21. Juli 2020 / 09:58 Uhr

Nach Corona-Pause: Der Sport in Brandenburg kommt ins Rollen

Nach Corona-Pause: Der Sport in Brandenburg kommt ins Rollen

MAZ-Redaktion
Märkische Allgemeine Zeitung
Der Sport kommt ins Rollen.
Der Sport kommt ins Rollen. © SPORTBUZZER-Montage
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Nach der monatelangen Corona-Zwangspause nehmen viele Sportarten in Brandenburg ihren Spiel- und Wettkampfbetrieb wieder auf.

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Zwar ist es hier und da noch ein paar Wochen und Monate hin, bis der erste Pfiff oder Startschuss ertönt, aber der Sport in Brandenburg kommt peu à peu wieder ins Rollen, nimmt seinen Spiel- und Wettkampfbetrieb wieder auf. Trainiert wurde bereits lange genug, die meisten Sportler sehnen den Neustart nach der Corona-Zwangspause herbei.

Fußball: Am Sonnabend (15 Uhr) stehen die ersten Männer-Pflichtspiele in Brandenburg seit der Corona-Pause an. Im Pokal der Landräte im Fußballkreis Oberhavel/Barnim stehen die vier Viertelfinalpartien an, nachdem die Saison Mitte März unterbrochen werden musste. Überwiegend sind es Pokalspiele, die in den kommenden Wochen stattfinden, nachdem Testspiele schon seit Anfang Juli wieder erlaubt sind. Der Ligaspielbetrieb auf Landesebene startet am Wochenende des 22./23. August, am 22. August findet außerdem das Landespokalfinale im Rahmen des Finaltags der Amateure statt. Zum Vergleich: Die 1. und 2. Bundesliga starten erst am 18. September.

Handball: Der Ligaspielbetrieb wurde in der Saison 2019/20 abgebrochen, die neue Spielzeit startet in den Brandenburgligen der Männer und Frauen jeweils am 25. September. Die Drittligisten Oranienburger HC und VfL Potsdam greifen in ihrer Liga eine Woche später ein.

Basketball: Laut Mitteilung des Landesverbandes Brandenburg beginnt die Saison am 12. September. Zunächst steigt die erste Runde im Landespokal. Eine Woche später beginnen die Punktspiele.

In Bildern: So lief der Trainingsauftakt des 1. VfL Potsdam.

Unter den Augen von Füchse-Manager Bob Hanning starteten die Potsdamer Drittliga-Handballer in die Sommervorbereitung. Zur Galerie
Unter den Augen von Füchse-Manager Bob Hanning starteten die Potsdamer Drittliga-Handballer in die Sommervorbereitung. © Julius Frick

Judo: Die Mannschafts-Bundesliga hat sich in diesem Jahr von ihrem Konzept mit Vorrunde und Endrunde verabschiedet. Stattdessen soll bei Frauen und Männern der deutsche Teammeister an einem Wochenende in einem Kompaktformat ermittelt werden. Angesetzt ist das Format für den 10. und 11. Oktober in der Niederlausitzhalle im brandenburgischen Senftenberg. Der UJKC Potsdam hat seine Teilnahme noch nicht bestätigt.

Wasserball: Die Potsdam Orcas hoffen auf eine Medaille in der Bundesliga der Herren. Die vergangene Saison ist zwar abgebrochen, sechs Teams spielen jedoch ab dem 22. August bis Mitte September freiwillig den Meister aus. Die neue Saison beginnt dann Ende Oktober.

Tennis: Die Tennisspielerinnen und -spieler im Land durften als erste wieder nach der Corona-Pause trainieren, der Ligabetrieb läuft sogar schon seit Mitte Juni.

Aktuelles aus der Region

Volleyball: Im Volleyball beginnen die Damen des SC Potsdam nach dem vorzeitigen Abbruch der Saison 2019/20 die Bundesliga-Saison 2020/21 am 3. Oktober mit einem Heimspiel gegen den Dresdner SC. Die Herren der Netzhoppers KW-Bestensee starten zwei Wochen später am 17. Oktober mit einer Auswärtspartie in Friedrichshafen. Zweitligist SV Lindow-Gransee beginnt bereits einen Monat früher am 19. September mit einem Heimspiel gegen den VC Bitterfeld-Wolfen. Die Landesliga will am 12. September den Punktspielbetrieb wieder aufnehmen.

Tischtennis: Im Tischtennis fliegt der Ball ebenfalls über die Platte. Am 24./25. August ist ein Qualifikationsturnier zur Verbandsrangliste bei Damen und Herren in Herzberg terminiert. Danach soll der Spielbetrieb in den Ligen beginnen.

Leichtathletik: Auch in den olympischen Sportarten steht in der zweiten Saisonhälfte noch der eine oder andere Höhepunkt an. Die Leichtathleten planen mit einer „Late Season“, deren erster Höhepunkt am 8./9. August die Deutschen Meisterschaften in Braunschweig – allerdings ohne Zuschauer, mit limitierten Teilnehmerzahlen – sein werden. „Ich bin froh, dass es überhaupt wieder Wettkämpfe gibt“, sagt Diskuswerferin Kristin Pudenz vom SC Potsdam, die bereits erste Starts hinter sich hat und mit persönlicher Bestleistung von 64,92 Meter die nationale Rangliste anführt. „Ich will meinen DM-Titel aus dem Vorjahr gern verteidigen“, sagt sie. Die Leichtathletik-Landesmeisterschaften von Berlin und Brandenburg für Frauen, Männer, U20 und U18 sollen am 22. August in Berlin-Hohenschönhausen ausgetragen werden.

In Bildern: Die Brandenburger "Bilder der Woche" der Saison 2019/20.

Die Brandenburger Bilder der Woche der Saison 2019/20. Zur Galerie
Die Brandenburger "Bilder der Woche" der Saison 2019/20. ©

Kanurennsport: Die Kanuten um die Olympiasieger Sebastian Brendel und Ronald Rauhe vom KC Potsdam bereiten sich nach zwei Leistungsüberprüfungen auf die Deutschen Meisterschaften vom 7. bis 9. August in Duisburg vor. Danach soll im Oktober ein Weltcup in Szeged/Ungarn ausgefahren werden.

Rudern: Die Ruderer um Olympiasieger Hans Gruhne vom RC Potsdam planen mit einer EM im Oktober in Poznan/Polen. In der U19 und U23 soll es im September noch Europameisterschaften geben.

Schwimmen: Im Schwimmen wird es unter anderen für Rücken-Ass Christian Diener vom Potsdamer SV vom 29. Oktober bis 1. November Deutsche Meisterschaften in Berlin geben, allerdings – Stand jetzt – nur auf den olympischen Einzelstrecken mit maximal 30 Startern pro Disziplin und ohne Staffelwettbewerbe. Bereits eine Woche zuvor findet dort ein Weltcup statt.