07. Mai 2022 / 21:19 Uhr

"Der weiß ja alles": Kevin-Prince Boateng ätzt nach Kritik an Hertha-Leistung gegen Lothar Matthäus

"Der weiß ja alles": Kevin-Prince Boateng ätzt nach Kritik an Hertha-Leistung gegen Lothar Matthäus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kevin-Prince Boateng (rechts) hat Lothar Matthäus kritisiert.
Kevin-Prince Boateng (rechts) hat Lothar Matthäus kritisiert. © IMAGO/Contrast/Jan Huebner/Montage
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Es hat nicht gereicht: Hertha BSC verpasst nach einer 1:2-Heimniederlage gegen Mainz 05 den vorzeitigen Klassenerhalt am Samstagabend. "Sky"-Experte Lothar Matthäus findet klare Worte nach der schwachen Leistung der Berliner, die Führungsspieler Kevin-Prince Boateng so nicht stehen lassen will.

Ein fast ausverkauftes Olympiastadion, bestes Fußball-Wetter in Berlin, tosende Fan-Unterstützung für die Hertha: Die Vorzeichen vor dem Bundesliga-Topspiel sprachen klar für den Hauptstadt-Klub Hertha BSC, der mit einem Sieg gegen Mainz 05 am Samstagabend den vorzeitigen Klassenerhalt hätte perfekt machen können. Doch die Berliner Spieler konnten der Erwartungshaltung nicht gerecht werden und verloren mit 1:2 gegen Mainz 05. "Man kann sich wahrscheinlich kämpferisch nicht viel vorwerfen. Die Mannschaft hat heute wenig Qualität gezeigt und deshalb auch verdient verloren", zog Rekordnationalspieler Lothar Matthäus nach der Partie ein knallhartes Fazit in seiner Rolle als Experte beim Pay-TV-Sender Sky. Das gefiel einem Mann jedoch gar nicht: Kevin-Prince Boateng.

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Der 35-Jährige verfolgte die Matthäus-Kritik vor seinem Interview – und war nicht angetan: "Wir waren nicht im Spiel heute von der ersten Minute bis zum Ende. Nicht frisch im Kopf. Es hat viel gefehlt", kritisierte Boateng und fügte sarkastisch an: "Aber ich hab’ gerade Herrn Matthäus gehört. Der weiß ja alles. Es ist ja jetzt wieder alles schlecht bei uns." Der vor der Saison verpflichtete Routinier erinnerte daran, dass Hertha "immer noch die Riesenchance" auf den Klassenerhalt habe: "Wir müssen probieren, es positiv zu sehen", mahnte Boateng, der anmerkte, dass Berlin gegen Mainz auch mit vielen jungen Spielern gespielt habe.

Bei vier Punkten Vorsprung auf den VfB Stuttgart ist die Hertha noch an diesem Wochenende gerettet, wenn die Schwaben am Sonntag bei den Bayern verlieren. Allerdings: Gelingt Stuttgart ein Unentschieden bei dem zuletzt lethargischen Meister, muss die Hertha am letzten Spieltag bei Borussia Dortmund punkten, sonst droht womöglich doch noch Platz 16 und die Relegation gegen den Zweitliga-Dritten.

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Angesichts der verpassten Klassenerhalt-Chance zeigte Matthäus Verständnis für die Boateng-Attacke: "Er ist enttäuscht. Er hätte auch mehr erwartet. Die Hertha ist nicht an die Leistungsgrenze gekommen und hat verdient verloren", blieb Matthäus bei seinem Urteil, das auch Trainer Felix Magath stützte. Mainz sei "die bessere Mannschaft" gewesen, stellte der Coach klar.