20. August 2020 / 22:39 Uhr

Der TSV Klausdorf wünscht sich eine sorgenfreie Saison

Der TSV Klausdorf wünscht sich eine sorgenfreie Saison

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Johannes Kaak (re.) läuft zukünftig für den TSV Klausdorf auf.
Johannes Kaak (re.) läuft zukünftig für den TSV Klausdorf auf. © Sönke Ehlers
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Quo vadis heißt es für den TSV Klausdorf. Nach einem zufriedenstellenden Abschneiden letzte Saison als bestes Kieler Team und Platz sieben in der Landesliga Holstein, stehen die Klausdorfer im kommenden Jahr vor einem personellen Umbruch. Vier erfahrene Stammspieler, die wesentlichen Anteil am letztjährigen Höhenflug hatten, stehen nicht mehr zur Verfügung und hinterlassen für die sieben teils sehr jungen Neuzugänge große Fußstapfen.

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Mit 63 erzielten Toren war der TSV Klausdorf nach Oberligaaufsteiger FC Dornbreite Lübeck (78) das torgefährlichste Team der Südstaffel. Allein 32 Treffer steuerten Marc Zeller (20) und Nils Drauschke (12) bei. Doch beide Angreifer stehen nicht mehr zur Verfügung. „Das ist ein herber Verlust für unser Offensivspiel. Wir stehen wie in den Vorjahren wieder vor einem Umbruch. Bisher ist es uns aber immer gelungen, das ohne Qualitätsverlust hinzukriegen“, erklärt TSVK-Trainer Dennis Trociewicz, der sich allerdings bewusst ist, dass den Neuzugängen nicht viel Zeit bleibt, Fuß zu fassen.

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Auch Mittelfeldakteur Marvin Schäfer und Defensivspieler Tobias Skoruppa stehen nicht mehr zur Verfügung und hinterlassen Lücken, die es auszufüllen gilt. „Wir müssen uns neu finden und erfinden. Das steht im Vordergrund“, so Trociewicz, der sich eine sorgenfreie Saison wünscht, um ohne Druck arbeiten zu können.

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Immerhin kann der Coach zwei Neuzugänge für das Mittelfeld begrüßen, denen vom Papier her die besten Chancen auf einen Platz in der Stammelf eingeräumt werden können. Allerdings steht der 21-jährige Philipp Harder vom Landesliga-Aufsteiger TSV Stein aufgrund seines USA-Studiums nur zeitweise zur Verfügung. Voll und ganz dabei ist dagegen der 24-jährige Johannes Kaak, der beim TuS Jevenstedt bereits zwei Jahre Landesligaerfahrung sammeln konnte.

Nahezu unverändert bleibt die Defensivabteilung. Für Trociewicz ein Pluspunkt: „Die Jungs konnten sich einspielen. Das gruppentaktische Verhalten war schon ganz ordentlich. Nun müssen wir noch an unserem Auftreten bei Standards arbeiten und die individuellen Fehler abstellen. Die Konzentration darf über die gesamte Spielzeit nie nachlassen.“

In der letzten Saison noch gab es beklagenswerte Unzulänglichkeiten im Abwehrverhalten. Bei ruhenden Bällen schlich sich oft der Schlendrian ein oder haarsträubende Patzer bescherten dem Gegner einfache Tore. Nachlässigkeiten, die sich in einer laut Trociewicz ausgeglichenen Staffel nicht wiederholen dürfen: „Da kann man schnell in einen Negativstrudel geraten. Viele Teams begegnen sich auf Augenhöhe. Da entscheiden dann Kleinigkeiten. Als klare Favoriten sehe ich in unserer Staffel FC Kilia Kiel, VfR Neumünster und den Osterrönfelder TSV.“

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Abgänge: Marc Zeller (VfB Kiel), Nils Drauschke (TSV Altenholz), Tobias Skoruppa (SSV Nübbel), Marvin Schäfer (tritt kürzer).

Kader:

Tor: Tobias Paulat, Malte Möller, Joe Gabriel.

Abwehr: Finn Schlie, Daniel Grossmann, Nathaniel Oyeniyi Olusayo (TSV Kropp), Felix Beeck, Mirco Znaniewicz, Kevin Kirchner, Jonathan Beeck, Kevin Wöhlk, Tobias Schnoor (A-Jugend TSV Schönberg).

Mittelfeld: Lukas Göttsch, Hime Hakaj, Marvin Petersen (Raisdorfer TSV), Tom Linde (eigene A-Jugend), Jonas Hillmer, Karsten Jordan, Yannik Imm, Niklas Kaukel, Johannes Kaak (TuS Jevenstedt).

Angriff: Torben Kracht, Philipp Harder (TSV Stein), Christer Reiser, Bennet Vetter, Niko Domnick, Leon Luca Fey (eigene A-Jugend).

Trainer: Dennis Trociewicz. Co-Trainer: Timo Rosenfeld. Liga-Obmann: Oliver Braasch.

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Favoriten: FC Kilia Kiel, VfR Neumünster, Osterrönfelder TSV.