26. März 2019 / 10:13 Uhr

Der VfR Neumünster trudelt dem Abstieg entgegen

Der VfR Neumünster trudelt dem Abstieg entgegen

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Gemeinsam stoppen VfR-Keeper Christopher Newe (li.) und Hogir Busali (Mitte) Eutins Torjäger Fatlind Zymberi.
Gemeinsam stoppen VfR-Keeper Christopher Newe (li.) und Hogir Busali (Mitte) Eutins Torjäger Fatlind Zymberi. © Jan-Phillip Wottge
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Jörg Zenker grollte. Es war nicht nur die 2:3-Niederlage im Abstiegskracher bei Eutin 08, die dem 48-jährigen VfR-Coach nicht schmeckte, sondern vielmehr die Leistung seines Teams. Der VfR Neumünster rückt dem Abstieg aus der Fußball-Oberliga immer näher. Zu einem Nichtabstiegsplatz fehlen den Veilchen nunmehr sechs Zähler.

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„Wenn du so eine Leistung abrufst, gehörst du nicht in die Oberliga. Ich habe einen ängstlichen VfR gesehen“, konstatierte Zenker. Seine Elf offenbarte vor allem in der Anfangsphase Defizite in der Handlungsschnelligkeit. „Gedanklich waren wir wohl woanders. Das ist ärgerlich, denn wir bereiten alles akribisch vor“, rügte Zenker weiter. Nach 60 Sekunden bekam der VfR die Quittung. Thore Möller zupfte am Trikot des pfeilschnellen 08-Stürmers Fatlind Zymberi. Als dieser auch noch bei VfR-Keeper Christopher Newe einfädelte, pfiff Schiedsrichter Matthias Bastian Elfmeter.Glück für den VfR: Newe parierte den Foulelfmeter von Thies Borchardt (3.). Doch die Pfeife von Schiedsrichter Bastian blieb im Dauereinsatz. Immer wieder wussten sich die Veilchen nur per Foulspiel zu behelfen. Die Folge: Sieben Gelbe Karten, eine Rote Karte, zwei Elfmeter und diverse Freistöße.

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„Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen. Aber die Zahl der Fouls war aberwitzig“, beklagte 08-Coach Dennis Jaacks die rustikale VfR-Gangart. Fast im Minutentakt gab es Freistöße für die Gastgeber. Und in Minute elf schlug ein solcher im VfR-Tor ein: Nico Bruns zirkelte den Ball von der Strafraumgrenze ins kurze Eck. Was Bruns aus 18 Metern gelang, blieb Lion Glosch aus elf Metern versagt. Der 08-Verteidiger setzte einen Elfmeter über das Tor (16.). Vorausgegangen war ein Foulspiel von Maxime Vollstedt an Rasmus Tobinksi.

Dann stellten die Veilchen kurzzeitig alles auf den Kopf. Den zweiten VfR-Angriff vollendete Sandro Schütt nach Schäffer-Vorarbeit mit dem 1:1 (17.). Sieben Minuten später vergab Tarik Alioua (24.) gar die Gästeführung, als er 08-Keeper Lennart Weidner scheiterte. „Da muss man dann auch mal erbarmungslos zu schlagen. Aber uns fehlten die Fähigkeiten, die Eutiner Geschenke für uns zu nutzen“, haderte Zenker mit der mangelnden Kaltschnäuzigkeit. Ausgangspunkt des erneuten Rückstandes war erneut ein Freistoß: Eutins Tobinski knallte diesen an den Pfosten, den Rebound versenkte Zymberi per Kopf im VfR-Kasten (38.).



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Doch noch einmal schlug der VfR zurück. 20 Sekunden nach der Halbzeit markierte Tarik Alioua den 2:2-Ausgleich. Die Freude währte jedoch nur kurz, binnen Minutenfrist brachte Tobinski die Nullachter erneut in Führung (47.). In der Schlussminute sah schließlich auch noch Kapitän Newe nach Notbremse gegen Zymberi die Rote Karte. Der Keeper wird dem VfR am kommenden Sonntag im nächsten Abstiegsendspiel gegen den SV Eichede fehlen. „So reicht es einfach nicht“, macht Zenker nur wenig Hoffnung auf eine Trendwende.

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