften in einer kompletten Saison, sein Treffer zum 2:2 gegen Gladbach, seine Vorlage am 8. November 2006, als er in München Martin Demichelis den Ball wegnimmt und für Szabolcs Huszti auflegt – Auswärtssieg gegen die Bayern! Alles an Abel Xavier (5), außer Fußball. Den Sponsor, der nach Corona die Eier hat, dem Niedersachsen-Stadion (6) seinen richtigen Namen wiederzugeben.

Die weltweit einzigartigen kniehohen Ecken von Nebojsa Krupnikovic (7). Die 32. Minute (8) im Spiel gegen Bremen, als Wolf-Dieter Ahlenfelder tiefenentspannt die 1. Halbzeit abpfiff. Die Gänsehaut und die gesamte Mannschaft (26) im elektrisierenden Europa-League-Quali-Heimspiel gegen den FC Sevilla und die folgende Europa-League-Saison. Admiral Theo (27), der Erfinder des 96-Merchandisings.

Altin Lala (29), seine Freude über sein einziges Bundesligator – gegen die Hertha –, und wie er in einem Prominentenspiel 2017 gegen Holzminden wegen übertriebener Härte die rote Karte sah. Felipes gesammelte Verletzungen (64). Jan Simaks (65) beidfüßige Dribblings. Fünf Minuten davon ersetzen immer noch eine ganze Reihe von handelsüblichen Drogen.

Mehr über Hannover 96

Peter Neururer (66), wie er versucht, bei seiner Vorstellung als neuer Trainer hockend auf dem Vereinslogo lässig auszusehen. Die fünf Wintereinkäufe (71), die Hannover 96 im Jahr 2003 in einem fensterlosen Kellerraum vorstellte und deren Blicke mehr nach 300 Jahren Zuchthaus aussahen als nach Vorfreude auf Hannover 96. Die 74. Minute in Kopenhagen (72).

Lars Stindl (73). Jeder Meter, aus denen Christian Fuchs im Dezember 2009 bei minus 17 Grad den 3:2-Siegtreffer für Bochum erzielte (100) und man als Fan heilfroh war, dass man zu Weihnachten an den Füßen nicht aussah wie Reinhold Messner. Peter Neubauer, der beste Tafelmann der Welt (101). Das offiziell vorgestellte Trikot mit Reißverschluss (102), das gar nicht erlaubt war, wieder eingestampft wurde und heute in etwa den gleichen Marktwert hat wie Miiko Albornoz. Die sechs Tore (108) von Bielefeld gegen Peine-Ost. Das eine Tor gegen Stuttgart zur selben Zeit (109). Sergio Pintos sympathische Einordnung Wolfsburgs als „keine Stadt“ (110).

Die Elfmeter, die Jörg Sievers auf dem Weg zum Pokalsieg 1992 gehalten (113) oder selbst verwandelt hat (114). Robert Enke (115). Beide Meisterschaften (117). Eddy Kowalczuk (118). Martin Kinds Frage an Trainerkandidat Ewald Lienen, ob er denn auch mal Fußball gespielt habe (119). Chavdar Yankovs „Sportverletzung“ (120). Das Wunder von Wuppertal 1973 und Hans Siemensmeyer (122). Das 6:0 gegen Schweinfurt, das 2002 den Aufstieg in die 1. Liga perfekt machte (123). Und Carsten Linkes Kommentar dazu (124): „Abends werden wir dann sicherlich richtig saufen gehen.“

Man muss Hannover 96 einfach lieben.