23. November 2021 / 17:11 Uhr

Der Zitterbalken vermasselt beim Deutschland-Cup ein besseres Resultat

Der Zitterbalken vermasselt beim Deutschland-Cup ein besseres Resultat

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mandy Hoffmann auf dem Zitterbalken.
Mandy Hoffmann auf dem "Zitterbalken". © Katrin Hoffmann
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Beim Deutschland-Cup misslang der Stederdorfer Turnerin Mandy Hoffmann der Start auf dem Schwebebalken. Doch dann steigerte sie sich und erreichte den 18. Platz in der Altersklasse 16/17.

Herausragende Turner und Turnerinnen, die nicht gegen die deutsche Elite antreten, starten im Deutschland-Cup, den deutschen Meisterschaften des Breitensports. Das Leistungsspektrum gerade in den höheren Jahrgängen war in diesem Jahr breit – von Bundesliga-Cracks bis LK2-Turnerinnen, so wie die Stederdorferin Mandy Hoffmann, die erstmals auf Bundesebene im Einsatz war. Nach misslungenem Start steigerte sie sich enorm.

Zuschauer waren in der Paderborner Sporthalle unter 3G-Regeln zugelassen, die Maskenpflicht galt auch für die Turnerinnen, es sei denn sie waren gerade am Gerät. Die Nationalhymne bei der Wettkampferöffnung sorgte bei den Neulingen für Bauchkribbeln, in den oberen Jahrgängen schickten 16 Turnverbände ihre besten Athletinnen ins Rennen. Neben Mandy Hoffmann trat in ihrer Altersklasse 16/17 noch eine Turnerin aus Buchholz für den Niedersächsischen Turnerbund (NTB) an.

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Das erste Gerät war der Schwebebalken, das Einturnen lief gut, Hoffmann war allerdings die letzte Turnerin des Durchgangs und musste lange auf ihren Einsatz warten. „Mit jeder Minute des Wartens stieg die Nervosität. Auf dem Balken ging dann fast nichts mehr“, berichtet die 17-Jährige über den frustrierenden Wettkampfbeginn. Danach ging es gleich zum Einturnen am Boden – keine Zeit für viele Gedanken. Mit ein paar kleinen Unsicherheiten lief die Bodenübung gut und brachte ihr trotz Abzügen in der D-Note die sechstbeste Wertung. Stufenbarren und Sprung waren wie beim Landesfinale sichere Übungen, die sie perfekt absolvierte.

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Am Stufenbarren lag sie damit ebenfalls unter den Besten, am Sprung fehlte ihr mit einem Überschlag der Schwierigkeitsgrad. Im Endergebnis landete sie auf Rang 18. Der Balken verhinderte eine Top-Ten-Platzierung, worüber sich die ehrgeizige Sportlerin ärgerte, aber dann auch realistisch einschätzte: „Ich wusste, dass es schwer werden würde, das Top-Ergebnis vom Landesfinale nochmal zu wiederholen.“

Ihr Trainer Jörg Niebuhr freute sich trotzdem: „Es überhaupt hierher geschafft zu haben, war schon ein Riesenerfolg. Ich freue mich, dass sie sich nach dem Balken wieder gefangen hat und den Wettkampf gut zu Ende gebracht hat.“

Die Einzelergebnisse jeweils zweier Jahrgangsstufen gingen in die Teamwertung zum Bundespokal ein. Hier konnte Mandy Hoffmann drei wichtige Wertungen zusteuern. Die NTB-Vertretung belegte damit Rang 8.


Von Katrin Hoffmann