15. September 2020 / 19:02 Uhr

Der VfR Neumünster und der FC Kilia Kiel müssen gleich Farbe bekennen

Der VfR Neumünster und der FC Kilia Kiel müssen gleich Farbe bekennen

Jan Claas Harder
Kieler Nachrichten
Das war im November 2019 in der Verbandsliga Ost: Im Duell der späteren Aufsteiger bezwingt der FC Kilia (am Ball Franko Milbradt) den TSV Stein (links: Kristof Schneider) mit 4:0.
Das war im November 2019 in der Verbandsliga Ost: Im Duell der späteren Aufsteiger bezwingt der FC Kilia (am Ball Franko Milbradt) den TSV Stein (links: Kristof Schneider) mit 4:0.
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Am Wochenende wird erstmalig das Leder in der neugeschaffenen Fußball-Landesliga Mitte rollen. Gleich der erste Spieltag bietet ein absolutes Topspiel, schließlich stehen sich mit dem VfR Neumünster und dem FC Kilia zwei Teams gegenüber, denen im Hinblick auf den Meistertitel die besten Chancen eingeräumt werden.

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Eine auf dem KN-Sportbuzzer veröffentlichte Umfrage, an der sich knapp 1000 Leser beteiligten, bekräftigte diese Einschätzung. 60 Prozent der Teilnehmer glauben, dass sich die Kilianer am Saisonende in der Spitzengruppe einfinden werden, während 32 Prozent der Stimmen auf den VfR entfielen. Ansonsten wird nur noch der SpVg Eidertal Molfsee (15 %) und dem TSV Klausdorf (13%) eine Platzierung im oberen Tabellendrittel zugetraut. Noch deutlicher fiel das Votum auf dem Buzzer in Bezug auf den Staffelsieg aus, nur die Kilianer (64%) und die Veilchen (13%) erreichen zweistellige Prozentwerte.

Doch was sagen die Protagonisten der betroffenen Vereine zu dieser Prognose? „Für mich ist der VfR Neumünster der Favorit auf den Meistertitel, da sie die beste und robusteste Mannschaft der Liga stellen“, erklärt Kilias Sportlicher Leiter Harry Witt. Doch auch dem 66-Jährigen ist durchaus klar, dass die absolute Mehrheit in seinem Team den heißesten Kandidaten auf den Titelgewinn sieht. Schließlich konnten die Kilianer mit Benedict Klimmek, Christoph Schimming, Serhat Yazgan, Shpend Meshekrani, Kenan Hasicic und Lars Horstinger sechs Neuzugänge hinzugewinnen, die den Kader des Aufsteigers noch einmal deutlich aufwerten dürften. „Wir haben unzählige Alternativen zur Verfügung und sind auf allen Positionen doppelt gut besetzt. Darüber hinaus ist uns auch bewusst, dass wir in dieser Liga jeden Gegner schlagen können. Doch Qualität zu besitzen, wird allein nicht reichen. Wir werden auch unsere Hausaufgaben machen müssen“, weiß Witt.

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Auch der VfR macht aus seinen Ambitionen keinen Hehl. „Unser Ziel ist es jedenfalls, diese Liga zu verlassen. Wir haben in der jüngeren Vergangenheit sehr nachhaltig gearbeitet und sind sehr zuversichtlich, dass diese positive Entwicklung kurz-oder mittelfristig auch den gewünschten Erfolg nach sich ziehen wird“, erklärt VfR-Coach Abdul Yilmaz.

Völliges Neuland auf Landesliga-Niveau betritt der TSV Stein, dessen Debüt gleich ein Derby ist – am Sonntag in Heikendorf. Aufsteiger Stein werden in der Umfrage die geringsten Chancen auf den Ligaerhalt eingeräumt. 35 Prozent sehen im TSV Stein den Abstiegskandidaten Nummer eins. Ansonsten entfielen dahingehend noch verhältnismäßig viele Stimmen auf den SV Tungendorf (12%) und den Gettorfer SC (10%). „Wir sind als absoluter Dorfverein als Tabellenzweiter mit einem deutlichen Rückstand zum FC Kilia hochgegangen und haben im Hinblick auf die anstehende Saison auch keine Spieler geholt, die Oberliga-Erfahrung besitzen. Insofern ist dieses Abstimmungsergebnis auch nicht wirklich verwunderlich“, stellt Steins Spielertrainer Kristof Schneider fest. Doch Sorgen, dass man in der Landesliga nicht konkurrenzfähig sein könnte, sind bei den „Dorschköppen“ nicht wirklich existent. Stattdessen überwiegt die Vorfreude auf die kommenden Aufgaben. „Uns ist durchaus klar, dass wir wahrscheinlich keine allzu großen Bäume ausreißen werden. Fakt ist aber auch, dass wir richtig Bock auf diese Liga haben. Auf jeden Fall sind wir fest davon überzeugt, dass wir eine gute Rolle spielen können. Unser großer Vorteil ist unser ausgeprägter Teamgeist, der schon seit Jahren einen ganz wesentlichen Faktor unseres Erfolgs darstellt und dass wir schon lange über eine eingespielte Truppe verfügen“, schwärmt Schneider.

Auf jeden Fall hat der TSVS wohl den geringsten Erfolgsdruck. Und selbst wenn das „Abenteuer Landesliga“ im nächsten Sommer ein Ende haben sollte, wäre das keine Katastrophe in der Probstei. „Egal, wie es für uns laufen wird, der Verein wird dadurch keinen Schaden nehmen“, so Schneider.

Der Spieltag: Sonnabend, 14 Uhr: SVE Comet Kiel – Osterrönfelder TSV, 15 Uhr: SpVg Eidertal Molfsee – TSV Klausdorf, 16 Uhr: MTSV Hohenwestedt – SV Tungendorf. Sonntag, 14 Uhr: VfR Neumünster – FC Kilia Kiel, 15 Uhr: TuS Jevenstedt – Gettorfer SC, Heikendorfer SV – TSV Stein.

FC Kilia Kiel

Tor: Justus Kaack, Steven Steiner.

Abwehr: Patrick Amponsah, Benedict Klimmek (SV Todesfelde), Chris Wippich, Teyi Lawson-Body, Andre Volkers, Fynn Gerlach, Maximilian von Randow, Christoph Schimming (Inter Türkspor Kiel).

Mittelfeld: Tom Wüllner, Enis Jasari, Okan Erkocu, Michel Witt, Serhat Yazgan (SC Weiche Flensburg 08 II), Shpend Meshekrani (Inter Türkspor Kiel), Benjamin Petrick, Salih Ramo Siyabend.

Angriff: Lars Horstinger (TSV Kropp), Jonas Schäfer, Kenan Hasicic (Inter Türkspor Kiel), Ramyar Ismael, Steve Sam, Franko Milbradt, Yannik Jakubowski.

Trainer: Steve Frank, Co-Trainer: Benjamin Petrick.

VfR Neumünster

Tor: Bennet Sparfeld, Kjell-Arik Berger (eigene U19), Christopher Newe.

Abwehr: Dustin Christophersen (SV Boostedt), Sita Lututala, Leon Gehrke (eigene U19), Thore Möller, Maxime Vollstedt, Philip Weidemann, Jonas Schomaker (TSV Kropp), Christoph Kahlcke (TSV Kropp), Jan Thullesen, Tobias-Dennis Bogun.

Mittelfeld: Issam Khemiri, Hogir Busali (TuS Hartenholm), Kristof Kumbier, Marcel Stoltenberg, Finn-Torben Block, Niko Brüll, Marcel-Max Stölting.

Angriff: Tarik Alioua, Jonas Kruse, Fiete-Frider Bluck, Björn-Ole Peters, Adam Mubarak (Büdelsdorfer TSV), Mika-Alexander Hirsch, Agron Gashi, Bennet Rantzsch PSV Neumünster), Sabri Nasri.

Trainer: Abdul Yilmaz. Co-Trainer: Mariko Gräfe.

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TSV Stein

Tor: Justin Rohde, Riko Wensorra.

Abwehr: Florian Buckschlögl (FSG Saxonia), Lelix Flemming, Lasse Harder, Bennet Klindt, Raoul Naleschinski, Jannik Schmid-Lürsdorf, Robin Strelau, Felix Wagner.

Mittelfeld: Thore Amedick, Jan Borchert, Philip Bruhn, Cedric Gnauck, Marten Henke, Finn Laske (TSV Siems), Kristof Schneider, Patrick Wirbel.

Angriff: Timo Federwisch, Niklas Klindt (SG Probstei), Dennis Lühr, Michael Zeppelin (TSV Melsdorf), Ghislain Steve Kiam (SG PTSK/Holstein).

Trainer: Kristof Schneider, Karsten Tolle.

Heikendorfer SV

Tor: Thomas Bohrmann, Jarle Schrock.

Abwehr: Michel Kuss, Mika Detlaff, Leon Prüßmann, Patrick Johannsen (VfR Laboe), Bilal Sarper (TSG Concordia Schönkirchen), Tom Schechten (reaktiviert), Marques Rodrigues (Inter Türkspor Kiel II).

Mittelfeld: Tim Mordhorst, Yann Axel Fene Soukou, Lino Schneeberg, Max Buhse, Johannes Göser, Florian Sossou, Niklas Kracht, Carsten Dienelt, Thomas Krusel.

Angriff: Timo Martens, Yannick Meenken, Oliver Schmeling, Dennis Störmer (reaktiviert), Falk Espen Pries (TSV Travemünde).

Trainer: Nedeljko Veselinovic. Co-Trainer: Guido Braasch.

TSV Klausdorf

Tor: Tobias Paulat, Malte Möller, Joe Gabriel.

Abwehr: Finn Schlie, Daniel Grossmann, Nathaniel Oyeniyi Olusayo (TSV Kropp), Felix Beeck, Mirco Znaniewicz, Kevin Kirchner, Jonathan Beeck, Kevin Wöhlk, Tobias Schnoor (A-Jugend TSV Schönberg).

Mittelfeld: Lukas Göttsch, Hime Hakaj, Marvin Petersen (Raisdorfer TSV), Tom Linde (eigene A-Jugend), Jonas Hillmer, Karsten Jordan, Yannik Imm, Niklas Kaukel, Johannes Kaak (TuS Jevenstedt).

Angriff: Torben Kracht, Philipp Harder (TSV Stein), Christer Reiser, Bennet Vetter, Niko Domnick, Leon Luca Fey (eigene A-Jugend).

Trainer: Dennis Trociewicz. Co-Trainer: Timo Rosenfeld.

SVE Comet Kiel

Tor: Martin Hering, Lukas Losch, Fabian Klonikowski.

Abwehr: Marco Rook, Robin Schubert, Lasse Kühl (SSG Rot-Schwarz Kiel), Dean Hirschmann, Jan Wilhelm Schwaberau, Kevin Pank, Max Warmuth, Tim Markwardt, Thorge Janßen (Niendorfer TSV).

Mittelfeld: Christoph Bolte, Torben Bahrs, Felix Wagner, Niklas Schmidt, Robin Ziesecke, Serhat Ortac, Melvin Tombul, Silas Lohse (SSG Rot-Schwarz Kiel), Torge Hansen.

Angriff: Janneck Rassmanns, Björn Schmidt, Tjark Gutzeit, Kevin Wagner.

Trainer: Mark Hungerecker. Co-Trainer: Marco Rook.

SV Tungendorf

Tor: Linus Waldeck, Michel Schulz (SV Boostedt), Vaios Papadoudis.

Abwehr: Kenneth Braasch, Tristan Hoppe, Frederik Nell, Niklas Krüger, Steven Baier, Henrik Nell, Adrian Volquardsen (pausierte, letzter Verein TuS Nortorf), Andreas Stölting, Yannik Wulf (SpVg Eidertal Molfsee U19).

Mittelfeld: Maurice Petersen, Tom Steinmetz (PSV Neumünster), Lars Brettschneider, Dennis Buthmann, Paul Riecken, Burhan Gülbay (PSV Neumünster), Julien Huber, Tim Brettschneider.

Angriff: Yannick Greier, Kristof Lüth, Fabian Fleigel, Felix Piaskowski, Simon Fuhrmann, Jan Schmahl.

Trainer: Thilo Becker. Co-Trainer: Nils Voss.

SpVg Eidertal Molfsee

Tor: Tobias Dittmann, Hüsnü Özdemir (Inter Türkspor Kiel).

Abwehr: Thomas Becker, Tom Braesch, Leif Celik, Livius Höckendorff, Steffen Paulsen, Marco Quoos, Fabian Schwaßmann, Lars Viertel, Ken-Marvi Smit (TSV Kropp).

Mittelfeld: Shukri Ademi, Umut Celik, Tom de Mooy, Moses Kläschen, Paul Lemke, Tom Lemke, Marvin Lorentzen (alle eigene Jugend), Sebastian Clausen (Nordmark Satrup), Luis Kronester, Finn Mathes, Lukas Michaelis (TSV Bordesholm), Fynn Mortensen, Mirko Schöning, Yannik Schütt, Thies Waschewski (SV Holtsee), Kebba Bayo (Wiker SV).

Angriff: Laslo Wanger, Marvin Blümke, Finn Langowski (TSV Kropp), Louis Schütt, Jakob Urbat.

Trainer: Timo Bruns. Co-Trainer: Linus Schewior.

Osterrönfelder TSV

Tor: Anton Dembowski, Björn Schlunke, Marius Jensch.

Abwehr: Finn Brocks, Ali Dogan, Jan-Philipp Doose, Jannik Landtreter, Jonas Landtreter, Max Lipka (SSV Besiegdas 03 Magdeburg) , Felix Mosebach, Arend Müller.

Mittelfeld: Thore Bannow, Mohammed Hushang, Henning Knuth (TuS Jevenstedt), Sören Müller, Tim Münz, Niklas Neumann (TuS Jevenstedt), Johvany Pedro (eigene A-Jugend), Kevin Rathjen, Jannik Sierks (Heider SV), Vitalijs Stols, Kevin Czaja, Tim Münz (Eckernförder SV).

Angriff: Max Haß (FC Fockbek), Florian Kuklinski (SV Barmbek-Uhlenhorst II), Dennis Schnepel, Felix Struck.

Trainer: Maik Gabriel. Co-Trainer: Malte Hubert.

TuS Jevenstedt

Tor: Daniel Jeromin (TSV Kropp), Yannick Lowaßer, Marten Schlüter.

Abwehr: Kim Bornholdt, Erik Lindenlaub, Thore Lühder, Fabian-Malte Möller, Timo Ruge, Tom Solterbeck, Felix Vollert, Nico Wicker, Tom Wicker.

Mittelfeld: Lukas Gersteuer, Sebastian Hehnke, Niuls Hüttmann, Timo Klug, Albert Krause, Jonas Richter, Otto Schmidt (VfR Neumünster), Till Schröder (FC Fockbek), Nick Stollberg (TSV Kropp), Jan-Mattes Szalies.

Angriff: Robin Grell, Philipp Kriesten (SSV Bredenbek), Mirko Mrosek, Jan Pukallus, Lucas Seefeldt.

Trainer: Patrick Nöhren. Co-Spielertrainer: Marten Schlüter.

Gettorfer SC

Tor: Lennart Weidner, Finn Jacobsen (eigene Jugend), Erich Koch (eigene Jugend).

Abwehr: Erik Empen, Danny Dubau (TSV Kropp), Kevin Perro, Matteo Morawe, Nels Buschmann (eigene Jugend), Niklas Wolf, Tim Marten Wick, Yannik Herzig.

Mittelfeld: Bjarne Kühl, David Wagner, Jacob Braun, Leonard Braun, Finn Lühr, Mats Klein, Mika Marxen (eigene Jugend), Tjark Dannath (eigene Jugend), Yannick Wolf.

Angriff: Jonas Arp (eigene Jugend) , Kevin Link, Hannes Schmidt, Torben Dahsel.

Trainer: Christian Schössler. Co-Trainer: Torben Dahsel, Tim Czarnecki, David Wagner.