09. November 2018 / 16:24 Uhr

Der Trend spircht für den SV Bornreihe

Der Trend spircht für den SV Bornreihe

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
Nils Gresens (links, hier im Spiel gegen Eintracht Celle) wird den Bornreihern wegen einer Gelb-Sperre gegen Gellersen fehlen.
Nils Gresens (links, hier im Spiel gegen Eintracht Celle) wird den Bornreihern wegen einer Gelb-Sperre gegen Gellersen fehlen. © Tobias Dohr
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Das Team von Trainer Saša Pinter empfängt am Sonntag abgestürzten Aufsteiger aus Gellersen

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Was haben Olympique Lyon und der SV Blau-Weiß Bornreihe gemeinsam? Beide Fußballteams verspielten unlängst einen 2:0-Vorsprung in Überzahl. „Genau wie die Akteure von Lyon im Champions-League-Match gegen die TSG Hoffenheim hatten auch meine Spieler in der Partie beim Rotenburger SV zumindest im Unterbewusstsein den Sieg schon für sich verbucht“, sagt Bornreihes Coach Saša Pinter vor dem Landesliga-Heimspiel gegen den Aufsteiger TSV Gellersen. Gespielt wird am Sonntag ab 14 Uhr auf dem Platz bei Postels.So richtig begreifen kann Pinter aber immer noch nicht, weshalb seine Schützlinge in Rotenburg nicht den Sieg einfuhren: „Wir haben schließlich eine Klasse-Leistung geboten und dicke Chancen zum 3:0 ausgelassen.“ Am Ende hätten wohl auch die Gastgeber selbst nicht gewusst, wie sie dank des verwandelten Elfmeters sowie des Freistoßes von Björn Mickelat noch zum Unentschieden gekommen waren. Der Trend stimme aber trotz des enttäuschenden Ergebnisses in Rotenburg nach wie vor. „Wir haben fünf der vergangenen sieben Spiele gewonnen und nur eines verloren. Wir befinden uns also in einem guten Rhythmus, den wir uns nun auch im Heimspiel gegen den TSV Gellersen nicht kaputt machen lassen wollen“, erklärt Saša Pinter.

Der Trend des Liganeulings zeigte zuletzt deutlich nach unten. Aus den ersten fünf Partien holte Gellersen sagenhafte 13 Zähler. „Da haben schon alle gedacht, dass der Verein sich genau wie der SV Emmendorf in der Vorsaison im oberen Drittel festsetzen würde“, sagt Pinter. Doch dann folgte der Absturz. Der TSV ist seit acht Begegnungen sieglos und ergatterte in dieser Zeit nur zwei Zähler. Deshalb rutschte der Aufsteiger auch auf einen Abstiegsplatz ab. Andreas Demir markierte bereits acht Treffer für Gellersen. Demir profitiert aber auch von der offensiven Spielweise seiner Mannschaft, die völlig untypisch für einen Abstiegskandidaten 27 Tore in 13 Partien anbrachte und auch ein positives Torverhältnis aufweist.

„Wir wissen deshalb auch nicht so genau, was uns da am Sonntag erwartet“, gibt Saša Pinter zu bedenken. Der „Moorteufel“-Coach muss auf seinen Kapitän Nils Gresens verzichten, der sich mit der fünften Gelben Karte für ein Match abmeldete. Alexander Huhn, der in Rotenburg aufgrund muskulärer Probleme bereits in der Anfangsphase ausgewechselt wurde, wird ebenfalls fehlen. Fraglich ist der Einsatz von Torjäger Patrick Müller, der seine Rückenzerrung aber auskuriert haben dürfte. Ein wenig ungewiss ist zudem, ob der angeschlagene Loris Menger mitwirken kann. „Bei ihm sieht es aber ganz gut aus“, zeigt sich Pinter optimistisch.

Saša Pinter freut sich auch darüber, dass Hendrik Lütjen nach seiner langen Pause wegen Rückenschmerzen wieder ins Lauftraining eingestiegen ist. An einen Einsatz ist aber nicht zu denken, der Coach plant mit dem langjährigen Leistungsträger erst für das kommende Jahr. Auch Elliott Cuthbert (Schambeinentzündung) wird nicht vorher zurückkehren. Kevin Sammann soll hingegen spätestens in der kommenden Woche wieder ins normale Mannschaftstraining integriert werden. „Wir müssen im Heimspiel gegen den TSV Gellersen bis zum Schluss hoch konzentriert sein“, fordert Saša Pinter.