28. Mai 2020 / 10:46 Uhr

Der Trainerjob lässt ihn nicht los: Was macht eigentlich FF-Aufstiegscoach Udo Richter

Der Trainerjob lässt ihn nicht los: Was macht eigentlich FF-Aufstiegscoach Udo Richter

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Von 2007 bis 2009 Trainer beim SV Falkensee-Finkenkrug: Udo Richter.
Von 2007 bis 2009 Trainer beim SV Falkensee-Finkenkrug: Udo Richter. © Jan Kuppert
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Brandenburgliga: Udo Richter, der beim SV Falkensee-Finkenkrug große Erfolge feierte, ist noch im Nachwuchs tätig.

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In normalen Zeiten würde sich die aktuelle Fußballsaison jetzt dem Ende entgegen neigen. An jedem Wochenende hätte es in den verschiedenen Ligen auf Landes- und Kreisebene neue Entscheidungen über Auf- und Absteiger gegeben. So jähren sich derzeit die Jubiläen der großen sportlichen Erfolge oder auch Misserfolge.

Vor genau 15 Jahren schafften die Fußballer des SV Falkensee-Finkenkrug nach mehreren Anläufen erstmals den Aufstieg in die NOFV-Oberliga, stiegen allerdings ein Jahr später schon wieder ab. Drei Jahre später, im Juni 2008, gelang den Falkenseer Kickern zum zweiten Mal der Sprung in die überregionale fünfte Liga. Als kurz vor der sportlichen Coronapause am letzten Februartag dieses Jahres der frühere Falkenseer Trainer Udo Richter als Zuschauer zu Gast beim 4:1-Auswärtssieg der FF-Mannschaft in der Brandenburgliga bei Eintracht Miersdorf/Zeuthen war, wurde natürlich über viele Erinnerungen an die überaus erfolgreichen Zeiten gesprochen.

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Nach insgesamt drei Oberliga-Spielzeiten tritt der SV Falkensee-Finkenkrug aktuell in der Brandenburgliga an. Wir haben die Trainer seit 2004 für euch zusammengestellt. Zur Galerie
Nach insgesamt drei Oberliga-Spielzeiten tritt der SV Falkensee-Finkenkrug aktuell in der Brandenburgliga an. Wir haben die Trainer seit 2004 für euch zusammengestellt. © Jan Kuppert/Oliver Schwandt/Axel Eifert/Tanja M. Marotzke/Robert Roeske/Frank Neßler

„Das waren zwei wunderschöne und erfolgreiche Jahre, die ich als Trainer in Falkensee hatte. Ich erinnere mich immer wieder gern daran zurück“, sagte Udo Richter, der 50 Jahre alt war, als er Mitte Mai 2007 die Nachfolge von Detlev Zimmer als Trainer bei den Kickern von der Finkenkruger Leistikowstraße antrat. „Die Jungs haben dann in der Brandenburgliga eine tolle Saison gespielt. Schon vier Wochen vor dem Ende standen wir als Aufsteiger in die Oberliga fest. Kurz danach standen wir auch noch im Finale um den Landespokal, wo wir dem Favoriten vom SV Babelsberg 03 aus der Regionalliga vor fast 2000 Zuschauern bei uns einen starken Kampf geliefert und nur unglücklich nach einem Sonntagsschuss mit 0:1 verloren haben. Und in der Saison danach in der Oberliga haben wir meist in der oberen Hälfte mitgespielt und am Ende einen ganz starken siebenten Tabellenplatz belegt. So weit war der Falkenseer Verein noch nie gekommen. Wie gesagt, es gab so viele schöne Augenblicke damals, an die ich mich immer wieder gern erinnere“, erzählte der erfahrene Coach.

Auch nach dem etwas abrupten Ende seiner Zeit in Falkensee im August 2009 war Udo Richter, der selbst bereits als 18-Jähriger bei Stahl Eisenhüttenstadt in der DDR-Liga (damals 2. Liga) spielte, weiter als Co-Trainer und Trainer tätig – bei den damaligen Amateuren des 1. FC Union Berlin, dem Brandenburger SC Süd 05, Stahl Brandenburg und dem Köpenicker SC. Im Sommer 2016 war er zunächst in Fußballrente gegangen, hielt es dort allerdings nicht allzu lange aus und heuerte im Nachwuchs des FC Strausberg an.

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Die Fußballtalente haben es ihm weiterhin angetan. Vor einem Jahr übernahm der in Zeuthen wohnende Udo Richter in seinem Heimatort die in der Brandenburgliga spielenden A-Junioren von Eintracht Miersdorf/Zeuthen. Die Mannschaft steigerte sich im Saisonverlauf und schaffte als Neunter recht souverän den Klassenerhalt.

Die größten Erfolge gelangen dem Team unter Coach Udo Richter aber in der Halle. Völlig überraschend wurden die A-Junioren ausMiersdorf/Zeuthen im Januar in Brandenbugr/Havel Futsal-Landesmeister. Anfang Februar in Rostock wurde die Richter-Truppe beim überregionalen NOFV-Turnier sensationell Dritter hinter dem 1. FC Lok Leipzig und dem 1. FC Merseburg. „Ein Punkt mehr und wir wären sogar Zweiter geworden. Gegen Turniersieger Lok Leipzig haben wir unglücklich 0:1 verloren“, erzählte Udo Richter. Der Trainerjob bei den A-Junioren in Miersdorf/Zeuthen macht ihm großen Spaß, „weil die Jungs toll mitziehen und die Sachen annehmen, die ich ihnen vermitteln will, und wir zusammen mit Betreuerin Anita Dippert eine Super-Truppe sind. Da auch der Verein es gern möchte, werde ich auch in der nächsten Saison weiterhin die A-Junioren trainieren“, so der inzwischen 63-jährige Udo Richter.