06. Juni 2020 / 15:00 Uhr

Der Umbruch schreitet voran: 1. FC Wunstorf verkündet erste Neuzugänge

Der Umbruch schreitet voran: 1. FC Wunstorf verkündet erste Neuzugänge

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wunstorfs neuer Trainer Onur Köse will den Kader seines Teams deutlich verjüngen.
Wunstorfs neuer Trainer Onur Köse will den Kader seines Teams deutlich verjüngen. © Priesemann/privat
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Neben einigen Abgängen verkündet der 1. FC Wunstorf nun auch die ersten Neuzugänge seit der Verpflichtung von Trainer Onur Köse: Armin Tvrtkovic und Metehan Kayhan wechseln vom Ligakonkurrenten SC Hemmingen-Westerfeld zu den Barnestädtern.

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Onur Köse hatte es zu seinem Amtseintritt beim 1. FC Wunstorf vor knapp zwei Wochen angekündigt. Der neue Coach will den Kader des Landesligisten neu aufstellen und verjüngen. Der Altersschnitt soll radikal gesenkt werden, "drei bis vier Neuzugänge werden aber zwischen 25 und 30 Jahre alt sein, um den Faktor Erfahrung reinzubringen", sagte er. Einige von ihnen stehen jetzt fest: Die jeweils 25-jährigen Armin Tvrtkovic und Metehan Kayhan wechseln vom Ligakonkurrenten SC Hemmingen-Westerfeld zu den Barnestädtern. Ebenfalls zum Wunstorfer Kader werden ab der kommenden Saison auch Rafael Hotes (SV Ramlingen/Ehlershausen) und Robin Benecke (TSV Havelse) gehören. Daniel Degner kommt aus Eilvese und wird als spielender Co-Trainer agieren.

Bilder vom Hinrunden-Spiel der Landesliga zwischen dem 1. FC Wunstorf und der TSV Burgdorf:

An Fußball ist beim 1. FC Wunstorf nicht zu denken - aus nur allzu verständlichen Gründen. Zur Galerie
An Fußball ist beim 1. FC Wunstorf nicht zu denken - aus nur allzu verständlichen Gründen. ©

Tvrtkovic und Köse kennen sich gut

Torhüter Tvrtkovic war erst vor einem Jahr vom TSV Pattensen zum SCH gegangen und kennt Köse bereits seit acht Jahren. Damals kickte sein neuer Coach zusammen mit Bruder Benjamin Tvrtkovic beim TSV Limmer. "Armin freut sich schon auf das sehr gute Torwarttraining von Sascha Schneider. Diese Extraeinheiten hat er seit seiner Zeit in der Jugend bei Hannover 96 vermisst", sagt Köse.

Auch mit Mittelfeldspieler Kayhan besteht bereits seit vielen Jahren Kontakt. "Ich habe mit beiden schon vor fünf Wochen Gespräche geführt, als ich selbst noch mit dem 1. FC Wunstorf in Verhandlungen war", sagt der 39-jährige Trainer.

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"Bleiben unserer Linie treu, nicht mit Geldscheinen zu wedeln"

Die Gerüchte, dass beide Zugänge in Hemmingen für die nächste Saison bereits fest zugesagt hatten, kann er nicht bestätigen. "Ich gehe nicht an Spieler ran, die woanders schon im Wort stehen. Wenn ein Verein aber versucht, einen Spieler zu halten, dann ist dieser meiner Meinung nach für Gespräche offen", sagt Köse. Die finanzielle Karte habe der 1. FC ebenso wenig gespielt. "Wir bleiben unserer neuen Linie treu, nicht mit Geldscheinen zu wedeln." Viele bisherige Wunstorfer Akteure seien nicht bereit gewesen, mit geringeren Auswandsentschädigungen beim Oberligaabsteiger zu bleiben und hätten den Verein verlassen.

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Schirrmacher "wollte den Umbruch nicht alleine mittragen"

Aus einem anderen Grund hätte sich Routinier Sebastian Schirrmacher (33) für einen Abschied aus Wunstorf entschieden. "Viele seiner befreundeten Teamkollegen sind aus Wunstorf weggegangen, er wollte den Umbruch nicht alleine mittragen", sagt Köse. Der Offensivmann möchte lieber woanders unter gleichaltrigen Akteuren sein und nicht als Führungsspieler für die neue junge Garde beim 1. FC in vorderster Front stehen.

Damit geht der 1. FC ohne Robin Ullmann, Daniel McGuinness, Deniz Aycicek, Mehmet Aydin, Tobias Schiller, Marc Engelmann, Lasse Neubert, Pascal Gallinat, Tim Scheffler und Schirrmacher in die nächste Spielzeit.

Um die neu zusammengestellte Mannschaft voller Youngsters zu führen, werden Spieler wie Tvrtkovic und Kayhan von eminenter Bedeutung sein. "Wir haben sie mit sportlichen Reizen überzeugen können, und ich freue mich sehr, dass sie sich unserem Projekt anschließen", sagt Köse.