11. August 2019 / 22:02 Uhr

Der VfB Trebbin bietet TuS Sachsenhausen lange Paroli (mit Galerie)

Der VfB Trebbin bietet TuS Sachsenhausen lange Paroli (mit Galerie)

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Robin Mlodzian (VfB Trebbin, blaue Spielkleidung) kommt hier einen Schritt zu spät.
Robin Mlodzian (VfB Trebbin, blaue Spielkleidung) kommt hier einen Schritt zu spät. © Frank Neßler
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AOK-Landespokal: Landesliga-Aufsteiger VfB Trebbin schlägt sich beim 1:3 gegen den Brandenburgligisten TuS Sachsenhausen wacker.

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Neu-Landesligist VfB Trebbin musste in der ersten Runde des Fußball-Brandenburgpokals die Segel streichen. Die Elf von Trainer Sebastian Michalske verlor am Sonnabend ihr erstes Pflichtspiel der Saison 2019/20 gegen den Brandenburgligisten TuS Sachsenhausen auf eigenem Platz mit 1:3. Zur Pause führten die Hausherren 1:0. Nach den 90 Minuten der regulären Spielzeit mussten die Trebbiner jedoch nach großem Kampf ihrem schmalen Kader Tribut zollen.

„Schade, die Jungs haben eine richtig tolle, engagierte Leistung abgeliefert“, lobte VfB-Coach Michalske seine Fußballer, „wir haben viel investiert, aber eine durchaus verdiente Pokal-Überraschung ist ausgeblieben, der Gast war am Ende physisch stärker.“

In Bildern: Der VfB Trebbin bietet TuS Sachsenhausen lange Paroli.

Landesliga-Aufsteiger VfB Trebbin (blaue Spielkleidung) schlägt sich im Fußball-Brandenburgpokal beim 1:3 gegen den Brandenburgligisten TuS Sachsenhausen wacker. Zur Galerie
Landesliga-Aufsteiger VfB Trebbin (blaue Spielkleidung) schlägt sich im Fußball-Brandenburgpokal beim 1:3 gegen den Brandenburgligisten TuS Sachsenhausen wacker. © Frank Neßler
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Trotz weiterhin angespannter Personalsituation – bei den Trebbinern fehlten mit Tim Münzer und Gabor Kovacs sowie den Neuzugängen Benedict Richter und Wallacy Riberio da Hora gleich vier wichtige Spieler aus unterschiedlichen Gründen – entwickelte sich am Sonnabendnachmittag eine Pokalpartie zwischen zwei Mannschaften, die auf Augenhöhe agierten. Chancen gab es nach kurzer Abtastphase auf beiden Seiten. Die VfB-Fußballer gingen das Pokalspiel engagiert an. Sie versuchten über eine eng gestaffelte Abwehr mit schnellem Konterspiel zum Erfolg zu kommen.

Der Gast aus Sachsenhausen wollte seine Favoritenrolle mit Leben erfüllen. Die TuS-Fußballer versuchten, das Spiel zu kontrollieren, doch die Hausherren liefen frühzeitig an. Durch dieses Pressing wurden die Gäste zu Fehlern gezwungen. Robin Mlodzian und Miguel Hörster hatten erste vielversprechende Aktionen seitens der Gastgeber.

Nach gut einer halben Stunde wurde die engagierte Spielweise der Hausherren belohnt. Vorausgegangen war ein Missverständnis zwischen Pascal Wolter und dem TuS-Schlussmann Nick Schobback. Der Keeper ließ den Rückpass seines Mitspielers passieren und plötzlich stand der Trebbiner Paulo Henrique da Silva Junioren (28.) mit dem Ball allein vor dem leeren Gästetor. Der Brasilianer in den VfB-Reihen hatte keine Probleme das 1:0 zu markieren. „Paulo hat gut nachgesetzt, ein gutes Näschen bewiesen“, erklärte Trebbins Trainer Sebastian Michalske, „genau das war unser Plan, wir wollten auf Fehler des Gegners lauern.“

Der Favorit war jedoch nur wenig geschockt. Es dauerte nicht lange und der Rückstand war verdaut. Die Gäste verstärkten ihre Bemühungen, den Ausgleich zu erzielen. Doch die VfB-Abwehr stand bis zur Pause sicher. So ging es mit der knappen Führung des Außenseiters in die Kabinen. Eine Pokal-Überraschung schien möglich zu sein.

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Nach Wiederbeginn versuchte der Brandenburgligist aus Sachsenhausen sofort Druck aufzubauen. Die Gäste erspielten sich einige Torraumszenen. Auf der Gegenseite hatten Hörster und da Silva Möglichkeiten, die VfB-Führung auszubauen. Zunächst blieb es noch beim 1:0. „Es war uns jedoch klar, dass es irgendwann eine Kraftfrage werden wird“, sagte Michalske.

Nach etwa einer Stunde Spielzeit wendete sich das Blatt. Justin Pehl (56.) brachte den Ball zum 1:1 im VfB-Tor unter. Trebbins Trainer ärgerte sich über das Gegentor. „Dieser Treffer entsprang einem Einwurf in der Hälfte der Sachsenhausener. Wir haben es verpasst, die Räume schnell genug zuzustellen“, sagte Michalske. So war die rechte Abwehrseite der Trebbier frei. Die Hereingabe verwandelte Pehl am langen Pfosten.

Doch noch gaben sich die Trebbiner in diesem Pokalmatch nicht geschlagen. Der VfB hatte noch einmal die Führung bei einem Überzahlangriff auf dem Fuß. Da Silva konnte die Gelegenheit jedoch nicht nutzen. In der Schlussphase spielte der Favorit dann seine Vorteile aus. Kevin Höpfner (70.), einer der großgewachsenen Gästespieler, köpfte nach einem Standard zum 1:2 aus Trebbiner Sicht ein.

Anschließend setzte der VfB alles auf eine Karte und mobilisierte die letzten Kräfte. Die Viererkette wurde aufgelöst und Patrick Nyalla ging mit in die Spitze. Zwei Minuten vor dem Ende machte dann aber der Brandenburgligist den Sack zu. Nach einem Konter erzielte Andor Müller (87.) den Endstand. Der VfB Trebbin hatte sich jedoch teuer verkauft.

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