26. Dezember 2020 / 08:16 Uhr

Der Spitzenreiter kommt: SC DHfK Leipzig muss sich gegen Flensburg beweisen

Der Spitzenreiter kommt: SC DHfK Leipzig muss sich gegen Flensburg beweisen

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 21.10.2018, Arena Leipzig, Handball, 1.Bundesliga, 10.Spieltag , SC DHfK Leipzig vs. SG Flensburg-Handewitt , 
Im Bild von links: Simon Hald Jensen (5, Flensburg), Maciej Gebala ( Leipzig) und Lasse Svan (11, Flensburg). , 
Foto: PICTURE POINT / S. Sonntag , 
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Auch die grün-weiße „Kreiskante“ Maciej Gebala ist fest entschlossen, den Spitzenreiter aus dem hohen Norden zu bezwingen. © Picture Point
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Die Leipziger Handballer bereiten sich aktuell mit Taktikbesprechungen, Videoanalysen und Wurftraining auf das Bundesligaspiel gegen die favorisierte SG Flensburg-Handewitt vor. Im Normalfall wäre die Arena am Sonntag (14.40 Uhr) ausverkauft gewesen. Doch coronabedingt findet die Begegnung als Geisterspiel statt.

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Leipzig. „An diesem Tag und gegen diesen Gegner hätten wir sicherlich 10.000 Tickets verkaufen können, doch dieses Fest können wir leider nicht feiern“, sagt SC-DHfK-Cheftrainer André Haber. Stattdessen müsse sein Team das Heimspiel am 27. Dezember (14.40 Uhr) mit Bundesliga-Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt unter sich austragen. Seit dem ersten Weihnachtsfeiertag befinden sich die Leipziger zurück im Training und bereiten sich fleißig auf den Titelfavoriten vor. Videoanalysen, Taktikbesprechungen und Wurftraining hatte der Coach für die Vorbereitung über die Feiertage angesetzt, denn gegen den Nordclub muss für einen Sieg alles perfekt funktionieren.

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Haber bangt um Remke und Wiesmach

„Wir haben immer die Chance auf einen Sieg, daran müssen wir fest glauben“, zeigt sich der 34-Jährige kämpferisch. Wie schwer die Aufgabe gegen den mehrfachen Deutschen Meister jedoch wird, ist Haber absolut klar. „Flensburg hat seine eigene DNA, seine eigenen Markenzeichen. Die Mannschaft zeichnet sich vor allem mit Beständigkeit aus und ist über die letzten drei oder vier Jahre eng zusammengewachsen“, analysiert der Übungsleiter. Mit einer hohen Passgeschwindigkeit, schnellen Kreuzungen und viel Tempo baue das Team von Trainer Maik Machulla Druck auf und könne sich dabei auf die hohe individuelle Klasse seiner Spieler verlassen.

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Der SC DHfK Leipzig gewinnt das Ost-Schlager-Spiel gegen den SC Magdeburg mit 33:29. Zur Galerie
Der SC DHfK Leipzig gewinnt das Ost-Schlager-Spiel gegen den SC Magdeburg mit 33:29. © Christian Modla

Umso wichtiger, dass gegen einen Verein dieser Güteklasse alles in den eigenen Abläufen stimmt. Wie dicht der Leipziger Kader am Sonntag allerdings aufgestellt sein wird, ist noch unklar. Die Sorgenkinder: Patrick Wiesmach und Gregor Remke. Rechtsaußen Wiesmach war vor dem Auswärtsspiel bei Minden im Training umgeknickt und könnte auch gegen Flensburg noch fehlen. Remke hatte in der erwähnten Partie eine Hand ins Gesicht bekommen. „Ich möchte mich für die tolle Betreuung vom Mannschaftsarzt von Minden bedanken. Er kam nach dem Vorfall sofort zu Gregor und hat ihn noch während des Spiels in der Kabine genäht“, lobte Haber.

Doch auch ihr Kontrahent muss in seiner Starbesetzung für Sonntag Abstriche machen. Vor wenigen Wochen hatte sich Ex-Leipziger Franz Semper einen Kreuzbandriss zugezogen und wird seinem Coach Machulla im Rückraum fehlen. In die Messestadt ist Semper dennoch gereist, allerdings schon deutlich vor seinem Team. „Er ist bei unserem Mannschaftsarzt Professor Hepp in Behandlung gewesen und ist jetzt in Leipzig in der Reha“, so SC-DHfK-Geschäftsführer Karsten Günther über den ehemaligen Weggefährten.