26. März 2019 / 08:40 Uhr

Der VfL Wolfsburg gegen eine Weltauswahl: Das ist Olympique Lyon!

Der VfL Wolfsburg gegen eine Weltauswahl: Das ist Olympique Lyon!

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Olympique Lyon kommt - auf den VfL Wolfsburg wartet eine Welt-Auswahl
Olympique Lyon kommt - auf den VfL Wolfsburg wartet eine Welt-Auswahl © Tim Schulze
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In der Champions League der Frauen muss der VfL Wolfsburg am Mittwoch das 1:2 aus dem Viertelfinal-Hinspiel drehen - und das im AOK-Stadion gegen die Weltauswahl Olympique Lyon. Dass die Französinnen so stark sind, kommt nicht von ungefähr.

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Bonjour, sélection mondiale! Hallo, Weltauswahl! Die Frauenmannschaft von Olympique Lyon, die zum Viertelfinal-Rückspiel der Champions League im AOK-Stadion (Mittwoch, 18.15 Uhr) antritt, ist so etwas wie ein globales Top-Fußballerinnen-Sammelsurium, eine Weltauswahl eben. Sportlich gibt es in Europa wohl nur eine Mannschaft, die den „Lyonnaise“ das Wasser reichen kann: Gastgeber VfL. Und genau das macht die Partie in Wolfsburg zu einem besonderen Ereignis – neben dem Hinspielergebnis (2:1 für Lyon), das Spannung garantiert.

Im Kader von OL tummeln sich nicht nur Frankreichs Superstars wie Eugénie Le Sommer, Wendie Renard und Amandine Henry, sondern mit Lucy Bronze (England), Saki Kumagai (Japan), Ada Hegerberg (Norwegen), Shanice van de Sanden (Niederlande), Kadeisha Buchanan (Kanada) oder Jess Fishlock (Wales) herausragende Spielerinnen ihrer Heimatländer. Dazu kommen das deutsche Trio mit Dzsenifer Marozsán, der Ex-Wolfsburgerin Carolin Simon und Ersatztorfrau Lisa Weiß – und bärenstarke Lyon-Eigengewächse wie Amel Majri oder Delphine Cascarino.

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„Sportlich können wir ihnen vielleicht auf Augenhöhe begegnen“, sagt Ralf Kellermann, sportlicher Leiter der VfL-Frauen, „aber wirtschaftlich sind sie uns um einiges voraus.“ Über Geld wird im Frauenfußball selten und zumeist nur verschämt geredet, aber man darf davon ausgehen, dass OL für eine Spielerin wie van de Sanden (kam 2017 vom FC Liverpool) mehr ausgab, als der VfL in seiner gesamten Vereinsgeschichte an Ablösesummen gezahlt hat. Und dass man an der Rhone zwei- oder dreimal mehr verdienen kann als am Mittellandkanal, ist in der Branche ein offenes Geheimnis.

Hinter der Wirtschaftskraft das Olympique-Teams steckt Jean-Michel Aulas. Der Software-Millionär ist seit 1987 Präsident und ein kantiger Alleinherrscher, der gern auch mal via Twitter (525.000 Follower) krische Fans beschimpft („Du hast einen IQ knapp über dem Boden“) und Reporter in die Schranken weist. „Aulas hat“, so Kellermann, „von Anfang an Frauen- und Männerfußball als Ganzes betrachtet, keine Unterschiede gemacht.“ Auch darum sei Frauenfußball in der ganzen Stadt Lyon „unglaublich präsent“ und habe „eine Strahlkraft, die man sonst so nirgendwo findet“.

Olympique Lyon - VfL Wolfsburg Frauen 2:1 | Highlights | UEFA Women's Champions League

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Gepostet von VfL Wolfsburg Frauenfußball am Donnerstag, 21. März 2019

Bevor Paris St. Germain das noch größere Geld entdeckte, waren auch Lyons Männer eine Macht (sieben Meistertitel in Folge von 2002 bis 2008), mittlerweile sind die Frauen deutlich erfolgreicher, gewannen dreimal nacheinander die Champions League (davon zweimal im Finale gegen Wolfsburg) und wurden seit 2008 immer (!) Meister.

Den Kader veränderte OL dabei stets behutsam – die aktuelle Stamm-Elf ist fast identisch mit der Mannschaft, die im Mai 2018 den VfL im Finale von Kiew mit 4:1 nach Verlängerung besiegte. „Sie verstärken das Team immer nur punktuell“, so Kellermann, „das dann aber mit absoluten Top-Spielerinnen.“ Der Top-Neuzugang dieser Saison, Isobel Christiansen aus England, fällt allerdings mit Knöchelverletzung aus.

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Dienstagvormittag wird der Lyon-Tross in Waggum landen, anschließend Quartier im Ritz beziehen, am Nachmittag stehen Training und die obligatorische UEFA-Pressekonferenz an. Das alles wohlgemerkt ausgeruht, denn am Wochenende hatte OL spielfrei. „Das macht aber keinen großen Unterschied“, so VfLerin Alexandra Popp. Und: Internationale Stars hat Wolfsburg auch – von Polen (Ewa Pajor) bis Dänemark (Pernille Harder), von Portugal (Claudia Neto) bis Norwegen (Caroline Hansen). Und weil sich Wolfsburg zudem kaum erneut eine so schwache erste Halbzeit wie im Hinspiel erlauben wird, ist für Popp klar: „Kleinigkeiten und Nuancen werden das Spiel entscheiden!“

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