02. Dezember 2019 / 16:48 Uhr

Der VfL Wolfsburg im Lernprozess: Vor diesen fünf Aufgaben stehen Glasner und Co.

Der VfL Wolfsburg im Lernprozess: Vor diesen fünf Aufgaben stehen Glasner und Co.

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kann nicht ganz zufrieden sein: VfL-Trainer Oliver Glasner.
Kann nicht ganz zufrieden sein: VfL-Trainer Oliver Glasner. © dpa
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Die letzten fünf Spiele des Jahres stehen für den VfL Wolfsburg an. Um diese erfolgreich bestreiten zu können, muss Trainer Oliver Glasner an einigen Stellschrauben drehen. 

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Beim 2:3 gegen Werder Bremen lief beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg nicht alles reibungslos. Zu viele Fehler, zu wenig Durchschlagskraft: Der VfL hätte diese Niederlage vermeiden können. Fünf Punkte wurden besonders aufgezeigt, die bei den Wolfsburgern vor dem heißen Endspurt in diesem Jahr nicht zusammenpassen.

1. Konstanz finden

Nach den Siegen in Frankfurt und bei Olexandrija war der nächste Dreier gegen kriselnde Bremer eigentlich Pflicht. Das hatten sich im Vorfeld auch alle VfL-Profis vorgenommen. Doch so ganz konnten die Wolfsburger mit der Situation nicht umgehen. Trainer Oliver Glasner meinte: "Es ist uns schon einige Male passiert, dass wir nicht nachlegen konnten, wenn wir im Aufschwung waren." Der Coach dürfte dabei an die Spiele gegen Paderborn und in Gent gedacht haben, als der VfL zuvor jeweils zwei starke Spiele abgeliefert hatte - und dann in der dritten Partie diesen Aufschwung aber nicht nutzen konnte.

Wichtig dabei: Die Wolfsburger müssen geduldig bleiben. Nach dem 2:2 durch William gegen Bremen dachten wohl die meisten VfL-Fans, dass ihr Team das Spiel noch dreht. Doch stattdessen spielte die Mannschaft zu risikoreich und kassierte dafür die Quittung. Auch auffällig: Noch kann der VfL nicht über die vollen 90 Minuten überzeugen - immer wieder gibt es Phasen, in denen die Glasner-Truppe unkonzentriert ist oder zu wenig fürs Spiel macht.

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2. Torgefährlicher werden

Zwei Tore hat der VfL gegen Werder geschossen - das ist gut. Doch das passiert zu selten. Dass die Wolfsburger in der Liga mehr als ein Tor erzielen, war zuletzt vor mehr als drei Monaten der Fall, beim 3:0-Sieg in Berlin am zweiten Spieltag. "Angriffsfußball - mit vielen Spielern vorn zu sein und sich Chancen zu entwickeln - das ist nicht so schwierig", so Glasner. "Aber eine gute Balance im Spiel zu haben, ist schwierig."

In dieser Phase der Saison fehlen oft die entscheidenden Pässe in die Spitze, die kreativen Ideen und der Zug direkt zum Tor. Zudem ist das Offensivspiel zu abhängig von Stürmer Wout Weghorst. Was Hoffnung macht: Mit Daniel Ginczek (wieder fit nach Rücken-OP) hat Glasner nun eine weitere Option in der Spitze. Auch Xaver Schlager ist nach Knöchelbruch wieder da und wird das Angriffsspiel beleben.

3. Wieder mehr auf die Defensive achten

Zu Beginn der Spielzeit war die Abwehr das Prunkstück des VfL. Das hat sich mittlerweile geändert. In den vergangenen sieben Partien haben die Wolfsburger 17 Gegentore kassiert. Das ist zu viel. Dabei geht es nicht darum, dass die Mannschaft nun mehr Chancen zulassen würde. Das ist definitiv nicht der Fall. Das sah auch Glasner nach den drei Gegentreffern gegen die Bremer so: "Man kann nicht sagen, dass sie noch zwei Tore hätten machen können."

Doch die einfachen Fehler häufen sich. Der VfL ist zu konteranfällig. Um die knappen Spiele wieder für sich zu entscheiden, muss der VfL, der immer noch die beste Abwehr der Liga hat (nur 13 Gegentore), hinten wieder stabiler stehen.

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Schladming, VfL Wolfsburg, Trainingslager, Fu§ball, …sterreich, Bundesliga, 07.2019, Saison 2019/20, Zur Galerie
Schladming, VfL Wolfsburg, Trainingslager, Fu§ball, …sterreich, Bundesliga, 07.2019, Saison 2019/20, ©

4. Dominanz ausstrahlen

Nach Platz sechs in der Vorsaison sind die Erwartungen beim VfL gestiegen. Viele Spieler haben gesagt, dass sie diesen Platz bestätigen wollen. Doch zu oft geben die Wolfsburger den Gegnern das Gefühl, dass etwas zu holen ist. Glasner meint zwar: "Es ist nicht so, dass die Jungs nicht wollen." Der Wille sei erkennbar.

Doch das Auftreten könnte anders sein. Die Selbstverständlichkeit, eine Partie zu gewinnen, fehlt. Da könnten die VfLer durchaus mit mehr Selbstvertrauen auftreten, was auch Manager Jörg Schmadtke jüngst in einem Sportbuzzer-Interview gefordert hatte.

5. Formschwache Profis aufbauen

Admir Mehmedi, Josip Brekalo, Jeffrey Bruma und Marcel Tisserand waren zu Saisonbeginn noch Bankdrücker beim VfL. Glasner baute sie schnell auf und formte sie zu Leistungsträgern, nun ist der Coach erneut gefordert, denn Spieler wie Brekalo (nach zwischenzeitlichem Formhoch zuletzt wieder schwächer), Yannick Gerhardt, Felix Klaus und Jerome Roussillon wussten in letzter Zeit nicht zu überzeugen. Alle kommen an die Leistungen, die sie eigentlich abrufen könnten, nicht heran.

Die Aufgabe für Glasner und sein Team: Diese Profis müssen wieder aufgebaut werden, denn der VfL, der 20 Punkte auf seinem Konto hat, wird Brekalo und Co. brauchen, damit die Hinrunde ähnlich erfolgreich oder noch besser wird als die im vergangenen Jahr. Damals hatten die Wolfsburger mit 28 Zählern auf Rang fünf überwintert.

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