11. September 2021 / 19:53 Uhr

Der TSV Klausdorf machte es spannend

Der TSV Klausdorf machte es spannend

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Sichtliche Genugtung für den Klausdorfer Moshood Olamide Adesanya nach dem frühen Führungstreffer.
Sichtliche Genugtung für den Klausdorfer Moshood Olamide Adesanya nach dem frühen Führungstreffer. © Karsten Freese
Anzeige

Nichts für schwache Nerven war die Landesliga-Partie zwischen dem TSV Klausdorf und dem Gettorfer SC. Klausdorf führte drei Mal. Zwei Mal glich Gettorf aus und war am Ende dem Unentschieden nahe.

Der temporeichen Partie, die bis zum Schlusspfiff nicht entschieden war, drückten gleich mehrere Spieler ihren Stempel auf. Auf Seiten von Klausdorf war Tom Linde mit einem Assist und seinem Treffer zum 2:1 (46.) neben Driton Gashi die Figur. Bei Gettorf ragte Mittelstürmer Torben Dahsel als Wandspieler mit einem Assist und seinem Kopfballtreffer zum 2:2 (66.) neben Yannick Wolf heraus.

Anzeige

„Wir haben uns selbst in Bedrängnis gebracht. 70 Minuten haben wir gut gespielt. Besser kann man das nicht machen, außer dass mehr Tore auf dem Zettel stehen“, meinte TSV-Trainer Dennis Trociewicz, der sein Team über weite Strecken mit Vorteilen sah. „Also von Dominanz kann man nicht sprechen. Wir waren im Passspiel zu ungenau, haben uns selbst das Leben schwer gemacht und Klausdorf kam so zu guten Situationen. Vor allem Gashi hat uns das Leben schwer gemacht“, erwiderte GSC-Trainer Christian Schössler, dessen Team den Ex-Oberliga-Spieler nie in den Griff bekam. Im Griff hatte sich Driton Gashi allerdings auch nicht. Nach einer unnötigen gelben Karte, sah der sprintstarke Außenspieler sieben Minuten vor dem Schlusspfiff wegen grobem Foulspiel die gelb-rote Karte und gefährdete so den Klausdorfer Sieg.

Impressionen von der Landesliga-Partie zwischen dem TSV Klausdorf und dem Gettorfer SC

14. Minute: Völlig ungehindert kann sich Moshood Olamide Adesanya dem Gettorfer Strafraum nähern und zieht aus gut 16 Metern ab - der Führungstreffer zum 1:0 für den TSV Klausdorf. Gegenspieler Yannick Wolf greift nicht ein. Zur Galerie
14. Minute: Völlig ungehindert kann sich Moshood Olamide Adesanya dem Gettorfer Strafraum nähern und zieht aus gut 16 Metern ab - der Führungstreffer zum 1:0 für den TSV Klausdorf. Gegenspieler Yannick Wolf greift nicht ein. ©

Davor jedoch waren gerade die Duelle auf der rechten Klausdorfer Angriffsseite zwischen Gashi und den Gebrüdern Niklas und Yannick Wolf das Salz in der Suppe. Nicht selten konnte der TSV-Akteur seinen Kontrahenten entwischen und sorgte für Gefahr im Gettorfer Strafraum (23., 27. 29. 43.). Bei der Klausdorfer Führung war er allerdings nicht beteiligt. Der starke Tom Linde bediente Moshood Adesanya nach einem Gettorfer Fehlpass mustergültig und Adesanya schob ein (14.). Während Gashi auf der einen Seite wirbelte, zeigte Kevin Link auf der anderen Seite seine läuferischen Qualitäten. Nach einem quer gelegten Ball von Dahsel zog er zu einem Sprint über 40 Meter an. Seine Hereingabe erreichte Nikolai Weihrauch, der mit dem Halbzeitpfiff ausglich (45.).

Trainer Trociewicz konnte es nicht fassen: „Da kann man sich ja gar nicht dämlicher anstellen. Da muss man kurz vor der Pause ruhig hinten rum und raus spielen.“ Doch nach dem Wiederanpfiff war Klausdorf hellwach. Die sorglosen Gettorfer bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone, und Tom Linde ergriff die Gelegenheit und schoss zum 2:1 ein (46.). Nur drei Minuten später ließ der quirlige Tom Linde die Vorentscheidung liegen. Das sollte sich rächen. Nach einem hohen Ball ist der hochgewachsene Dahsel zur Stelle und köpfte per Kopf zum 2:2-Ausgleich ein (66.).

Vier Minuten später der glänzende Auftritt von Driton Gashi. Der Klausdorfer ließ sowohl Niklas als auch den umsichtigen Yannick Wolf stehen und schoß aus spitzen Winkel ins lange Eck ein. Klausdorf führte mit 3:2 und hatte den Sieg vor Augen. Doch Gettorf zeigte sich entschlossen, beorderte Yannick Wolf nach vorne und setzte alles auf eine Karte. An beinahe jedem Angriff war der Gettorfer beteiligt. Klausdorf verlor die Linie und konnte nur noch reagieren. Der Ausgleich für die wiedererstarkten Gäste lag in der Luft, als Yannick Wolf zunächst mit einem Fallrückzieher (73.) und dann mit einem strammen Schuss an Klausdorfs Schlussmann Tobias Paulat scheiterte (76.).

Gänzlich ins Schwimmen gerieten die Klausdorfer als Gashi nach rüdem Einsteigen vom Feld musste. Das Spiel stand auf des Messers Schneide. Doch Klausdorf verteidigte mit viel Glück den knappen Vorsprung und konnte es sich sogar leisten, einen Foulelfmeter durch Hime Hakaj zu vergeben (90.+4).


Klausdorf: Paulat – Bossen (75. Imm), Schnoor, Petersen, Grossmann (90.+2 Oyeniyi) – Hakaj, Linde, Hillmer – Gashi, Schwabe – Adesanya (88. Beeck).

Gettorf: Jacobsen – Klein (61. Plehwe), Petersen (46. Dubau), Y. Wolf, N. Wolf – Wagner, Braun, Perro – Weihrauch (78, Baasch), Link – Dahsel.

Schiedsrichter: Göttsch (TSV Lütjenburg) – Tore: 1:0 Adesanya (14.), 1:1 Weihrauch (45.), 2:1 Linde (46.), 2:2 Dahsel (66.), 3:2 Gashi (70.) – Zuschauer: 75 – Gelb-Rote Karte: Gashi (83.).