24. November 2020 / 15:49 Uhr

Der VfL Wahrenholz ist für Hartmann mehr als ein Verein

Der VfL Wahrenholz ist für Hartmann mehr als ein Verein

Jonas Präger
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kapitän Wahrenholz
Lebensmittelpunkt Wahrenholz: VfL-Kapitän Chris Hartmann.
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Er ist der Kopf der Mannschaft, sein Wort hat auf dem Platz und in der Kabine Gewicht: Der Fußball-Kapitän. In der Corona-Krise ist vieles anders, er ist aber nicht weniger gefordert. Wie funktioniert Zusammenhalt trotz Lockdown? Wie geht Gemeinsamkeit trotz Einsamkeit? Wie geht Fitness ohne Teamtraining? Der SPORTBUZZER fragt nach: Wie ist die Lage, Kapitän?

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Chris Hartmann, Kapitän des VfL Wahrenholz, fällt die Zeit ohne seine Truppe und den Fußball nicht leicht: „Mein größtes Hobby fällt einfach weg“, so Hartmann, der wohl vielen Amateurkickern aus der Seele spricht: „Ich weiß gar nicht wohin mit meinen Emotionen, wenn ich nicht auf dem Platz stehen und mal losschreien kann.“

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Um während der fußballfreien Zeit weiter fit zu bleiben, hat Co-Trainer Jan Schöbel bereits einen Trainingsplan erstellt. Außerdem gibt es einen kleinen internen Wettkampf: „Über die Laufapp Runtastic haben wir eine Gruppe erstellt, das spornt natürlich an.“ Und wenn sich das Team nicht im Laufen duelliert, dann wird in der WhatsApp-Gruppe geflachst oder sich im Rahmen des Erlaubten mal getroffen. „Und ansonsten läuft man sich beim Einkaufen mal über den Weg“, berichtet der VfL-Kapitän, der den Kontakt mit seinen Jungs eben nicht abreißen lassen möchte: „Wir sind eine tolle Gemeinschaft und stehen in ständiger Verbindung.“

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Schnell merkt man: Wahrenholz und Hartmann – das passt! Und das mittlerweile schon seit über zehn Jahren. In der Saison 2009/10 wechselte Hartmann aus der Jugend des MTV Gifhorn in seinem ersten Herrenjahr zusammen mit dem damals neuen Trainer Volker Streilein zum VfL. Schnell durfte der junge Hartmann Verantwortung übernehmen, in der Rückrunde wurde er zum Kapitän ernannt und schaffte mit dem VfL direkt den Aufstieg von der Kreisliga in die Bezirksliga.

Seitdem ist der VfL eine etablierte Bezirksliga-Mannschaft, die für Teamgeist und Zusammenhalt im Fußballkreis Gifhorn/Wolfsburg steht. Daran hat auch Hartmann einen großen Anteil und aus einem Wechsel, um Erfahrung zu sammeln, wurde schnell mehr. Die Mannschaft schenkte dem Innenverteidiger trotz seiner jungen Jahre das Vertrauen, die Elf als Kapitän aufs Feld zu führen: „In den Folgejahren wurde ich dann immer wieder von der Mannschaft gewählt“, so der 30-Jährige, der sich die Verantwortung mit Niklas Germer teilt: „Ich trage die Binde auf dem Platz, aber wir sind beide gleichgestellt.“

Der Innenverteidiger hat seinen Verein gefunden und „mein Herz hängt am VfL Wahrenholz“, gibt Hartmann zu. Und nun verbindet den VfL-Kapitän mit Wahrenholz noch mehr, mittlerweile hat Hartmann auch seinen Lebensmittelpunkt in das beschauliche Dorf zwischen Gifhorn und Wittingen verlegt. „Jetzt arbeite und wohne ich in Wahrenholz und habe meinen ganzen Freundeskreis hier“, so der Projektmanager der Heidebäckerei Meyer, der ergänzt: „Ich würde mich selbst schon als halben Wahrenholzer bezeichnen.“

Die etwas anderen Kapitäns-Tipps in der Corona-Krise

Spieletipp: FIFA. „Das geht immer und für mich gibt es nur: Fußball, Fußball, Fußball.“

Serientipp: Suits. „Meine Lieblingsserie, die habe ich jetzt schon zweimal durchgeguckt.“

Filmtipp: Herr der Ringe. „Die kann man gar nicht oft genug gucken, das sind für mich die besten Filme.“