30. August 2020 / 14:35 Uhr

Der Preetzer TSV nimmt die Favoritenrolle an

Der Preetzer TSV nimmt die Favoritenrolle an

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Florian Ziehmer (hier im Jahr 2016 im Duell mit den Holstein-Akteuren Philipp Spohn und Nick Hallbauer) läuft wieder für den Preetzer TSV auf.
Florian Ziehmer (hier im Jahr 2016 im Duell mit den Holstein-Akteuren Philipp Spohn und Nick Hallbauer) läuft wieder für den Preetzer TSV auf. © Jan-Phillip Wottge
Anzeige

Im Kampf um den Spitzenplatz in der Fußball-Verbandsliga Ost scheint der Weg allein über den Preetzer TSV zu führen. Der Tabellenvierte des Vorjahres wird in der Zwölfer-Staffel als heißester Aufstiegskandidat gehandelt.

Anzeige

Und dafür gibt es gleich mehrere Gründe: Zum Einen ist die junge Mannschaft, die fast ausschließlich aus Eigengewächsen besteht, gereift und blieb personell unverändert. Zum Anderen erhalten die Preetzer „Fohlen“ namenhafte Verstärkungen aus der Oberliga. Im Mittelfeld wird der routinierte Florian Ziehmer zukünftig die Fäden ziehen, während im Abwehrzentrum Lukas Lindner für den nötigen Rückhalt sorgen soll. „Zwei exzellente Neuzugänge, die uns in die Lage versetzen, den Spielaufbau durchdachter zu gestalten“, hebt PTSV-Trainer Andreas Möller noch den großen Konkurrenzkampf im 28-Mann starken Kader hervor, der die Spieler zusätzlich motivieren wird.

Mehr Fußball aus der Region

„Wir wollen aus eigener Kraft ganz weit oben landen und müssen dafür unseren besten Fußball zeigen, um die Spiele zu gewinnen“, weiß Möller, dass gerade im spielerischen und taktischen Bereich Luft nach oben besteht. Als Trainingsschwerpunkte wird der Coach neben dem Aufbau- und Überzahlspiel auch das schnelle Umschalten bei Ballverlust und das Gegenpressing im Vordergrund stellen. Doch diese Attribute werden allein nicht ausreichen, um im Kampf um den Aufstiegsplatz zur Landesliga bis zum Schluss ein Wort mitzusprechen. In einer Verbandsliga mit vielen prestigeträchtigen Derbys werden gerade auf schwerem Geläuf in den Herbst- und Wintermonaten Leidenschaft und Einsatzfreude oft genug das Zünglein an der Waage sein.

„Ich glaube, dass der TSV Plön als konstanteste Mannschaft der letzten Jahre um den Titel mitspielen wird. Insgesamt ist die Staffel ziemlich ausgeglichen. Das verspricht Spannung und viele enge Spiele“, so Andreas Möller, der bei Spielen, die auf Messers Schneide stehen, mit einem zusätzlichen Pfund wuchern kann. Torwart Thorge Beuck ist der große Rückhalt beim PTSV und in der Lage, die Punkte festzuhalten. „Ich bin wirklich froh, dass wir ihn haben. Er ist seit vielen Jahren Kapitän, hat eine gute Spielübersicht und große Erfahrung“, schwärmt der Coach, der aber auch weiß, dass die Routine bei vielen seiner jungen Spieler noch nicht in Fleisch und Blut übergegangen ist. Sollte die unerfahrene Mannschaft jedoch von den Routiniers im Team lernen und profitieren, führt der Weg zum Titel nur über den Preetzer TSV.

Stimmt ab! Wer macht das Rennen in der Fußball-Verbandsliga Ost?

Mehr anzeigen

Abgang: Finn Logemann (SSG Rot Schwarz Kiel).

Kader

Tor: Thorge Beuck, Sören Thiessen.

Abwehr: Kevin Beuck, Tim Frahm, Linus Ginosa, Neil Helbing, Rudi Karius, Leon Lembke, Lukas Lindner (SG Kühren), Jan Tonn, Felix Ziebell.

Mittelfeld: Lars Brand (TSV Kropp), Moritz Bremer, Moritz Danberg (SpVg Eidertal/Molfsee), Laurids Grohmann, Finn Grunwald, Tim Schanko, Johannes Schütt, Florian Ziehmer (Eutin 08).

Angriff: Christopher Boldt, Nico Clasen, Daniel Kolbe, Nils Kretschmer, Jonas Mau, Daniel Prost, Max Wichelmann, Maximilian Zimmermann, Julius Zimmermann.

Trainer: Andreas Möller. Co-Trainer: Jirka Heine. Liga-Obmann: Benjamin Först. Pressesprecher: Jörg Wentorp. Betreuerin/Physiotherapeutin: Wiebke Timm.

Favorit: TSV Plön, SSG Rot Schwarz Kiel.