07. März 2018 / 17:45 Uhr

Der VfL Wolfsburg in der Krise: Das sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Der VfL Wolfsburg in der Krise: Das sagt Oberbürgermeister Klaus Mohrs

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Klaus Mohrs
Sagte, was ihm beim VfL Wolfsburg nicht passt: Oberbürgermeister Klaus Mohrs (2. v. l.). © Britta Schulze
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Der VfL treibt die Professionalisierung seiner Nachwuchsarbeit voran: Am Mittwoch wurde das neue Funktionsgebäude der VfL-Fußball-Akademie am Berliner Ring offiziell seiner Bestimmung übergeben. Mit dabei war auch Oberbürgermeister Klaus Mohrs, der deutlich machte, was ihm beim gegen den Abstieg kämpfenden Fußball-Bundesligisten nicht passt.

Am Samstag, beim 1:2 gegen Bayer Leverkusen, hatte es von einem Teil der Anhängerschaft aus der Nordkurve deutlich vernehmbare Spottgesänge gegen den neuen Trainer Bruno Labbadia gegeben. Es war kurz vor dem 0:2 – da brandete der Chor: "Wir steigen ab, wir kommen nie wieder – wir haben Bruno Labbadia" auf. Eine Verballhornung des Klassikers: "Wir steigen auf und kommen nie wieder, wir haben das beste Team der Liga!" Mohrs hat dafür überhaupt kein Verständnis. "Was wir jetzt nicht brauchen, ist, uns zu zerfleischen. Ich fand es unglaublich schlimm, dass im letzten Heimspiel ein Trainer nicht uneingeschränkt angefeuert wird. Das geht überhaupt nicht!", so der OB, der glühender VfL-Fan ist und im Aufsichtsrat des Klubs sitzt.

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VfL Wolfsburg

Mohrs erinnerte an die vergangene Spielzeit, in der die Wolfsburger ebenfalls gegen den Abstieg gekämpft hatten. Er sagte: "Wenn man mal überlegt und sich fragt, wie kommt man aus dieser Situation heraus, dann geht das nur als Einheit. Wir müssen doch nur ein Jahr zurückdenken. Wie haben wir es denn damals geschafft? Wir haben es geschafft, indem wir wirklich eine Einheit gebildet haben – Fans, Verein, Mannschaft. Das hat uns die Stärke gegeben, die beiden Relegationsspiele hinter uns zu bringen."

Das sind die Stimmen zum Spiel VfL Wolfsburg gegen Bayer Leverkusen:

Jeffrey Bruma: Wir müssen positiv denken, so schwer es auch ist. Wir wissen, dass es eine schwere Woche wird. Zu den Fans: Das ist halt so, ich verstehe die Fans. Wir müssen es auf dem Platz zeigen. Zur Galerie
Jeffrey Bruma: "Wir müssen positiv denken, so schwer es auch ist. Wir wissen, dass es eine schwere Woche wird." Zu den Fans: "Das ist halt so, ich verstehe die Fans. Wir müssen es auf dem Platz zeigen." ©
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Dieser Zusammenhalt sei auch jetzt gefragt, damit der VfL, der auf Platz 15 in der Tabelle steht und punktgleich mit Mainz 05 auf Relegationsplatz 16 ist, den Klassenerhalt schafft. "Ich bin überzeugt davon, dass es das Einzige ist, was uns wirklich wieder helfen kann", sagte der Oberbürgermeister und fügte hinzu: "Wir müssen jetzt zusammenstehen und sagen: Wir stehen das wieder gemeinsam durch. Und dann müssen wir aber wirklich einen Neuanfang machen und schauen, woran hat es in den letzten Jahren gelegen hat, dass wir nicht den sportlichen Erfolg hatten, den wir uns erhofft hatten." Aber jetzt helfe nur eines: "Zusammenstehen, die Ärmel hochkrempeln und kämpfen – das gilt nicht nur für die Fans, das gilt auch für jeden einzelnen Spieler."