06. August 2019 / 17:22 Uhr

Der SC DHfK Leipzig und die Frage: Wie funktioniert eine gute Mannschaft?

Der SC DHfK Leipzig und die Frage: Wie funktioniert eine gute Mannschaft?

Uwe Köster
Leipziger Volkszeitung
Marko Mamic trifft mit dem SC DHfK auf Wisla Plock, den großen Rivalen seines Ex-Klubs KS Kielce.
Marko Mamic trifft mit dem SC DHfK auf Wisla Plock, den großen Rivalen seines Ex-Klubs KS Kielce. © Christian Modla
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Die SC DHfK-Handballer testen am Mittwoch gegen den polnischen Erstligisten und Champions-League-Teilnehmer Orlen Wisla Plock

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Leipzig. Fünf von sechs Testspielen in der Saisonvorbereitung konnten die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig bisher gewinnen. Geling am Mittwoch der sechste Streich, wäre das ein richtig großer Wurf und ein starkes Signal vor dem Pflichtspielauftakt mit der DHB-Pokalrunde am 17./18. August. Denn mit Orlen Wisla Plock ist am Mittwoch (19 Uhr, kleine Arena-Halle) ein Spitzenteam aus Polen der Gegner, dank einer Wildcard sogar Champions-League-Teilnehmer. Plock ist Sicherheit eine andere Hausnummer als Pogon Stettin, gegen die die Leipziger am Freitag mit dem 44:26 ein Schützenfest feierten.

Orlen Wisla Plock ist der Ex-Verein von DHfK-Kreisläufer Maciej Gebala. Doch den Test gegen den „Hochkaräter“ fädelte nicht Gebala ein. Zustandegekommen ist das Spiel, weil sich DHfK-Manager Karsten Günther und Plock-Trainer Javier Sabaté, ein Spanier, kennen. Die Polen haben erfahrene Topstars wie den Tschechen Ondrej Zdráhala oder den Russen Konstantin Igropulo im Aufgebot. Der Test wird Auskunft geben, wo die DHfK-Männer in der Vorbereitung stehen, was die größten Baustellen sind und wir die Integration der Neuzugänge bisher gelungen ist. Allen voran Marko Mamic, der vom großen polnischen Rivalen KS Kielce gekommen ist (Wisla Plock damit also bestens kennt) und gemeinhin als Königstransfer beim SC DHfK gilt.

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Standortbestimmung gegen Plock

Doch mit dem Stempel „Königstransfer“ hat DHfK-Coach André Haber so seine Probleme. „Ich möchte einen geschätzten Trainerkollegen zitieren: Es wird nicht der beste Einzelspieler der Bundesliga gesucht, sondern die beste Mannschaft. Genau darum geht es“, sagt Haber. Und zum Kroaten Marko Mamic: „Er ist ein Spieler, der natürlich eine hohe Qualität bei uns mit einbringen kann. Ich muss aber ehrlich sagen, ich weiß nicht, ob wir einzelnen Jungs mit dem Begriff Königstransfer einen Gefallen tun. Er ist ja mit seinen 25 Jahren noch ein junger Spieler. Beim Fußball Jung gegen Alt spielt er bei Jung.“

Das passt zu Habers Philosophie, der stets das Wohl des ganzen Teams im Blick hat. „Ich will diesen Mannschaftsgedanken nie missen“, sagt der Coach. Der natürlich auch weiß, dass manche Spieler Licht brauchen, auch das Licht der Öffentlichkeit, andere dafür lieber im Schatten stehen. Das schöne Bild des DHfK-Trainers: „Wenn jeder in die Sonne drängt, ist das nicht gut für die Mannschaft. Und wenn sich jeder in den Schatten stellt, auch nicht. Wir brauchen alle. Wir brauchen denjenigen, der gerne in der Sonne steht, denjenigen, der gerne arbeitet und auch denjenigen, der sich gerne im Hintergrund aufhält. So funktioniert für mich eine gute Mannschaft.“ Wie gut die DHfK-Mannschaft mit ihren Licht- und Schattenmännern aktuell funktioniert, wird am Mittwoch gegen das polnische Spitzenteam zu sehen sein. Ein würdiger Prüfstein.

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