06. November 2019 / 13:40 Uhr

Der VfL vorm Spiel gegen Gent: Glasner fordert "ein Quäntchen" mehr

Der VfL vorm Spiel gegen Gent: Glasner fordert "ein Quäntchen" mehr

Andreas Pahlmann und Engelbert Hensel
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem 2:2 in Gent erwarten Oliver Glasner und der VfL Wolfsburg die Belgier jetzt zum Heimspiel
Nach dem 2:2 in Gent erwarten Oliver Glasner und der VfL Wolfsburg die Belgier jetzt zum Heimspiel © Guido Kirchner/dpa
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Zuletzt gab's fünf Pflichtspiele ohne Sieg und in den letzten drei Spielen insgesamt nur ein eigenes Tor - da passt es dem VfL Wolfsburg ganz gut, dass nun der Wettbewerb ansteht, in dem er noch ungeschlagen ist: In der Europa League geht es am späten Donnerstagabend (21 Uhr) in der VW-Arena gegen KAA Gent.

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Bisher gab es für den VfL Wolfsburg in der Europa-League-Gruppenphase einen Sieg (gegen Olexandrija) und zwei Remis (in Saint-Etienne und in Gent). Mit einem Erfolg am Donnerstagabend beim Heimspiel gegen Gent wären die Niedersachsen schon fast sicher in der K.o.-Phasen. "Wenn wir das gewinnen", so Manager Jörg Schmadtke im SPORTBUZZER-Interview, "müsste in den letzten zwei Spielen schon viel passieren, damit wir noch abgefangen werden."

Gent hat ebenfalls fünf Punkte auf dem Konto. "Wir kennen die Konstellation, mit einem Heimsieg hätten wir drei Punkte Vorsprung und das direkte Duell gewonnen", so VfL-Trainer Oliver Glasner, "das ist ein wichtiges und vorentscheidendes Spiel. Wir werden alles daran setzen, dass wir als Sieger vom Platz gehen."

Zu den zuletzt fünf VfL-Spielen ohne Sieg gehörte auch das 2:2 in Gent - es war wettbewerbsübergreifend das einzige der letzten 13 Heimspiele, das die KAA nicht gewonnen hat! Das macht dem VfL Mut. "Und dass wir da nicht als Sieger vom Platz gegangen sind, lag an einem irregulären Tor in der Nachspielzeit", erinnert Glasner an das Remis nach Wolfsburger 2:0-Führung. "Die Leistung dort war okay - und das Quäntchen, das uns dort gefehlt hat, wollen wir diesmal auf den Platz bringen:"

3. Spieltag in der Europa League: Bilder vom Gruppenspiel zwischen der KAA Gent und dem VfL Wolfsburg

Wolfsburgs Wout Weghorst (rechts) erzielt gegen Gents Mikael Lustig (Mitte) und dem am Boden sitzenden Torwart Thomas Kaminski das Tor zum 0:1. Zur Galerie
Wolfsburgs Wout Weghorst (rechts) erzielt gegen Gents Mikael Lustig (Mitte) und dem am Boden sitzenden Torwart Thomas Kaminski das Tor zum 0:1. ©
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Die Mannschaft sei, so ihr Trainer, trotz der empfindlichen Niederlagen zuletzt (1:6 gegen Leipzig, 0:3 gegen Dortmund) in guter Verfassung. Und auch die Torarmut sorgt nicht für Riesenfrust. "Es gibt Phasen, in denen man auch ohne Chance in Führung geht", der Bundesliga-Auftakt gegen Köln mit Maximilian Arnolds Volleytreffer sei da ein Beispiel, "und dann gibt es Phasen, da geht da Ball an die Latte." Wichtig sei, "dass wir in jedem Spiel zu Torchancen kommen." Und: "Komischerweise stand das Spiel beim 1:6 und beim 0:3 jeweils 55 Minuten auf Messers Schneide - und dann kamen Phasen, in denen wir das, was wir seit Wochen besprechen und trainieren, mal kurz nicht auf den Platz gebracht haben. Und Leipzig und Dortmund bestrafen so etwas eher als andere Mannschaften." Dass so etwas passiert, sei aber "Normalität."

Am Mittwochmorgen durften Fans und Medien eine Viertelstunde lang beim VfL-Training zuschauen, dann wurden die Tore geschlossen. Es gabin paar lockere Aufwärmübungen im Wolfsburger Dauerregen, bei denen der Spaß im Vordergrund stand. Mit dabei bei der letzten VfL-Einheit vor dem Gent-Spiel: Wout Weghorst, der Top-Torjäger der Wolfsburger, der in den 15 Pflichtspielen in dieser Saison achtmal erfolgreich (fünfmal in der Liga, zweimal im Pokal und einmal in der Europa League) war. Nach dem 0:3 in Dortmund am Samstag war der Holländer noch mit dick verbundenem rechten Knie in den Bus gestiegen, Weghorst kann gegen Gent spielen.

Bis auf die Langzeitverletzten Koen Casteels, Xaver Schlager, Daniel Ginczek und Admir Mehmedi (alle im Aufbautraining nach Verletzungen) und Ignacio Camacho (Sprunggelenk-Verletzung) übten alle Profis. "Auch Paulo Otavio ist zurückgekommen", so Glasner, "ich kann aus 20 fitten Feldspielern auswählen."

Glasner wird im Vergleich zum Dortmund-Spiel in der Liga zwei Spieler aus seinem Aufgebot streichen müssen, denn in der Europa League dürfen die Teams nur 18 statt 20 Spieler im Kader haben.

Wie schon im ersten Europa-League-Spiel gegen den FC Olexandrija wird die VW-Arena gegen Gent nur zu einem Drittel gefüllt sein - gegen den Klub aus der Ukraine waren 10.200 gekommen, gegen die Belgier rechnet der VfL mit rund 11.500 Fans. Der VfL bewirbt die Partie mit einer speziellen "Sonderschicht"-Kampagne.

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