27. August 2020 / 10:01 Uhr

Der TSV Plön will unter die Top-Drei

Der TSV Plön will unter die Top-Drei

Michael Felke
Kieler Nachrichten
Dem TSV Plön bieten sich offensiv zahlreiche Optionen und Alternativen. Jens Henningsen ist eine davon.
Dem TSV Plön bieten sich offensiv zahlreiche Optionen und Alternativen. Jens Henningsen ist eine davon. © Sönke Ehlers
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Gelingt dem TSV Plön im vierten Anlauf der große Wurf? Drei Jahre lang spielten die „Blauen“ in der Verbandsliga oben mit, wurden im letzten Jahr Dritter, nachdem zuvor Platz sechs und Rang zwei heraussprangen. Die Trainerzunft scheint sich einig zu sein und stuft die Plöner als aussichtsreichen Anwärter auf den Staffelsieg der zwölfköpfigen Liga ein.

Und wie sehen die Plöner selbst ihre Chancen? TSV-Manager Dr. Christoph Meinzer mag zwar nicht von Meisterschaft sprechen, will aber „unter den Top-Drei landen, auch wenn unter den besonderen Umständen des neuen Modus` eine Prognose mehr als sonst Spekulation ist“. Dennoch spricht einiges dafür, dass die Plöner eine tragende Rolle spielen werden.

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Das größte Pfund, mit dem das Team von Trainer-Fuchs Danilo Blank wuchern kann, ist, dass die Mannschaft in den Schlüsselpositionen unverändert in die neue Spielzeit geht. Da fällt es zumindest im Augenblick nicht ins Gewicht, dass der TSV keinen Zuwachs in Form von Neuzugängen erhielt. „Wir haben einen guten, eingespielten Kader von 24 Spielern. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit stimmt mich optimistisch“, kann Meinzer auf ein über die Jahre gewachsenes Team setzen.

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Zudem ist der wuchtige Angriff, der letzte Saison im Schnitt 2,9 Tore pro Spiel erzielte, kaum auszurechnen. Es fehlt zwar der absolute Torjäger, doch mit Jens Henningsen (8 Tore), Phillip Grandt (8), Nico Kocks (7), Sherko Ali Mohamed (7) und Thore Schöning (6) strahlt praktisch die gesamte Offensive Torgefahr aus. Unangenehm für den Gegner. Komfortabel für die Plöner, die bei Formschwankungen eines einzelnen Spielers qualitativ gleichwertig nachbessern könnten.

Doch konkurrenzlos sehen sich die Plöner bei weitem nicht. Die Favoritenrolle auf den Spitzenplatz schiebt Christoph Meinzer dem Ortsnachbarn Preetzer TSV zu. „Es wird sicher eine sehr spannende Saison in allen Tabellenregionen“, so der Manager, der weiß, dass in einer Staffel mit zwölf Mannschaften schon nach zwei, drei Niederlagen in Folge alle Träume geplatzt sein können. Die Kontinuität wird ein noch größerer Faktor bei der Vergabe der Meisterschaft sein als unter normalen Umständen in einer Staffel mit 16 Teams.

Sollte es einmal nicht laufen, sind Routiniers und Spielertypen gefragt, die einem Team „neues Leben einhauchen“ können. Auch da sieht sich Dr. Christoph Meinzer gut aufgestellt. Neben Abwehrchef Mats Böckmann und Torwart Björn Alberts, sind auch die Mittelfeldspieler Sören Balk und Philipp Sartory in der Lage, Verantwortung und Führungsaufgaben zu übernehmen. Vielleicht das letzte und entscheidende Quäntchen, um am Ende den großen Wurf landen zu können.

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Abgänge: Palle Jespersen (SV Preußen 09 Reinfeld),
Es pausieren: Torben Balk. Moritz Neumann, Jan Kasselmann.

Kader

Tor: Jannes Menze, Nils Andi Fischer, Björn Alberts.

Abwehr: Mats Böckmann, Timo Falk, Jan Kasselmann, Eicke Boeck, Jonathan Ruben Elsner, Torben Wiese, Florian Falk.

Mittelfeld: Sören Balk, Heiner Boeck, Philipp Sartory, Dominik Bahnsen, Niclas Falk, Tim Joneleit, Jonas Bresa, Nico Kocks, Sherko Ali Mohamed, Torben Dittmann.

Angriff: Oliver Axt, Jens Henningsen, Phillip Grandt, Thore Schöning.

Trainer: Danilo Blank. Co-Trainer: Nils Ehmke, Bruno Brillert. Manager: Dr. Christoph Meinzer. Obmann: Stefan Willhöft.

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Favorit: Preetzer TSV.