29. Dezember 2019 / 19:28 Uhr

Der Verlierer des Jahres beim VfL Wolfsburg: Wie Gerhardt seinen Stammplatz verlor 

Der Verlierer des Jahres beim VfL Wolfsburg: Wie Gerhardt seinen Stammplatz verlor 

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Spielt beim VfL nur noch eine untergeordnete Rolle: Yannick Gerhardt.
Spielt beim VfL nur noch eine untergeordnete Rolle: Yannick Gerhardt. © Boris Baschin
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Bundesliga, Pokal, Europa: Der SPORTBUZZER resümiert das Jahr des VfL Wolfsburg. Im vierten Teil der Serie beschäftigen wir uns mit dem Verlierer des Jahres, Yannick Gerhardt. Unter Trainer Oliver Glasner steht er nur noch selten auf dem Feld.

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Yannick Gerhardt dürfte das Jahr mit gemischten Gefühlen abschließen. Beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg hatte er erst eine seiner besten Saisons gespielt, nach dem Trainerwechsel im Sommer spielte er allerdings fast gar keine Rolle mehr. Nun steht er auf dem Abstellgleis und könnte den VfL sogar im Winter verlassen. Für uns ist er der Verlierer des Jahres.

Der ehemalige Wolfsburger Coach Bruno Labbadia hatte Gerhardt in der vergangenen Bundesliga-Spielzeit 28 Mal von Beginn an aufs Feld geschickt, fast immer hatte er 90 Minuten durchgespielt. "Für mich persönlich war es die beste Saison. Ich bin selbstbewusst genug, dass ich daran anknüpfen will", hatte der 25-Jährige Ende Juli im Trainingslager in Schladming (Österreich) gesagt.

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Glasner setzt kaum auf Gerhardt

Doch die Konkurrenz auf seiner Position im zentralen Mittelfeld war einfach zu groß. Maximilian Arnold ist unter Glasner gesetzt. Xaver Schlager (kam im Sommer aus Salzburg) hatte zu Saisonbeginn den Vorzug bekommen, sich dann aber gegen Paderborn den Knöchel gebrochen. Selbst während der Verletzungspause des Österreichers hatte Glasner allerdings nur selten auf Gerhardt gesetzt. Stattdessen rückte Kapitän Josuha Guilavogui aus der Innenverteidigung auf seine angestammte Position im Mittelfeld und spielte dort neben Arnold.

Für Gerhardt blieben oft nur Kurzeinsätze übrig. Zehnmal schmorte er über die volle Distanz auf der Bank. Zweimal hatte ihn Glasner sogar aus dem Kader gestrichen. Und nach Schlagers Genesung war der Österreicher im Mittelfeld wieder gesetzt.

Anfang Dezember wurde bereits über einen vorzeitigen Abschied von Gerhardt aus Wolfsburg spekuliert - als möglicher Abnehmer stand sein Ex-Klub 1. FC Köln im Gespräch. Auf SPORTBUZZER-Nachfrage hatte Gerhardts Berater Stephan Engels allerdings einen Wechsel in diesem Winter ausgeschlossen. "Der Junge will sich in Wolfsburg durchsetzen", sagte er. "Klar waren die letzten Wochen nicht gerade berauschend für ihn, aber im Klub hat sich halt auch einiges getan. Neuer Trainer, neue Spieler. Aber Yannick wird Gas geben - und dann wird sich seine Klasse durchsetzen." Klar ist: Sollte Gerhardt auch in der Rückrunde kaum spielen, wird ein Wechsel spätestens im Sommer wieder ein Thema.

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