18. Juli 2019 / 16:58 Uhr

Der Traum von der Bundesliga: MTB Baskets wollen auf die Profi-Landkarte zurück

Der Traum von der Bundesliga: MTB Baskets wollen auf die Profi-Landkarte zurück

Matthias Abromeit
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die MTB Baskets Hannover wollen zurück in den Profibereich des Basketballs. 
Die MTB Baskets Hannover wollen zurück in den Profibereich des Basketballs.  © Debbie Jayne Kinsey
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Eigentlich gilt Niedersachsen als Basketball-Land. Die Landeshauptstadt Hannover ist allerdings ein weißer Fleck auf der Landkarte des Profi-Basketballs. Dies soll sich in Zukunft ändern: Die MTB Baskets Hannover planen die Rückkehr in den Profibereich - aktuell werden beim Regionalligisten die Strukturen für den angestrebten Aufschwung geschaffen. 

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Niedersachsen ist ein Basketball-Land – das beweisen nicht nur die Exporte. „Von den sechs aktuellen deutschen Spielern in der amerikanischen Profiliga NBA kommen drei aus Niedersachsen“, sagt Mayk Taherian, Präsident des Niedersächsischen Basketball-Verbandes (NBV), nicht ohne Stolz. Dennis Schröder (Braunschweig), Daniel Theis (Salzgitter) und Isaiah Hartenstein (Quakenbrück) sind diese Botschafter Niedersachsens jenseits des Atlantiks.

Hannover ist der weiße Fleck auf der Karte

Zudem sind in der Basketball-Bundesliga (BBL) vier Klubs aus Niedersachsen da­bei, darunter mit den EWE Baskets Oldenburg, Rasta Vechta und den Basketball-Lö­wen Braunschweig drei Play-off-Teilnehmer der vergangenen Saison. Mehr Erstligisten gibt es derzeit in keinem anderen Bundesland. Da wundert es, dass ausgerechnet die Landeshauptstadt Hannover ein weißer Fleck auf der Landkarte des deutschen Profi-Basketballs ist. Die MTB Baskets Hannover und die TSV Neustadt temps Shooters als am höchsten spielende Teams aus der Region sind nur in der 1. Regionalliga beheimatet, der vierthöchsten Spielkasse.

Geht es aber nach den MTB Baskets, kehrt Hannover auf die Profi-Landkarte zurück. „In spätestens zwei Jahren wollen wir in der 2. Liga Pro B spielen. Mittelfristig auch in der Pro A“, sagt der Sportliche Leiter Björn Becker. Selbst den Aufstieg bis in die Bundesliga will bei den Baskets keiner ausschließen.

Das sind Hannovers Spitzensportler und -sportlerinnen

<b>Alexej Mikhailov</b> ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. Zur Galerie
Alexej Mikhailov ist 22 Jahre alt und gilt als Deutschlands größtes Talent im Hammerwurf. Der gebürtige Hannoveraner startet für die Leichtathletik-Abteilung von Hannover 96. Mikhailov ist amtierender deutscher Meister der U 23 und gewann 2017 zudem Bronze bei den U23-Europameisterschaften. ©
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"Viel schwieriger ist es, die Strukturen im Verein zu schaffen"

Diesen Erstligatraum erfüllte sich nur der TK Hannover in der Saison 1993/1994. Die Anläufe der Hannover Flyers in den späten 90er-Jahren und der UBC Hannover Tigers 2014 endeten in der 2. Liga. Das Geld reichte nicht, und das Vereinsumfeld war mit dem sportlichen Erfolg nicht mitgewachsen.

Diese Fehler wollen die MTB Baskets nicht wiederholen. „Ein Team für die BBL zusammenzustellen, ist nur eine Frage des Geldes. Viel schwieriger ist es, die Strukturen im Verein zu schaffen. Da muss alles auf viele Schultern verteilt und auf die Jugend gesetzt werden“, sagt Verbandspräsident Taherian.

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Neuer Weg soll bis in die Bundesliga führen

Die MTB Baskets, die im April schon aus der 1. Regionalliga abgestiegen waren, aber dank der Lizenzübernahme von den Herzogen Wolfenbüttel die Klasse am grünen Tisch hielten, bestreiten diesen Weg. Sponsoren ermöglichen einen Etat im mittleren sechsstelligen Bereich. Das erlaubt die Anstellung von drei hauptamtlichen Trainern – Benjamin Travnizek, Michael Hu­ber und Christian Meinerzhagen. Becker als Sportlicher Leiter bekommt zudem prominente Unterstützung: Ralph Held, bis Ende Mai dreieinhalb Jahre als Sportdirektor beim Deutschen Basketball-Bund.

Auch die folgenden Anregungen von Verbandspräsident Taherian wollen die Baskets umsetzen. „Ein Basketballspiel muss zu einem Event werden. Die Leute müssen schon weit vor Spielbeginn kommen, un­ter­hal­ten werden, essen können. Vereine, die das nicht verstehen, werden auf der Strecke bleiben“, sagt er. Die MTB Baskets haben verstanden.

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