14. September 2016 / 16:05 Uhr

Der Platzwart: Lückes Traum und Sanés Beitrag

Der Platzwart: Lückes Traum und Sanés Beitrag

Der Platzwart
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
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Bei Hannover 96 hat jeder so seine Träume: Wiederaufstieg, 1. Bundesliga, eine Welt ohne Mikrofone oder nur drei Spiele Sperre. Damit die Träume in Erfüllung gehen, müssen die „Roten“ vor allem eines – aufwachen!

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Es wird geträumt bei Hannover 96. Martin Kind träumt vom sofortigen Wiederaufstieg, Daniel Stendel von einer Welt ohne Mikrofone, und Felipe träumt davon, sich das eigene Trikot nicht mehr auf eigene Kosten im Fan-Shop beflocken lassen zu müssen. Weil das über die Jahre gesehen ins Geld geht. Genauso wie die 2. Liga.

Aufsteiger waren noch nie die Stärke von 96

Martin Kind hat gesagt, ein Jahr 2. Liga kostet 50 Millionen. 50 Millionen – das muss man sich erstmal leisten können. Kein Wunder, dass jeder Erstligist, der rechnen kann, auf das Abenteuer Sandhausen verzichtet, und dass Truppen wie 1860 München nach zwölf Jahren 2. Liga total pleite sind. Borussia Dortmund zum Beispiel war 2015 drauf und dran, ins Zweitligageschäft einzusteigen, besann sich dann eines Besseren (Tuchel) und spielt weiterhin lieber Champions League. Ist günstiger.    

Diese Saison gibt Hannover 96 das Borussia Dortmund der 2. Bundesliga. Auch bei den Ergebnissen. Am Wochenende hat Dortmund, die sympathische Supertruppe aus dem Westen, gegen die …, also gegen Leipzig den Kürzeren gezogen.

Hannover 96, die sympathische Supertruppe aus dem halbhohen Norden, hat parallel dazu erst gegen die Zirkustruppe aus Dresden mit ihrer europaweit einmaligen Kunstschussnummer und dann den Anschluss an die Tabellenspitze verloren. Die Älteren im Team erinnerten ihre Kameraden daran, dass Aufsteiger noch nie die Stärke von Hannover 96 waren und Verlieren vor noch gar nicht allzu langer Zeit zur absoluten Kernkompetenz der „Roten gehörte. Neuzugang Stefan Strandberg hat sich daraufhin seine Datscha in Krasnodar bis auf weiteres für unverkäuflich erklärt. Weil Geld nicht alles ist.

Ein Roter durch und durch

Apropos. Salif Sané träumt natürlich auch. Von Wolfsburg und dem Wintertransferfenster. Wer jetzt glaubt, der Senegalese lässt sich bis dahin hängen, der hat sich geschnitten. Gegen die renitenten Phaetonstädter zeigte sich Sané so engagiert wie selten, sein Eifer machte selbst vor Tätlichkeiten und dem Schiedsrichter nicht Halt.

Ergebnis: Sané unterstützt durch seine Aktion die Integration neuer Spieler in die Startaufstellung und fördert so den Teamspirit. Und: Rote Karte heißt ja nicht, dass Sané der Mannschaft nicht weiter helfen kann, der Mann ist ja nicht schwanger.

In den kommenden Wochen ist Sané für leichte Handwerksarbeiten und Rasenpflege auf dem 96-Trainingsgelände eingeteilt, es heißt, er sei am Montag mit einem eigenen Besen auf der Geschäftsstelle erschienen. Keine Frage: Sané – ein Roter durch und durch, ein Mann der hilft, wo er nur kann.

Lückes Träume

Niclas Füllkrug will auch helfen. Mit Toren vor allem. Denn Füllkrug hat einen Traum. Eigentlich hat Lücke zwei Träume: Hannover 96 und 1. Bundesliga. Beides mit ihm. Könnte man sagen: Da kommt der Niclas ein paar Monate oder Jahre zu spät.

Aber ist ja auch nur ein Traum. Und manchmal werden sogar Träume wahr, bei 96 ist das noch gar nicht so lange her und hat mit Kopenhagen zu tun. Seinen Traumverein und er haben sich mittlerweile gefunden, aber auf Lückes Traumtore warten sie in Hannover derzeit leider noch vergeblich.

Wahrscheinlich stehen in Füllkrugs Träumen einfach keine Rechtsverteidiger auf Torlinien im Weg. Vielleicht hat Daniel Stendel auch deshalb von seinen Leuten gefordert, sie müssten jetzt „wach sein“, damit es kein böses Erwachen gibt. Schade. Ausgeträumt.

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