06. Mai 2019 / 07:50 Uhr

Der Torwartgigant von Hannover 96: Michael Esser wieder "überragend"

Der Torwartgigant von Hannover 96: Michael Esser wieder "überragend"

Andreas Willeke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Esser klärt gegen Goretzka.
Michael Esser hielt auch gegen die Bayern wieder stark. © Getty Images
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Hannover 96 verlor in München zwar mit 1:3, Torwart Michael Esser hatte keine Schuld. Im Gegenteil: Mit seinen Paraden hielt er die Gäste lange im Spiel, wie schon seit Wochen. 96 muss sich eingestehen, dass es fast unmöglich ist, Esser zu halten.

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Am Tag vor dem Spiel hat der Trainer seinem Torwart den Wert für die Mannschaft klargemacht: „Bruno, wir brauchen dich in absoluter Topverfassung.“ Bruno, der bürgerlich Michael Esser heißt, hat geantwortet: „Coach, ich bin da.“

Die Geschichte hat Thomas Doll nach dem 1:3 in München erzählt – einem Spiel, in dem sich der Coach auf seinen Torhüter verlassen konnte. „Er hat seine gigantische Form wieder gezeigt“, huldigte ihm Doll. „Überragend“ habe er gehalten – und das auf der Bühne des ehemaligen Titans Oliver Kahn.

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96-Einzekritik ©
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Esser konnte sich auszeichnen

Esser gab dann auch zu, dass ihm die 90 Minuten Spaß gemacht hatten. „Für mich war es schon ein gutes Spiel, in dem ich mich auszeichnen konnte.“ 27 Schüsse haben die Bayern auf sein Tor abgefeuert, sein Gegenüber Sven Ulreich bekam nur zweimal was auf den Kasten.

Daran lässt sich auch der Einbahnstraßen-Fußball Richtung Esser erkennen. Der 96-Torwart war das Bollwerk, an ihm prallten die Bayern immer wieder ab. Ob bei den Kopfbällen von Kingsley Coman (11.) und Robert Lewandowski (14.), den Schüssen von Thomas Müller (26. und 36.) oder von Jérôme Boateng (37.) und David Alaba (60., 69.) – der gelernte Klempner hatte seine Finger im Spiel.

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Schwer zu halten

„Wir haben das Spiel lange offen gehalten“, erklärte Esser. „Ich hätte gedacht, dass, wenn wir das 1:2 länger halten können, dann vielleicht noch ein Freistoß oder so reinrutscht.“ Mit seiner Topleistung, und das ist der Nachteil für 96, hat Esser im besten Schaufenster der Bundesliga seinen Marktwert erhöht. Er hat auch wieder einen Backstein vom Sponsor bekommen als Belohnung für den von Fans gewählten 96-Spieler des Spiels.

Der Torwart ist im Unterschied zu etlichen 96-Mitspielern bundesligareif – und wird wohl auch bei einem 96-Abstieg in der 1. Liga bleiben. Düsseldorf hat Interesse, nach dem Bayern-Spiel werden sich weitere Klubs überlegen, den Torwart zu schnappen. Esser ist mit 31 im besten Torwartalter, ein Dreijahresvertrag bei einem Bundesligisten dürfte sein Ziel sein.

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