08. Juni 2021 / 10:41 Uhr

Der SV Todesfelde startet nächste Woche gegen die SG Geest 05 in den Landespokal

Der SV Todesfelde startet nächste Woche gegen die SG Geest 05 in den Landespokal

Jürgen Brumshagen
Kieler Nachrichten
Todesfeldes Dennis Studt (re.) behauptet den Ball gegen Silas Meyer aus der zweiten Mannschaft des VfB Lübeck. Studt und SVT starten in der nächsten Woche in den Landespokal.
Todesfeldes Dennis Studt (re.) behauptet den Ball gegen Silas Meyer aus der zweiten Mannschaft des VfB Lübeck. Studt und SVT starten in der nächsten Woche in den Landespokal. © Sönke Ehlers
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Kaum machte das Ergebnis der Auslosung der Halbfinalspiele im Fußball-Landespokal die Runde, flackerte er wieder auf: der unerschütterliche Optimismus der Fans des Oberligisten SV Todesfelde.

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Teamchef Sven Tramm freut sich über so viel Zuversicht in der Anhängerschaft, mahnt aber gleichzeitig: „Es ist der Wahnsinn, wie die Erwartungshaltung nach unserem Titelgewinn 2020 in die Höhe geschossen ist. Die Fans dürfen träumen, aber die Mannschaft muss sich auf jeden Schritt fokussieren. Bevor es vielleicht gegen das Regionalliga-Topteam SC Weiche Flensburg 08 um den Einzug ins Endspiel geht, müssen wir zwei andere Aufgaben lösen, die es in sich haben.“

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Nur, wenn Tramms Truppe am Mittwoch, 16. Juni, das Nachholspiel des Achtelfinales beim Landesligisten SG Geest 05 (Anstoß 19 Uhr in Schafstedt) gewinnt und anschließend den Regionalligisten Heider SV ausschaltet (So., 20. Juni; 15 Uhr, Joda-Sportpark), werden die Flensburger am Mittwoch, 23. Juni, nach Todesfelde kommen. Das Team von der dänischen Grenze müsste zuvor allerdings die Pflichtaufgabe beim Landesligisten FC Kilia Kiel lösen (18. Juni; 19 Uhr).

Im zweiten Halbfinale trifft Phönix Lübeck am Mittwoch, 23. Juni, auf den Sieger aus TSB Flensburg (Oberliga) gegen den VfB Lübeck, der nach dem Abstieg aus der 3. Liga kaum noch Spieler des Profikaders zur Verfügung hat. Das Endspiel soll am Sonntag, 27. Juni, im Uwe-Seeler-Fußballpark in Malente ausgetragen werden.

Am 31. Oktober 2019 setzte sich die Todesfelder Elf im Semifinale gegen Weiche Flensburg mit 1:0 durch. Florian Petzold traf für den Außenseiter in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Das Endspiel wurde aufgrund der Corona-Pandemie erst Ende August 2020 ausgetragen. Mit 3:2 bezwang der Oberligist den damaligen Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck, gewann erstmals den Landespokal und feierte die Premiere im DFB-Pokal (0:1 gegen den VfL Osnabrück).

Die SG Geest 05 bereitet sich intensiv auf ihren Pokalkracher gegen den Titelverteidiger vor. Ein Vergleich mit der zweiten Mannschaft wurde als offizielles Freundschaftsspiel angesetzt. Die erste Elf setzte sich am Sonntag mit 3:0 durch. Die Todesfelder möchten ebenfalls testen, die Suche nach einem Gegner gestaltet sich allerdings schwierig. „Wir hätten gegen FC Teutonia 05 spielen können, aber der ambitionierte Hamburger Regionalligist wäre zum Einrollen nach der langen Pause nicht der passende Gegner gewesen“, sagt Tramm. „Wir hätten gern einen Verbands- oder Landesligisten. Die Teams dieser Spielklassenebene, bei denen wir angefragt haben, trainieren aber – wenn überhaupt – derzeit nur auf Sparflamme.“

Pechvogel Yannick Chaumont, der sich erst die Achillessehne und dann – gerade wieder fit – das Kreuzband riss, befindet sich auf einem guten Weg. „Monti absolvierte bereits leichtes Lauftraining“, freut sich Tramm. „Bis er auf den Platz zurückkehrt, wird es aber noch dauern.“

Tramm geht davon aus, die Zugänge Lukas Benner (SV Barmbek-Uhlenhorst, Torwart), Deniz Hassan Yilmaz (USC Paloma Hamburg, Innenverteidiger), Mats Klüver (Oldenburger SV, Mittelfeld) und Jan-Luca Holst (Grün-Weiß Siebenbäumen, Angriff) im Pokal nicht einsetzen zu dürfen. „Derzeit gilt, dass mit dem Kader der annullierten Saison 2020/21 gespielt werden muss“, erläutert der Neversdorfer. „Aber niemand weiß, ob sich daran vielleicht nicht doch etwas ändert. Die Regeln ändern sich in Corona-Zeiten so schnell.“