14. Mai 2019 / 16:50 Uhr

Der VfL Wolfsburg vor dem Endspiel gegen Augsburg: "Angst hat bei uns keiner"

Der VfL Wolfsburg vor dem Endspiel gegen Augsburg: "Angst hat bei uns keiner"

Tim Lüddecke
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Pavao Pervan hütet gegen Hannover 96 das Tor des VfL Wolfsburg. 
Starker Rückhalt: VfL-Torhüter Pavao Pervan. © imago images / Nordphoto
Anzeige

Pavao Pervan schärft mit dem VfL Wolfsburg nach der Niederlage in Stuttgart und vor der entscheidenden Partie am letzten Spieltag gegen den FC Augsburg noch mal die Sinne – gerade auch, weil er den vermeintlich leichten Gegner doch für relativ gefährlich hält. 

Anzeige
Anzeige

„Der Reiz ist schon da“, sagt Pavao Pervan zwar – doch er widersteht ihm, ganz bewusst. Wenn der Keeper des VfL Wolfsburg in einem Fußballstadion zwischen den Pfosten steht, schenkt er der Videoleinwand keinerlei Beachtung. Zwischenergebnisse, verbleibende Spielzeit – will er alles nicht mitbekommen. Lieber nicht abgelenkt werden, fokussiert bleiben. „Nur wenn ich auf der Bank sitze“, erklärt er ganz entspannt, „gucke ich da hin“.

Am Samstag, beim Heimspiel gegen den FC Augsburg, könnten etwaige Einblendungen der Ergebnisse aus Mainz und Bremen womöglich für Verunsicherung sorgen, sollten die Verfolger 1899 Hoffenheim und Werder in ihren Spielen auf Kurs Sieg steuern. „Wir müssen sowieso nur auf uns schauen und erst mal unsere Hausaufgaben erledigen“, betont der Österreicher.

Mehr zum VfL Wolfsburg

Gewinnen die Wolfsburger, kann ihnen Platz sieben, der zur Qualifikation zur Europa League berechtigen würde, ohnehin nicht mehr genommen werden. Dementsprechend spricht Pervan schon von einem Endspiel. In seiner Karriere hatte auch der 31-Jährige immer mal wieder solche Partien zu bestreiten, wenn auch auf etwas anderem Niveau. „Der Druck ist ja aber immer ähnlich. Heute bin ich erfahrener als damals“, so der VfL-Keeper. Andererseits: „Ich kann in diesem Spiel auch nicht mehr geben als sonst – weil ich immer alles gebe.“

Bei seinen bisherigen Stationen hat der vor der Saison vom Linzer ASK gekommene Pervan nie auf europäischer Bühne gespielt. „Das würde mir extrem viel bedeuten.“ Auch bei seinen Mitspielern habe er das Gefühl, „dass jeder wahnsinnig hungrig ist, jeder will die Gelegenheit nutzen“. Der Torwart traut seiner Mannschaft Europa jedenfalls absolut zu: „Ich glaube nicht, dass es Spieler bei uns gibt, die Angst vor diesem Spiel haben.“

An der „positiven Energie“, mit der der VfL in das letzte Saisonspiel gehen will, habe auch die 0:3-Niederlage in Stuttgart nichts verändert. „Vielleicht hat das noch mal die Sinne geschärft, und wir rücken noch enger zusammen“, meint Pervan sogar.

Bilder vom Spiel der 1. Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und VfL Wolfsburg

Die Fans des VfL Wolfsburg machen auf diversen Wegen auf sich aufmerksam. Zur Galerie
Die Fans des VfL Wolfsburg machen auf diversen Wegen auf sich aufmerksam. ©
Anzeige

Mit dem FC Augsburg kommt am Samstag zwar eine Mannschaft in die VW-Arena, für die es vermeintlich um nichts mehr geht. Doch der Österreicher mag noch nicht so recht daran glauben, gerade auch, weil mit Martin Schmidt auch ein ehemaliger VfL-Coach wieder in Wolfsburg vorstellig wird, womöglich mit einer ganz besonderen Motivation.

„Der wird das Spiel nicht auf die leichte Schulter nehmen. Zudem machen die Spieler den Eindruck, als wären sie noch sehr hungrig.“ Und über die Qualität von Spielern wie Michael Gregoritsch brauche man gar nicht zu reden: „Er hat sehr viel Selbstvertrauen“, so Pervan, „dazu kommt, dass sie befreit aufspielen können – das macht sie vielleicht noch gefährlicher.“

ANZEIGE: 50% aufs Set für deine Mannschaftsfahrt! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Wolfsburg/Gifhorn
Sport aus aller Welt