26. März 2021 / 17:48 Uhr

Der Traum vom Profifußball lebt noch bei Pascal Schölzke

Der Traum vom Profifußball lebt noch bei Pascal Schölzke

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
Pascal Schölzke (r.) kam nach gut einer Stunde ins Spiel.
Seit der Saison 2019/20 spielt der gebürtige Oranienburger Schölzke bei der TSG Neustrelitz. © Johannes Weber
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Fußball-Oberliga: Der Liebenwalder, der bei Fußball-Oberligist TSG Neustrelitz seine Vertrag verlängert hat, will perspektivisch den Sprung in die 3. Liga schaffen.

Seine fußballerische Zukunft sieht der Liebenwalder Pascal Schölzke auch in der nächsten Saison bei der TSG Neustrelitz in der Nordstaffel der Oberliga. Wie der Verein aus Mecklenburg-Vorpommern in dieser Woche vermeldete, hat der 21-Jährige seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag um ein weiteres Jahr mit Option auf eine zusätzliche Spielzeit verlängert. „Mir ist das Credo wichtig, dass der Verein auch zu einem selbst passt. Das ist für mich bei der TSG der Fall“, so Schölzke, der seit 2019 im Club ist. „Für die nächsten Schritte meiner Karriere ist es das Richtige, dass ich in Neustrelitz den Vertrag verlängert habe.“

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Denn der Oberhaveler hat ehrgeizige Pläne für seine Zukunft: Für Schölzke soll die Oberliga nicht das Ende der Fahnenstange sein. „Ich möchte gerne in den Profifußball. Die 3. Liga ist das Ziel. Ich bin noch jung, da muss man sich Ziele stecken“, so der Fußballer, der derzeit beim Landkreis Oberhavel eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten macht. Denn ein zweites Standbein ist ihm wichtig – auch im Hinblick auf die Zukunft. Das bedeutet für den Liebenwalder aber jede Menge lange Tage. „Da kann ich mir aber der Unterstützung meiner Familie gewiss sein. Anders würde das nicht gehen. Dafür bin ich auch allen sehr dankbar“, so der Kicker. Nach der Arbeit in Oranienburg geht es für Pascal Schölzke oftmals mit dem Zug nach Neustrelitz zum Training und danach wieder zurück Richtung Oberhavel.

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Aufgrund der derzeitigen Inzidenz ist im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte das Training aktuell noch möglich. „Das freut mich natürlich sehr, dass wir wieder auf dem Platz sind. Das habe ich vermisst, auch wenn wir erstmal nur in Kleingruppen trainieren“, so Schölzke. Nach über vier Monaten Trainingspause starteten die TSG-Fußballer von Trainer Maximilian Dentz in der vergangenen Woche wieder mit dem Trainingsbetrieb – kontaktlos und in Kleingruppen, wie es aufgrund der behördlichen Verfügung erlaubt ist.

Coronabedingt: Nur 24 Ligaspiele in zwei Spielzeiten bisher für die TSG

Aufgrund des coronabedingten Saisonabbruchs in der Serie 2019/20 sowie der derzeitigen Unterbrechung der Spielzeit 2020/21 kam der gelernte Offensivspieler bisher nur auf 24 Ligapartien für die Neustrelitzer, erzielte dabei lediglich einen Treffer in der Meisterschaft. Der gebürtige Oranienburger, der einst mit dem Fußball beim Heimatverein FV Liebenwalde startete und später beim Oranienburger FC sowie SV Babelsberg 03 ausgebildet wurde, spielte vor seinem Engagement in Neustrelitz noch eine Saison beim SV Altlüdersdorf. Doch nach dem freiwilligen Rückzug aus der 5. Liga vom Team aus der Gasse nach der Spielzeit 2018/19 trennten sich auch die Wege von Schölzke und dem SVA. Dieser blieb in der Oberliga, wechselte nur knapp 40 Kilometer in Richtung Norden zur TSG.

In der Oberliga sollte es in der „laufenden“ Saison zusätzlich ein Wiedersehen mit Jugendfreund Lucas Schewe geben, der 2019 zum Rostocker FC wechselte. Doch dieser kam nun vermehrt in der zweiten Mannschaft der Hansestädter zum Einsatz. „Wir sind in derselben Straße in Liebenwalde aufgewachsen und unter seinem verstorbenen Vater Jens haben wir gemeinsam die ersten Schritte im Fußball gemacht“, erinnert sich Schölzke. „Jens war für mich jemand sehr wichtiges, vor allem in der Persönlichkeitsentwicklung.“

Verletzt: Pascal Schölzke.
In Brandenburg spielte der heute 21-Jährige für den FV Liebenwalde, Oranienburger FC, SV Babelsberg 03 und SV Altlüdersdorf. © Christoph Brandhorst

Fußballerisch hat sich der TSG-Kicker mit der Rückennummer 13 zuletzt auch weiterentwickelt und übernahm bei den Neustrelitzern zuletzt verschiedene Positionen auf dem Feld. „Ich bin vielseitig einsetzbar, was mein Vorteil ist“, meint Schölzke. „Ich will natürlich am liebsten für die Tore verantwortlich sein. Auf der Außenbahn kann ich meine läuferischen Qualitäten und Athletik ausspielen.“


Bei der Verpflichtung vor knapp zwei Jahren sprachen die TSG-Verantwortlichen von einem „jungen und talentierten Mittelstürmer“. Dieses Potenzial konnte der Liebenwalder nicht immer abrufen, aber die Leistungsbereitschaft auf dem Rasen war ihm nie abzusprechen. Nach der erneuten Vertragsverlängerung können sich die Neustrelitzer mindestens ein weiteres Jahr auf die Dienste von Schölzke freuen – egal wann und wie es in der 5. Liga weitergeht. Auch dort ist ein Saisonabbruch schon ein Thema.