05. Juni 2017 / 22:20 Uhr

Der VfL Wolfsburg will Schäfer vorzeitig aus den USA zurückholen

Der VfL Wolfsburg will Schäfer vorzeitig aus den USA zurückholen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Marcel Schäfer drückt dem VfL die Daumen
Kommt er vorzeitig zum VfL zurück? Marcel Schäfer.
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Wie sieht der neue VfL aus? Die Verantwortlichen stecken gerade die Köpfe zusammen und grübeln darüber. Star-Stürmer Mario Gomez soll trotz Ausstiegsklausel auch in der neuen Saison die sportlich herausragende Figur sein (WAZ berichtete). Aber: Der Wolfsburger Fußball-Bundesligist will sich auch auf Manager-Ebene neue aufstellen und denkt dabei an ein VfL-Idol: Marcel Schäfer.

Kapitän, Meister und Pokalheld, Führungsspieler, Publikumsliebling – erst im März hatte sich Schäfer seinen großen USA-Traum erfüllt und war nach zehn Jahren beim VfL zu den Tampa Bay Rowdies gewechselt. Spätestens im Sommer 2019, so der ursprüngliche Plan, sollte Schäfer nach Wolfsburg zurückkehren und beim VfL als Sportlicher Leiter einsteigen. Die Idee: Schäfer soll nah an der Profi-Mannschaft dran sein, zudem soll er den Klub nach außen repräsentieren. Kurzum: Schäfer soll auch nach seiner aktiven Karriere das VfL-Gesicht sein. Aber in den vergangenen Tagen wurde intern darüber diskutiert, den langjährigen Linksverteidiger am liebsten sofort zurückzuholen. Auf WAZ-Nachfrage wollten sich weder Schäfer noch der Klub dazu äußern.

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Ob‘s klappt? Schäfer und seine Familie fühlen sich in Florida pudelwohl und haben nach vielen Behörden-Gängen und Umzugs-Stress noch nicht vor, ihre Zelte in Saint Petersburg vorzeitig abzubrechen. Gleichwohl war der 32-Jährige, der sich mit dem Klub und der Stadt hier total identifiziert, immer bereit zu helfen, wenn er gebraucht wurde.

Klar ist: Der VfL wird sich nach der Trennung von Manager Klaus Allofs im Dezember und von Geschäftsführer Thomas Röttgermann zum Monatsende nun neu aufstellen. Nach der Katastrophen-Saison soll es wieder bergauf gehen.

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Dafür wird der Kader umgebaut. Gomez soll das Aushängeschild bleiben. „Die Signale sind weiterhin positiv, dass er bleibt“, sagt VfL-Sportdirektor Olaf Rebbe. In dieser Woche wird das Ja des 16-Tore-Mannes erwartet. Um Gomez herum soll ein neues Team entstehen. „Wir arbeiten mit Hochdruck an den Dingen“, sagt Rebbe, der bereits Marvin Stefaniak (Dresden) und John Anthony Brooks (Berlin) geholt hat. „Wir wollen versuchen, zum Trainingsstart am 3. Juli möglichst weit zu sein.“ Möglichst weit in Sachen neuer Kader. Schäfer und Rebbe werden sich in dieser Zeit austauschen – so, wie sie es auch zuletzt gemacht haben. Und sie werden dabei auch über eine vorzeitige Rückkehr Schäfers sprechen.