15. Mai 2020 / 17:16 Uhr

Der TSV Sievershausen ist zurück im Mannschaftstraining

Der TSV Sievershausen ist zurück im Mannschaftstraining

Nico Schwieger
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Die Fußballer von Kreisligist TSV Sievershausen stiegen mit Fußballtennis wieder ins Teamtraining ein. Hier spielt Robert Braul (links) gegen Björn Vollmer.
Die Fußballer von Kreisligist TSV Sievershausen stiegen mit Fußballtennis wieder ins Teamtraining ein. Hier spielt Robert Braul (links) gegen Björn Vollmer. © Nico Schwieger
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Die Freude über die Rückkehr ins Teamtraining war am vergangenen Mittwoch beim TSV Sievershausen riesig. Trotzdem befindet sich der Hannoveraner Kreisligist in einer ungewissen Situation. Auf Relegationsplatz zwei stehend, weiß niemand, in welcher Klasse das Team in der kommenden Saison spielen wird.

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Die Fußballer des TSV Sievershausen haben lange auf diesen Tag hingefiebert. Am Mittwoch trainierte der Kreisligist zum ersten Mal seit der Corona-bedingten Zwangspause wieder zusammen. 19 Spieler ließen sich die Einheit auf dem Rasen nicht entgehen. „Das zeigt, wie viel Lust alle wieder haben, gegen den Ball zu treten“, freut sich Trainer Matthias Salzmann.

Unter Einhaltung der Abstandsregeln standen gemeinsames Aufwärmen in einem großen Kreis, Torschussübungen und Fußballtennis auf dem Programm. „Normales Training ist natürlich nicht möglich. Der Spaß stand ganz klar im Vordergrund. Die Spieler sollten sich einfach ein bisschen unterhalten und austauschen“, erklärt der TSV-Coach, der sich auf das Wiedersehen mit seinen Spielern besonders gefreut hatte.

Vorerst trifft sich der TSV Sievershausen einmal in der Woche zum Training. Weitere Einheiten sollen zu gegebenem Zeitpunkt geplant werden. „Ich finde es schade, dass die Mannschaften keine Klarheit haben. Alle hängen jetzt in der Luft und wissen nicht wie es weitergeht“, moniert Salzmann, der sich vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) eine schnellere Lösung gewünscht hätte.

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Seine Mannschaft steht aktuell auf dem zweiten Rang der Kreisliga Hannover Staffel 1 – der eigentliche Relegationsplatz. Dabei bliebe es auch, wenn sich der NFV für die Quotienten-Regelung entscheiden sollte. Ob Relegationsplätze dann auch für den Aufstieg reichen würden, ist noch unklar. Fest steht aber, dass Salzmann die Saison gerne zu Ende spielen würde: „Das wäre sportlich die fairste Lösung, aber sie ist auch am schwierigsten durchführbar. Ich würde gerne sehen, was für uns in dieser Saison möglich ist und sicher sind wir ja auch noch nicht. Die Mannschaften hinter uns sind dran.“

Auch wenn sein Team durch die Quotienten-Regelung aufsteigen könnte, hat diese Variante für Salzmann einen faden Beigeschmack. „Das wäre nicht dasselbe, da fehlt mir einfach die Romantik“, erklärt er. Die Freude über den Aufstieg in die Bezirksliga wäre selbstverständlich groß, einen Komplett-Abbruch würde der TSV-Trainer ebenfalls akzeptieren.

Von Nico Schwieger