03. September 2019 / 20:41 Uhr

SC DHfK Leipzig ist nach Sieg gegen Stuttgart Tabellenführer

SC DHfK Leipzig ist nach Sieg gegen Stuttgart Tabellenführer

Matthias Roth
Leipziger Volkszeitung
Bastian Roscheck und der SC DHfK Leipzig bezwangen den TBV Stuttgart verdient mit 31:28
Bastian Roscheck und der SC DHfK Leipzig bezwangen den TBV Stuttgart verdient mit 31:28 © Christian Modla
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Das Team um Trainer André Haber setzte sich gegen die Schwaben mit 31:28 durch und eroberten die Tabellenführung. Schon am Donnerstag treten die Grün-Weißen bei den Eulen Ludwigsburg an und können sich mit einem weiteren Erfolg in der Spitzengruppe der Handball-Bundesliga festsetzen. 

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Leipzig. Die Bundesliga-Handballer des SC DHfK Leipzig bleiben weiter ohne Verlustpunkt. Am Dienstagabend gewann die Mannschaft von Trainer André Haber auch ihr drittes Saisonspiel. Die Gäste vom TVB Stuttgart wurden vor 3563 Zuschauern mit 31:28 (14:13) nach Hause geschickt. Weil Meister Flensburg in Wetzlar nur unentschieden spielte (27:27), ist Leipzig nun sogar Tabellen-Spitzenreiter!

Logisch, dass André Haber hochzufrieden war: „Ich bin sehr glücklich, dass wir den besten Saisonstart hingelegt haben, den wir in der Bundesliga bisher hatten. Die Tabellenführung dürfen wir nicht überbewerten, wir haben erst den dritten Spieltag. Es ist aber schön, dass wir dreimal gewonnen haben. Ich werde aber trotzdem nicht unruhig“, sagte der DHfK-Coach.

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SC DHfK Leipzig - TVB Stuttgart (31:28) Zur Galerie
SC DHfK Leipzig - TVB Stuttgart (31:28) ©
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Die Fans der Grün-Weißen wurden in der Anfangsphase aber erstmal nervös. Wie schon gegen Berlin und Minden überließ der SC DHfK zunächst dem Gegner die Regie und lag schnell mit 0:3 hinten. Anders als in den ersten beiden Partien, als die Leipziger sich in den ersten zehn Minuten deutliche Rückstände leisteten und nur mit riesigen Kraftakten die Spiele überhaupt noch gewannen, schoben die Leipziger dieses Mal frühzeitig einen Riegel vor und trafen schon in der vierten Minute erstmals durch Bastian Roscheck.

DHfK startet mit Vortmann im Tor

Haber überraschte die Schwaben und stellte nicht den zuletzt mit 22 Paraden überragenden Joel Birlehm ins Tor, sondern Jens Vortmann. Der Coach lag damit goldrichtig. Der 32-Jährige fand zügig in die Partie und hielt seine Kollegen mit mehreren Paraden im Spiel.

Die Zuschauer mussten trotzdem geduldig bleiben. Wieder leisteten sich die Leipziger viele Fehler im Angriff. Nach einer knappen Viertelstunde durften die Fans aber erstmals ausgelassen jubeln. Marko Mamic zog aus vollem Lauf ab, traf zum 5:4 und erzielte damit die erste Führung für die Sachsen in einer ersten Halbzeit der noch jungen Saison.

Haber vertraute im Rückraum neben Mamic zunächst Luca Witzke. Nationalspieler Philipp Weber beobachtete die Partie in den ersten 17 Minuten von der Bank aus. Als er in die Partie kam, leistete er sich gleich zwei Anspielfehler und einen verworfenen Ball in Folge. Haber ließ ihn im Spiel und hatte auch mit dieser Entscheidung ein glückliches Händchen. Nach zwei verworfenen Siebenmetern nahm sich Weber in der 25. Minute als dritter Schütze den Ball und traf ganz frech mit einem Heber gegen Stuttgarts 2,05-Meter-Keeper Johannes Bitter. „Ich war schon relativ am Boden, weil ich davor zwei einfache Fehler gemacht habe, die mir sonst nicht passieren. Schlechter werden konnte es nicht mehr, und wenn ich ihn rein mache, ist es ein Dosenöffner. Das war es in dem Fall“, sagte Weber hinterher.

Lukas Binder trifft zur Vorentscheidung

Leipzig gegen Stuttgart: Das waren in den vergangenen Jahren regelrechte Schlachten mit einer ausgeprägten Körperlichkeit. Davon war in diesem Jahr nur noch wenig zu sehen, die spielerischen Elemente überwogen. Das Gesicht beider Teams hat sich geändert und zupackende Routiniers wie Michael Schweikardt (Karriereende) oder Simon Baumgarten (2. Mannschaft) sind beim TVB nicht mehr dabei. In der zweiten Hälfte dominierten so die Angriffsreihen. Allein in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel sahen die Zuschauer 15 Tore und eine 23:19-Führung des SC DHfK.

Auch Habers Co-Trainer Milos Putera – für die Torhüter zuständig – hatte ein glückliches Händchen. Er tauschte in der 43. Minute die Torhüter. Und was machte Birlehm kurz danach? Er hielt einen Siebenmeter und war im Spiel. Dennoch blieb es bis zur 54. Minute spannend. Dann traf Lukas Binder mit dem 30:25 zur Vorentscheidung.

Für die Leipziger ist der Erfolg allerdings nur eine Momentaufnahme. „Die Tabellenführung ist schön. Es kommen aber noch Wochen, wo es schwer wird. Heute war es ein Pflichtsieg“, meinte denn auch Bastian Roscheck. Der Spielplan ist für die Haber-Truppe nämlich brutal. Am Donnerstag muss sie bei den Eulen Ludwigshafen antreten. Der Mannschaftsbus muss zuvor knapp 500 Kilometer zurücklegen.

SC DHfK Leipzig: Vortmann 1, Birlehm – Semper 2, Wiesmach, Witzke 3, Krzikalla 3, Binder 6, Janke 2, Müller, Roscheck 1, Weber 4/1, Mamic 5, Gebala 2, Milosevic, Esche, Kristjansson 2,

TVB Stuttgart: Bitter, Lehmann – Häfner 4, Asgeirsson 1, Weiß 1, Späth, Lönn 7, Markotic 3, Röthlisberger, Zieker 7/3, Pfattheicher 4, Peshevski 1, Wieling,

Siebenmeter: SC DHfK 1/3 , TVB 3/4

Zeitstrafen: SC DHfK 2 Minuten , TVB 10 Minuten

Zuschauer: 3519

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