28. Februar 2018 / 19:18 Uhr

Der VfL Wolfsburg im Abstiegskampf: Das sagt der in die Kritik geratene Olaf Rebbe

Der VfL Wolfsburg im Abstiegskampf: Das sagt der in die Kritik geratene Olaf Rebbe

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Olaf Rebbe
Steht in der Kritik: Olaf Rebbe, der Sportdirektor des VfL Wolfsburg. © Peter Steffen
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Andries Jonker wurde früh in der Saison entlassen, Martin Schmidt ließ ihn im Stich – Olaf Rebbe widerspricht nicht, als es um die Frage geht, ob er mit seiner Trainerwahl für den VfL gleich doppelt daneben gelegen habe.

Mit Bruno Labbadia hat der in der Kritik stehende Sportdirektor des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten gerade den dritten Coach verpflichtet. Zuletzt hatte man den Eindruck, Rebbe mache sich in der Öffentlichkeit rar. Er winkt da ab – und stellt sich der Kritik.

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„Ich bin grundsätzlich einer, der kämpft“, sagt Rebbe. „Wir sind hier angetreten, um nach dieser schlechten Saison im letzten Jahr in eine neue Richtung zu gehen.“ Aber die Realität heißt erneut Abstiegskampf. Gerade mal ein Punkt beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz. Warum? „Von den 24 Spielen haben wir wenig gewonnen, zu viele davon remis gespielt – es kotzt mich selbst an. Es hilft aber nichts, zu lange zu hadern. Es hilft, nach vorn zu schauen und die Dinge anzupacken – und das macht die Mannschaft. Das ist gut“, so der Sportdirektor.

Viele Fans sehen Rebbe als Sündenbock. Wie geht er mit dem Gegenwind in den Medien und in den sozialen Netzwerken um? „Ich blende das ein Stück weit aus, weil es mir bei meiner täglichen Arbeit nicht hilft“, sagt er. Und: „Ich weiß, dass es viel Kritik an meiner Person gibt, es wäre ja auch nicht normal, wenn nicht. Ich bin verantwortlich für den Bereich Sport.“

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Der von VW dominierte VfL-Aufsichtsrat beschäftigt sich mit der Suche nach einem Geschäftsführer Sport. Die Entscheidung, was mit Rebbe passiert, liegt in den Händen des neuen Geschäftsführers. Rebbe: „Ich spüre die Rückendeckung im Klub, bin jedoch der falsche Ansprechpartner, wenn es um Zukunftspläne geht. Ich bin für den sportlichen Bereich zuständig, dem gilt jetzt mein volles Augenmerk, weil wir in einer schwierigen Situation sind.“

Die Bilder zum Spiel Mainz 05 gegen VfL Wolfsburg.

Josip Brekalo erzielt das 1:0. Zur Galerie
Josip Brekalo erzielt das 1:0. ©
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Klar ist: Die Wolfsburger brauchen schnell Ruhe – und Punkte, Labbadia muss das Team stabilisieren. Die ersten Eindrücke der Profis vom neuen Coach sind positiv. Es werde viel mehr über Taktik gesprochen als bei Schmidt, zudem seien die Aufgaben, wer was auf dem Platz zu tun habe, klar verteilt. Zuletzt gab’s von Spielern öffentliche Kritik an Schmidt. Rebbe räumt zwar ein, dass er enttäuscht sei von Schmidts überraschendem Rücktritt. Aber er wolle nicht nachtreten. Der Sportdirektor: „Ich werde nicht mit Dreck werfen. Das macht keinen Sinn. Sinn macht es, nach vorn zu schauen und die PS der Mannschaft auf die Straße zu kriegen.“ Damit es keinen Totalschaden gibt...